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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
879
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Gottes Langmuth richtet mit Gelindigkeit. Weisheit 12. 13. Strafpredigt wider Abgötterey. 8/9

Oder wer will dich samldigcn um die vertilgtenHeiden, welche du geschaffen hast? Oder werwill sich zum Racher wider dich setzen, um derungerechten Menschen willen?

" Rom. 9 / 20. Dan. 4 / Z2.

13 . Denn es außer dir kein Gott, der dusvrgest * für All;, auf daß du beweisest, wie dunicht unrecht richtest. * c. 6 , 8 . i Per. -/ 7 .

14 . Denn es kann dir weder König noch Ty-rann unter Augen treten für die, so du strafest.

15. Weil du denn gerecht bist; so regierest dualle Dinge recht, und achtest deiner Majestätnicht gemäß, Jemand zu verdammen, der dieStrafe nicht verdienet hat.

16. Denn deine Stärke ist eine Herrschaft der,Gerechtigkeit. Und weil du über Alle herrschest,'so verschonest du auch Alle.

17 . Denn du hast deine Stärke bewiesen an

denen , ' so nicht glaubten : daß du so gar mäch-tig wärest, und hast dich erzeiget an denen, diesich keck wußten. "i P«r. 3 ,20.

18. Aber du gewaltiger Herrscher, rich-test mit Gelindigkeit, und regierest unsmit vielem Verschonen: denn du ver-magst alles, was du willst.

is. Dein Volk aber lehrest du durch solcheWerke, daß man fromm und gütig seyn soll;und deinen Kindern gibst du damit zu verstehen,sie sollen guter Hoffnung seyn, daß du wollestBuße für die Sünde annchmen.

20. Denn so du die Feinde deiner Kinder, und

die des Todes schuldig waren, mit solchemVerzug und Schonen gestraft hast, und gäbestihnen Zeit' und Raum, damit sie konnten vonihrer Bosheit lassen : * v. 10.

21. Wie ' mit viel größerm Bedacht richtest

du deine Kinder, mit welcher Vätern du hastEid und Bund viel guter Verheißungen aufge-richtet ? ' RÜM. 11 / 24 .

22. Darum, wie oft du unsere Feinde plagest,thust du solches uns zur Zucht, daß wi.' deinerGüte mit Fleiß wahrnehmen; ob wir aber ge-richtet würden, daß wir doch auf deine Barm-herzigkeit trauen sollen.

23. Daher du auch die Ungerechten , so ein un-verständiges Leben führeten, mit ihren eigenenGräueln quältest.

24. Denn sie waren so gar ferne in den Jrr-ihum geraihen, daß'sie auch die Thiere, so keyihren Feinden verachtet waren, für Götter hiel-ten , gleichwie die unverständigen Kinder betrogen.

' c. 11 / 16 . Rrm. 1 / 2 Z.

25. Darum Haft du auch eine fpöttliche Strafeunter sie, als unter unverständige Kinder, ge-schickt.

26. Da sie aber solche fpöttliche Vermahnungnicht bewegte, empfanden sie die ernstliche Got-tesstrafe.

27. Denn sie wurden eben dadurch gequälet,das sie für Götter hielten, welches sie gar übelverdroß, da sie den sahen, den sie vorhin nichtwollten kennen, * und mußten ihn für einenGott bekennen; darum zuletzt die Verdamnmißauch über sie kam. '2 Mos.«/ 19.

Das 13. Capitel.

Strafpredigt wider die Abgöttische».

1. (§s sind zwar alle Menschen natürlich eitel,^ so von Gott nichts wissen, und * an den

sichtbarlichen Gütern, den, der es ist, nichtkennen, und sehen an den Werken nicht, werder Meister ist; ' Rom. i, is. 20.21. Var. 3^ 20.

2. Sondern halten entweder das Feuer, oderWind, oder schnelle Lust, oder die * Sterne,oder mächtiges Wasser, oder die Lichter amHimmel, die die Welt regieren, für Götter.

* 3 Mos. 4/ 19. e. 17/ 3. J-r. 8/ 2.

3. So sie aber an derselbigen schönen GestaltGefallen hatten, und sie also für Götter hielten,sollten sie billig gewußt haben, wie gar * vielbesser der fty, der über solche der Herr ist.Denn der aller Schöne Meister ist, hat solchesalles geschaffen. "Sir.43, 3 .

4. Und so sie sich der Macht und Kraft ver-wunderten; sollten sie billig an denselbigen ge-merkt haben, wie viel mächtiger der fty, dersolches alles zubereitet hat.

5. Denn es kann ja an der großen Schöne undGeschäfte derselbigen Schöpfer, als im Bilde,erkannt werden.

6. Wiewohl über diese nicht so gar hoch zuklagen ist: denn auch sie wohl irren können,wenn sie Gott sucken und gerne fänden.

7. Denn so sie' mit seinem Geschöpf umgehen

und ihm naä denken, werden sie gefangen imAnsehen; weil die Creaturen so schon sind, dieman sichet. ' Wm. ,/19.

8. Doch sind sie damit nicht entschuldiget.

9. Denn haben sie so viel mögen erkennen, daßsie konnten die Creatur doch achten; warumhaben sie nicht viel eher den Herrn derselbigengefunden?

10. Aber das find die Unseligen, und dererHoffnung billig unter die Todten zu rechnen ist,