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[1] (1821) [Altes Testament]
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861
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Achiors Nachricht wird übel belohnt. Judith 5. 6. Achior wird erlöset. 861

von dem Geboth, das ihnen Gott gegeben hatte/daß sie darinnen wandeln sollten.

21. Aber sie sind neulich wieder gekommen ausdem Elend, darinnen sie waren / nachdem sie sichwieder bekehret haben zum Herrn / ihrem Gott;und haben sich wieder gesetzt in diesem Gebirge /und wohnen wiederum zu Jerusalem / da ihrHetligthum ist.

22. Darum, mein Herr, laß forschen, ob sichdieß Volk versündiget hat an ihrem Gott; sowollen wir hinauf ziehen; und ihr Gott wirdsie dir gewißlich in die Hände geben, daß dusie bezwingest.

23 . Haben sie sich aber nicht versündiget anihrem Gott, so schaffen wir nichts wider sie:denn * ihr Gott wird sie beschirmen, und wir

werden zu Spott werden dem ganzen Lande.

' 6 , 2 .

2^. Da Achior solches geredet hatte; wurdenalle Hauptleute des Holofernes zornig , und ge-dachten ihn zu tödten, und sprachen unter ein,ander:

25 . Wer ist dieser, der solches sagen darf, daßdie Kinder Israel sich sollten erwehren wider denKönigNebucadNezar, und sein Kriegsvolk? Sindes doch eitel nackende Leute und keine Krieger.

26. Daß aber Achior sehe, daß er gelogen habe,so laßt uns hinauf ziehen; und wenn wir ihrebesten Leute fangen, so wollen wir Achior mitihnen erstechen lassen, auf daß alle Völker innewerden, daß NebucadNezar ein * Gott des Lan-des sey und kein Anderer, "c. 3, n. r. 6, 2 .

Das 6. Capitel.

Achior wird gen Bethulia gebracht.

1. Darnach ergrimmte Holofernes auch über^ den Achior, und sprach:

2. Wie darfst du uns weissagen, daß'das Volk

Israel solle von seinem Gott Schutz haben?Wenn wir sie aber nun schlagen, wie einen ei-nigen Menschen: so wirst du sehen, daß keinanderer Gott ist, denn allein NebucadNezar; unddann sollst du auch durch der Assyrer Schwertmit ihnen erstochen werden, und ganz Israelsoll mit dir umkommen. So wirst du danninne werden, daß NebucadNezar ein Herr seyaller Welt, * c. 22.23.

3 . Wenn du mit meinem Schwert erstochenwirst, und liegst unter den Erschlagenen Israels,und mußt sterben und verderben.

Meinest du aber, daß deine Weissagung

gewiß ist; so darfst du nicht erschrecken nocherblassen.

s. Wie es ihnen gehen wird, so soll es dirauch gehen; denn ich will dich jetzt zu ihnen schi-cken, daß ich dich mit ihnen strafe.

6 . Da befahl Holofernes seinen Knechten, daßsie Achior greiffen sollten, und hinein gen Be-thulia führen, in die Hände der Kinder Israel.

7 . Und die Knechte Holofernes griffen ihn.Und da sie über das Blachseld ans Gebirgekamen, zogen gegen ihnen heraus die Schützen.

8. Da wichen sie auf eine Seite am Berge,und banden Achior an einen Baum mit Händenund Füßen, und stießen ihn hinunter, und ließenihn also hangen, und zogen wieder zu ihremHerrn.

9. Aber die Kinder Israel kamen heruntervon Bethulia zu ihm, und machten ihn los,und brachten ihn hinein gen Bethulia, und füh-rten ihn unter das Volk, und fragten ihn, wiedas zugegangen wäre, warum ihn die Assyrergehenket hätten?

10. Zu derselbigen Zeit waren die Obersten inder Stadt Osias, der Sohn Micha, vom StammSimeon, und Charmi, der auch Othoniel hieß.

11. Vor diesen Nettesten, und vor allem Volk

sagte Achior alles, * was ihn Holofernes gefragt,und was er geantwortet hätte, und daß ihn Ho-lofernis Leute um dieser Antwort willen hättentödten wollen: aber Holofernes hatte befohlen,man sollte ihn den Kindern Israel überantwor-ten , auf daß, wenn er die Kinder Israel ge-schlagen hätte, daß er ihn, den Achior, auch wolltestrafen und umbringen; ' c. 2.

12. Darum, daß er gesagt hatte, der Gottdes Himmels würde ihr Schutz seyn.

13. Da Achior solches gesagt hatte, fiel allesVolk auf ihr Angesicht, und betheten den Herrnan, weineten alle zugleich und betheten zumHerrn, und sprachen:

1^. Herr, Gott des Himmels und der Erde,siehe an ihren Hochmuth und unser Elend, undsiehe deine Heiligen gnädiglich an, und beweise,daß du nicht verlassest, die auf dich trauen, undstürzest, die auf sich und ihre Macht trotzen.

15. Also weineten und betheten sie den ganzenTag, und trösteten den Achior, und sprachen:

16. Der Gott unserer Väter, deß Macht dugepriesen hast, wird dir es also vergelten, daßsie nicht ihre Lust an dir sehen, sondern daß dusehest, wie daß sie geschlagen und vertilget werden.