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[1] (1821) [Altes Testament]
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Bethulia belagert.

Judith 6. 7.

Wassermangel.

17. Und wenn uns der Herr, unser Gott,errettet; so sey Gott mit dir unter uns. Undwillst du, so sollst du mit allen den Deinen beyuns wohnen.

18. Da nun das Volk wieder von einanderging; führte ihn Osias mit sich in sein Haus,und richtete ein großes Abendmahl zu,

19. Und bath zu sich alle Nettesten und lebtenwohl, nachdem sie lange gefastet hatten.

20. Darnach ward das Volk wieder zusam-men gefordert, und betheten um Hülfe von demGott Israels in der Versammlung die ganzeNacht.

Das 7. Capitel.

Belagerung der Stadt Bethulia.

1. Aes andern Tages geboth Holofernes sei-^ nem Kriegsvolk, daß man auf seyn sollte

Wider Bethulia.

2. Und hatte ' hundert und zwanzig tausendzu Fuß, und zwölf taufend zu Roß, ohne denHaufen, den er gewählet hatte an jedem Ort,wo er ein Land eingenommen hatte. * e. 7.

3. Dieses Kriegsvolk rüstete sich alles wider dieKinder Israel; und sie lagerten sich oben aufdem Be>g gegen' Dothaim, von Belma an bisgen Chelmon, das da liegt gegen Esdrelom.

" e. 5.

4 . Da nun die Kinder Israel das große Volkder Assorer sahen; fielen sie auf die Erde, undlegten Asche auf ihre Häupter, und bachen allezugleich, daß der Gott Israels seine Barm-herzigkeit erzeigen wollte über sein Volk.

Z. Und sie rüsteten sich mit ihren Waffen, undnahmen die Klippen ein am Berge, und bewah-rten sie Tag und Nacht.

6 . Da aber Holofernes umher zog, merkte er,daß außerhalb der Stadt gegen Mittag einBrunnen war, welcher durch Röhren in dieStadt geleitet war. Diese Röhren hieß er ab-hauen.

7. Und wiewohl sie nicht ferne von der Mauerkleine Brünnlein hatten, da sie heimlich Wasserhvhieten : so war es doch kaum so viel, daßsie sich damtr laben konnten.

8. Darum kamen die Ammoniter und Moa-biter zu Holofernes - und sprachen:

9. Die Kinder Israel dürfen sich nicht gegen unswehren; sondern harten sich heimlich auf in denBergen und Hügeln, darunter sie sicher find.

10. Darum laß nur die Brunnen verwahren,daß sie nicht Wasser hohlen mögen; so müssen

sie ohne Schwert sterben, oder die Noth wird siedringen, daß sie die Stadt übergeben müssen,welche sie meinen, - sie nicht zu gewinnen sey,weil sie in Bergen liegt.

11. Dieser Rath gefiel Holofernes und seinenKriegsleuten wohl , und legten je hundert zujeglichem Brunnen.

12. Da man nun zwanzig Tage die Brunnenverwahret hatte; hatten die von Bethulia keinWasser mehr, weder in Cisternen, noch sonst,daß sie einen Tag länger nach Nothdurft habenmöchten; und man mußte täglich den Leuten dasWasser zumessen.

13. Da kam Weib und Mann , Jung und Alt,zu Osta und den Nettesten, klagten und sprachen:Gott sey Richter zwischen euch und uns, daß ihruns in solche Noth bringet, damit, daß ihr unsnicht wolltet lassen mit den Assyrern Friedenmachen; so uns doch Gott in ihre Hände gegebenhat,

14. Und wir keine Hülfe haben, sondern müssenvor ihren Augen vor Durst verschmachten undjämmerlich umkommen.

15. Darum fordert das Volk zusammen, daßWir uns dem Holofernes williglich ergeben.

16. Denn * es ist besser, daß wir uns ergebenund bevm Leben bleiben, und also Gott loben,denn daß wir umkommen, und vor aller Weltzu Schanden werden, und sehen sollen, daßunsere Weiber und Kinder so jämmerlich vorunfern Augen sterben müssen. *«. 3/ 3.

17. Wir bezeugen heute vor Himmel und Erdeund vor unserer Väter Gott, der uns jetzt straftum unserer Sünde willen, daß wir euch gebethenhaben, die Stadt dem Holofernes aufzugeben,daß wir doch durch das Schwert bald umkämen,und nicht so lange vor Durst verschmachteten.

18. Da ward ein großes Heulen und Weinenim ganzen Volk etliche Stunden lang, und schrienzu Gott, und sprachen:

19. Wir haben gesündiget samt unfern Vätern,

* wir haben mißgehandett, und sind gottlos gewe-sen. ' Ps 106, 6 .

20. Aber du bist barmherzig, darum sey unsgnädig und strafe du uns selbst: und dieweil wirdich bekennen, übergib uns nicht' den Heiden,die dich nicht kennen, daß sie nicht rühmen:Wo ist nun ihr Gott ? * Ps. is, 6 . Ps. 42. 4 .11.

21. Da sie nun lange geschrten und geweinethatten, und ein wenig war sttve geworden;stand Osias auf, weinete und sprach:

22. Lieben Brüder, habt doch Geduld und