852 Von Sammlung der Juden. Sacharj
sie meiner gedenken in fernen Ländern; und sollenmit ihren Kindern leben und wiederkommen.
i o. Denn ich will sie wieder bringen aus Egyv-tenland, und will sie sammeln aus Assyrien;und will sie in das Land Gilead und Libanonbringen, daß man nicht Raum für sic finden wird.
i i. Und Er " wird durch das Meer der Angstgehen und die Wellen im Meer schlagen/ daßalle Tiefen des Wassers vertrocknen werden. Dasoll denn geniedriget werden die Pracht zu Assy-rien/ und das Scepter iu Egypten soll aufhören.
* 2 Mos. 14/ 16.
12. Ich will sie stärken in dem Herrn/ daß siesollen * wandeln in seinem Nahmen/ spricht derHerr. * Mich. 4 , 3 .
Das 11 . Capitel.
Do» der Verwüstung des Jüdischen Lundes durch Verachtung Christi,des wahren Hirten, verursachet.
1. Achue deine Thür auf, Libanon, daß das^ Feuer deine Cedern verzehre.
2. Heulet, ihr Tannen, denn die Cedern sindgefallen, und das herrliche Gebäude ist verstöret.Heulet, ihr Eichen Basans, denn der feste Waldist umgehauen.
3 . Man höret die Hirten heulen, denn ihr herr-
liches Gebäude ist verstöret; man höret die jungen* Löwen brüllen, denn die Pracht des Jordansist verstöret. * Nah. 2 , 12 .
So spricht der Herr, mein Gott: Hütheder Schlachtschafe.
s. Denn ihre Herren schlachten sie und haltenes für keine Sünde, verkaufen sie und sprechen:Gelobet sey der Herr, ' ich bin nun reich; undihre Hirten schonen ihrer nicht. "Off. 13,17.
6 . Darum will ich auch nicht mehr schonen derEinwohner im Lande, spricht der Herr. Und siehe,ich will die Leute lassen einen Jeglichen in derHand des Andern und in der Hand seines Königs,daß sie das Land zersü lagen; und will sie nichterretten von ihrer Hand.
7. Und ich hüthete der Schlachtschafe um derelenden Schafe willen; und nahm zu mir zweenStäbe, einen hieß ich "Sanft, den andern hießich Weh; und hüchete der Schafe. * Ps. - 3 ,4.
8 . Und ich vertilgete drey Hirten in einem Mo-nath; denn ich mochte ihrer nicht, so wollten siemeiner auch nicht.
9. Und ich sprach : Ich will eurer nicht hüthen;was da stirbt, das sterbe; was verschmachtet,das verschmachte; und die übrigen fresse ein Jeg-liches des Andern Fleisch.
10. Und ich nahm meinen Stab Sanft, und
a 10 . 11 . 12 . Dreyßig Silberlinge.
zerbrach ihn, daß ich aufhöbe meinen Bund, denich mit allen Völkern gemacht hatte.
11. Und er ward aufgehoben des Tages. Unddie" elenden Schafe, die ans mich hielten, merk-ten dabey, daß es des Herrn Wort wäre.
* vcrS 7.
12. Und ich sprach zu ihnen: Gefällt es euch,so bringet her, wie viel ich gelte; wo nicht, solaßt es anstehen. Und sie wogen dar, wie vielich galt, " dreyßig Silberlinge.
* 2 Mos. 21 , 32. Matth. 26 , 13.
13 . Und der Herr sprach zu mir: Wirf es hin,daß es dem Töpfer gegeben werde. Ey, einetreffliche Summa, der ich Werth geachtet binvon ihnen. Und " ich nahm die dreyßig Silber-linge , und warf sie ins Haus des Herrn, daßes dem Töpfer gegeben würde. * Marth. 27,9.10.
1-4. Und ich zerbrach meinen andern StabWeh, daß ich aufhöbe die Brüderschaft zwi-schen Juda und Israel.
15. Und der Herr sprach zu mir: Nimm aber-mahl zu dir Geräthe eines thörichten Hirten.
16. Denn siehe, "Ich werde Hirten im Landeaufwecken, die das Verschmachtete nicht besuchen,das Zerschlagene nicht suchen, und das Zerbro-chene nicht heilen, und das Gesunde nicht ver-sorgen werden; aber das Fleisch der Fetten werdensie fressen, und ihre Klauen zerreiffen. "Ez.34,3.4.
17. O Götzenhirten, die die Herde lassen. DasSchwert komme auf ihren Arm und auf ihr rech-tes Auge. Ihr Arm müße verdorren, und ihrrechtes Auge dunkel werden.
Das 12 . Capitel.
Die Kirche ist mitten unter der Drangsal in Christo, dem Gekreuzig-ten , durch den Geist der Gnade und des Gebcths, unüberwindlich.
1. ^>ieß ist die Last des Worts vom Herrn^ über Israel, spricht der Herr, "der den
Himmel ausbreitet, und die Erde gründet, undden Odem des Menschen in ihm macht:
* Ps. 104, 2.
2. Siehe, Ich will Jerusalem zum " Tau-melbecher zurichten allen Völkern, die umherfind; denn es wird auch Juda gelten, wennJerusalem belagert wird. " Esaj. 31,22.
3. Dennoch zu derselbigen Zeit will ich Jeru-salem machen zum Lastftein allen Völkern; alle,die denselbigen wegheben wollen, sollen sich daranzerschneiden : denn es werden sich " alle Heidenauf Erden wider sie versammeln. " 14,2.
- 4 . Zu der Zeit, spricht der Herr, will ich alleRosse scheu, und ihren Reitern bange wachen;aber über Jerusalem will ich meine Äugen offen