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Wächter in Ephraim.
Verwüsteter Weinstock.
»
Hose
0. Siehe, fie müßen weg vor dem Verstörer.Egypten wird fie sammeln, und Moph wird fiebegraben. Nesseln werden wachsen, da jetzt ihrliebes Götzen-Silber stehet, und Dornen inihren Hütten.
7 . Die Zeit der Heimsuchung ist gekommen,die Zeit der Vergeltung, deß wird Israel innewerden. Die Propheten find Narren und dieRottengeister find wahnfinnig, um deiner großenMissethat und um der großen feindseligen Ab-götterey willen.
8. Die Wächter in Ephraim hielten sich etwaan meinen Gott; aber nun sind sie Propheten,die * Stricke legen auf allen ihren Wegen durchdie feindselige Abgötterey im Hause ihres Gottes.
* r. i.
y. Sie verderben es zu tief, wie * zu der ZeitGibea; darum wird er ihrer Missethat geden-ken, und ihre Sünde heimsuchen.
* Nicht. 19 / 16. c. 20, 13 .
io. Ich fand Israel in der Wüste wie Trau-ben, und sah eure Väter, wie die ersten Feigenam Feigenbaum; aber hernach gingen fie zu *BaalPeor, und gelobten sich dem schändlichenAbgott, und wurden ja so gräulich, als ihreBuhlen. ' 4 Mos. 2s, 3.
i i. Darum muß die Herrlichkeit Ephraimswie ein Vogel wegfliegen, daß fie weder gebären,noch tragen, noch schwanger werden sollen.
12. Und ob fie ihre Kinder gleich erzögen,will ich sie doch ohne Kinder machen, daß sienicht Leute seyn sollen. Auch wehe ihnen, wennich von ihnen bin gewichen.
13 . Ephraim, als ich es ansehe, ist gepflanzetund ' hübsch wie Tyrus; muß aber nun ihreKinder heraus lassen dem Todtschläger.
* Ezcch. 27, 3.
14 . Herr, gib ihnen! Was willst du ihnenaber geben? Gib ihnen unfruchtbare Leiber,und verfiegene Brüste.
15 . Me ihre Bosheit geschieht zu Eilgal,daselbst bin ich ihnen feind; und ich will fieauch um ihres bösen Wesens willen aus meinemHause stoßen, und nicht mehr Liebe erzeigen;denn * alle ihre Fürsten sind Abtrünnige.
* Esaj. 1, 23.
16. Ephraim ist geschlagen; ihre Wurzel istverdorret, daß sie keine Frucht mehr bringenkönnen. Und * ob fie gebären würden, will ichdoch die liebe Frucht ihres Leibes tödten. "v. 12 .
17. Mein Gott wird fie verwerfen, darum,daß fie ihn nicht hören wollen; und müßen unterden Heiden in der Irre gehen.
a 9. 10.
Das 10. Capitek.
Warnung der Israeliten vor ihrem Untergang.
I. Israel ist ein verwüsteter Weinstock, seine^ Frucht ist eben auch also. * So viele
Früchte er hatte, so viele Altäre hatte er ge-macht; wo das Land am besten war, da stif-teten fie die schönsten Kirchen. * c. 12,12.
2. Ihr Herz ist zertrennet , nun wird fie ihreSchuld finden; ihre Altäre sollen zerbrochen,und ihre Kirchen sollen verstöret werden.
3. Alsdann müßen sie sagen: "Wir haben kei-nen König; denn wir fürchten den Herrn nicht,was kann uns der König nun helfen?* 8°h. 19 , 16 .
4 . Sie schwuren vergeblich, und machten einenBund; und solcher Rath grünete auf allen Fur-chen im Felde, wie Galle.
5. Die Einwohner zu Samaria sorgen für dieKälber zu * BethAven: denn sein Volk trauertum ihn, über welchen doch feine Camarim(Götzen-priester) sich pflegten zu freuen seiner Herrlichkeithalben; denn es ist von ihnen weggeführet.
* e. 4 , 16 .
6. Ja das Kalb ist in Assyrien gebracht, zumGeschenk dem Könige zu Jareb. Also muß *Ephraim mit Schanden stehen, und Israel
schändlich gehen mit seinem Vornehmen.
* c. 6 , 9.
7 . Denn der König zu Samaria ist dahin,wie ein Schaum auf dem Wasser.
8. Die Höhen zu Aven sind vertilget, damitsich Israel versündigte; Disteln und Dornenwachsen auf ihren Altären. Und * fie werdensagen : Ihr Berge, bedecket uns, und ihr Hü-gel , fallet über uns. * Luc. 23,30.
9. Israel, du hast seit der "ZeitGibea gesündi-get, dabey sind sie auch geblieben; aber es sollsie nicht des Streits zu Gibea gleichen ergreifen,so wider die bösen Leute geschah: * Nicht. 19,26.
10. Sondern ich will fie züchtigen nach meinemWunsch, daß Völker sollen über fie versammeltkommen, wenn ich fie werde strafen um ihrezwo Sünden.
II. Ephraim ist ein Kalb, gewöhnt, daß esgerne drischet. Ic h will ihm über seinen schönenHals fahren; ich will Ephraim reiten, Judasoll pflügen und Jakob eggen.
12. Darum säet euch Gerechtigkeit, und erntetLiebe, und pflüget anders, weil es ' Zeit istden Herrn zu suchen, bis daß er komme, undt regne über euch Gerechtigkeit.
' Esaj. 63, 6. ch Esaj. 46, 8.