Belsazer wird D a 11 i
und ehrete den, so ewiglich lebet, deß * Gewaltewig ist, und sein Reich für und für währet;
' c. 7/ 14.
32. Gegen welchen alle, so auf Erden woh-nen, als nichts zu rechnen find. Er macht eswie er will, beydes mit den Kräften im Him-mel , und mit denen, so auf Erden wohnen:Und Niemand kann seiner Hand wehren, noch* zu ihm sagen: Was machst du? ' Pr--. s, 4 .
33 . Zu derselbigen Zeit kam ich wieder zurVernunft, auch zu meinen königlichen Ehren,zu meiner Herrlichkeit, und zu meiner Gestalt.Und meine Räthe und Gewaltigen' suchten mich;und ward wieder in mein Königreich gesetzt,und ich überkam noch größere Herrlichkeit.
* 2 Sam. 19/ 41.
34. Darum lobe ich, NebucadNezar, und ehreund preise den König vom Himmel. Dennalles sein Thun ist Wahrheit, und seineWege sind recht: und * wer stolz ist,den kann er demüthigen.*e.20. Luc. 1,51.
Das 5. Capitel.
Des gottlosen Königs Bclsazers Mahl und Untergang.
1. bönig Belsazer machte ein herrliches Mahl j^ tausend seinen Gewaltigen und Haupt-leuten , und soff sich voll mit ihnen.
2. Und da er trunken war, hieß er die golde-nen und silbernen Gefässe herbringen, die seinVater NebucadNezar aus dem Tempel zu Jeru-salem weggenommen hatte; daß der König mitseinen Gewaltigen, mit seinen Weibern und mitseinen Kebsweibern daraus tränken.
3. Also wurden hergebracht die goldenen Ge-fäffe, die aus dem Tempel, aus dem HauseGottes zu Jerusalem, genommen waren; undder König, seine Gewaltigen, seine Weiber undKebsweiber tranken daraus.
4 . Und da sie so soffen, lobten sie die goldenen,silbernen, ehernen, eisernen, hölzernen und stei-nernen Götter.
s. Eben zu derselbigen Stunde gingen hervorFinger, als einer Menschenhand, die schriebengegen dem Leuchter über, auf die getünchte Wand,tu dem königlichen Saal. Und der König wardgewahr der Hand, die da schrieb.
6 . Da entfärbte sich der König, und seineGedanken erschreckten ihn, daß ihm die Lendenschulterten, und die Beine zitterten.
7. Und der König rief überlaut, ' daß mandie Weisen, Chaldäer und Wahrsager heraufbringen sollte. Und ließ den Weisen zu Babel
l 4 . 5 . erschreckt. 80 ^
sagen: Welcher Mensch diese Schrift liefet,und sagen kann, was sie bedeute; der soll mitPurpur gekleidet werden, und goldene Kettenam Halse tragen, und der dritte Herr seyn inmeinem Königreich. ' c. 2,2. <. 4 ,3.
8. Da wurden alle Weisen des Königs heraufgebracht; aber sie konnten weder die Schriftlesen, noch die Deutung dem Könige anzeigen.
9. Deß erschrak der König Belsazer nochhärter, und verlor ganz seine Gestalt; undseinen Gewaltigen ward bange.
10. Da ging die Königin« um solcher Sachewillen des Königs und seiner Gewaltigen hinaufin den Saal, und sprach: ' Herr König, Gottverleihe dir langes Leben; laß dich deine Gedan-ken nicht so erschrecken, und entfärbe dich nicht also.
* c. 2, 4 . c. 3 , 9.
11. Es ist ein Mann in deinem Königreich,der * den Geist der heiligen Götter hat. Dennzu deines Vaters Zeit ward bey ihm Erleuchtungerfunden, Klugheit und Weisheit, wie der Göt-ter Weisheit ist; und dein Vater, König Ne-bucadNezar, setzte ihn über die Sternseher,Weisen, Chaldäer und Wahrsager;
* c. 4 , 5 . 6 . 15 .
12. Darum, daß ein hoher Geist bey ihmgefunden ward, dazu Verstand und KlugheitTräume zu deuten, dunkle Sprüche zu errarhen,und verborgene Sachen zu offenbaren; nähmlichDaniel, den der König ließ Beltsazar nennen.So rufe man nun Daniel, der wird sagen,was es bedeute.
13. Da ward Daniel hinauf vor den Königgebracht. Und der König sprach zu Daniel:Bist D u der Daniel, der Gefangenen einer ausJuda, die der König, mein Vater, aus Judahergebracht hat?
14 . Ich habe von dir hören sagen, daß duden Geist der heiligen Götter habest, und Er-leuchtung, Verstand und hohe Weisheit beydir gefunden sey.
15. Nun habe ich vor mich fordern lassen dieKlugen und Weisen, daß sie mir diese Schriftlesen und anzeigen sollten, was sie bedeute;und sie können mir nicht sagen, was solchesbedeute.
16. Von dir aber höre ich, daß du könnestdie Deutung geben und das Verborgene offenba-ren. Kannst du nun die Schrift lesen, und miranzeigen, was sie bedeute; so sollst du mit Pur-pur gekleidet werden, und goldene Ketten au
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