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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
802
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802 Auslegung des Traums,

Daniel 4.

Desselben Erfüllung.

12. Doch laßt den Stock mit seinen Wurzelnin der Erde bleiben; er aber soll in eisernen undehernen Ketten auf dem Felde im Grase gehen;er sbll unter dem Thau des Himmels liegen,und naß werden, und soll sich weiden mit denThieren von den Kräutern der Erde.

13. Und das menschliche Herz soll von ihmgenommen, und eiu viehisches Herz ihm gegebenwerden, bis daß sieben Zeiten über ihm umfind.

i^. Solches ist im Rath der Wächter beschlos-sen, und im Gespräch der Heiligen beratschla-get , auf daß die Lebendigen erkennen, daß der* Höchste Gewalt hat über der Menschen König-reiche, und gibt sie, wem er will, und t erhöhetdie Niedrigen zu denselbigen.

* c. 2, 21. « i Sam. 16/1. 12-.

1 Z. Solchen Traum habe ich König Nebucad-Nezar gesehen. Du aber, Beltsazar, sage,was er bedeute; denn alle Weisen in meinemKönigreich können mir nicht anzeigen, was erbedeute; du aber kannst es wohl, denn derGeist der heiligen Götter ist bey dir.

. Da entsetzte sich Daniel, der sonst Beltsa-zar heißt, bey einer Stunde lang; und seineGedanken betrübten ihn. Aber der König sprach:Beltsazar, laß dich den Traum und seine Deu-tung nicht betrüben. Beltsazar fing an, undsprach: Ach mein Herr, daß der Traum deinenFeinden und seine Deutung deinen Widerwär-tigen gälte.

17 . Der Baum, den du gesehen Haft, daß ergroß und dick war, und seine Höhe bis an denHimmel reichte, und breitete sich über das ganzeLand,

1 8 . Und seine Aeste schön, und seiner Früchteviel, davon alles zu essen hatte, und die Thiereauf dem Felde unter ihm wohneten, und ' dieVogel des Himmels auf seinen Aesten saßen;

* Ej-ch. 31, 6.

ly. Das bist du, König, ' der du so großund mächtig bist; denn deine Macht ist groß,und reichet an den Himmel, und deine Gewaltlanget bis an der Welt Ende. * c. r, 37. c. s, 18.

20. Daß aber der König einen heiligen Wäch-ter gesehen hat, vom Himmel herab fahren undsagen : Hauer den Baum um und verderbet ihn,doch den Stock mit seinen Wurzeln laßt in derErde bleiben; er aber soll in eisernen und eher-nen Ketten auf dem Felde im Grase gehen , undunter dem Thau des Himmels liegen, und naß

werden, und sich mit den Thieren auf dem Feldeweiden, bis über ihn sieben Zeiten um find;

21. Das ist die Deutung, Herr König, undsolcher Rath des Höchsten gehet über meinenHerrn König.

22. Man 'wird dich von den Leuten verstoßen,und mußt bey den Thieren auf dem Felde bleiben;und man wird dich Gras essen lassen, wie dieOchsen; und wirst unter dem Thau des Himmelsliegen und naß werden, bis über dich siebenZeiten um find: auf daß du erkennest, daß derHöchste Gewalt hat über der Menschen König-reiche , und gibt sie, wem er will. ' -- 3, 21.

23. Daß aber gesagt ist, man solle dennochden Stock mit seinen Wurzeln des Baums blei-ben lassen; dein Königreich soll dir bleiben,wenn du erkannt hast die Gewalt im Himmel.

2^. Darum, Herr König, laß dir meinenRath gefallen; und mache dich los von deinenSünden durch Gerechtigkeit, und ledig von deinerMiffethat durch * Wohlthat an den Armen:so wird er Geduld haben mit deinen Sünden.

* Sprüchw. 16, 6.

25. Dieß alles wiederfuhr dem Könige Nebucad-Nezar.

26. Denn nach zwölf Monathen, da der Kö-nig auf der königlichen Burg zu Babel ging;

27. Hob er an, und sprach: Das ist die großeBabel , die ich erbauet habe zum königlichenHause, durch meine große Macht, zu Ehrenmeiner Herrlichkeit.

28. Ehe der König diese Worte ausgeredethatte, siel eine Stimme vom Himmel: Dir,König NebucadNezar, wird gesagt: Drin König-reich soll dir genommen werden;

29. Und man wird dich von den Leuten ver-stoßen , und sollst bey den Thieren, so auf demFelde gehen , bleiben; Gras wird man dich essenlassen, wie Ochsen, bis daß über dich siebenZeiten um find, auf daß " du erkennest, daß derHöchste Gewalt hat über der Menschen König-reiche, und gibt sie, wem er will. '-.3,21.

30. Von Stund an ward das Wort vollbrachtüber NebucadNezar, nnd er ward von den Leu-ten verstoßen, und er Gras wie Ochsen,und sein Leib lag unter dem Thau des Him-mels, und ward naß; bis sein Haar wuchs,so groß als Adlers Federn, und seine Nägel wieVogelsklanen wurden.

31. Nach dieser Zeit hob ich, NebucadNezar,meine Augen auf gen Himmel, und kam wiederzur Vernunft, und lobte den Höchsten. Ich pries