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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
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801
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Drey Männer im Feuerofen erhalten. Daniel 3. 4.

NebucadNezars Traum. 801

sosehr, daß die Männer, sodenSadrach, Me-sach und AbedNego verbrennen sollten, verdarbenvon des Feuers Flammen.

23 . Aber die drey Männer, Sadrach, Mesachund AbedNego, fielen hinab in den glühendenOfen, wie fie gebunden waren.

2^. Da entsetzte fich der König NebueadNezar,und fuhr eilend auf, und sprach zu seinen Rä-chen : Haben wir nicht drey Männer gebundenin das Feuer lassen werfen? Sie antworteten,und sprachen zum Könige: Ja, Herr König.

25 . Er antwortete, und sprach: Sehe ichdoch vier Männer los im Feuer gehen, und findunversehrt; und der vierte ist gleich, als wäreer ein Sohn der Götter.

26. Und NebueadNezar trat hinzu vor das

Loch' des glühenden Ofens und sprach: Sadrach,Mesach, AbedNego, ihr Knechte Gottes desHöchsten, gehet heraus, und kommt her. Dagingen Sadrach, Mesach und AbedNego herausaus dem Feuer. * Es«,. 4 s, w.

27 . Und die Fürsten, Herren, Vögte undRäthe des Königs kamen zusammen, und sahen,daß das Feuer keine Macht am Leibe dieser Män-ner bewiesen hatte, und ihr Haupthaar nichtversenget, und ihre Mäntel nicht versehrt wa-ren; ja man konnte keinen Brand an ihnenriechen.

28. Da fing an NebueadNezar, und sprach:

Gelobet sey der Gott Sadrachs, Mesachs undAbedNego, * der seinen Engel gesandt und seineKnechte errettet hat, die ihm vertrauet und desKönigs Geboth nicht gehalten; sondern ihrenLeib dargegeben haben, daß fie keinen Gottehren, noch anbethen wollten, ohne allein ihrenGott. * c. 6, 22 .

29. So sey nun dieß mein Gebots): Welcherunter allen Völkern, Leuten und Zungen denGott Sadrachs, Mesachs und AbedNego lästert,der soll umkommen, und sein Haus schändlichverstöhret werden. Denn es ist kein andererGott, der also erretten kann, als dieser.

30. Und der * König gab Sadrach, Mesachund AbedNego große Gewalt im Lande zu Babel.

* e. 2 , 48. 49.

(Anfang des 4. CapitclS.)

Zt.Aönlg NebueadNezar, allen Völkern, Leu-ten und Zungen. Gott gebe euch vielFrieden!

32 . Ich sehe es für gut an, daß ich verkündigedie Zeichen und Wunder, so Gott der Höchstean mir gethan hat.

33. Denn seine Zeichen find groß, und seineWunder find mächtig; und ' sein Reich ist einewiges Reich, und seine Herrschaft währet für

Uttd für. "c. 6, 26. e. 7 , 14.

Das 4. Capitel.

NebucadNezars Traum und desselben Auslegung durch Daniel.

1. ^ch, NebueadNezar, da ich gute Ruhe hatte^ in meinem Hause, und es wohl stand

auf meiner Burg;

2. Sähe ich einen Traum, und erschrak, unddie Gedanken, die ich auf meinem Bette hatteüber dem Geficht, so ich gesehen hatte, betrüb-ten mich.

3. Und ich befahl, daß alle Weisen zu Babelvor mich herauf gebracht würden , daß fie mirsageten, was der Traum bedeutete.

Da brachte man herauf die Sternseher,Weisen, Chaldäer und Wahrsager; und icherzählte den Traum vor ihnen: aber fie konn-ten mir nicht sagen, was er bedeute.

5 . Bis zuletzt Daniel vor mich kam, welcherBeltsazar heißt, nach dem Nahmen meines Got-tes , der * den Geist der heiligen Götter hat.Und ich erzählte vor ihm den Traum:

* c. 3, ii. 14.

6 . Beltsazar, du Oberster unter den Stern-sehern , welchen ich weiß, daß du den Geist derheiligen Götter hast und * dir nichts verborgenist, sage das Geficht meines Traums , den ichgesehen habe, und was er bedeutet. * Ez. 28,3.

7 . Dieß ist aber das Geficht, das ich gesehenhabe auf meinem Bette: Siehe, es stand ein* Baum mitten im Land, der war sehr hoch,

' Ezech. 3i, 3.

8 . Groß und dick; seine Höhe reichte bis inHimmel, und breitete fich aus bis ans Ende desganzen Landes;

9. Seine Aeste waren schön und trugen vieleFrüchte, davon alles zu essen hatte; alle Thiereauf dem Felde fanden Schatten unter ihm,und die * Vögel unter dem Himmel saßen aufseinen Aesten; und alles Fleisch nährte fich von

ihM. ' Ezech. 17, 23.

10. Und ich sah ein Gesicht auf meinem Bette,und siehe, ein heiliger Wächter fuhr vom Him-mel herab;

11. Der rief überlaut, und sprach also: *

Hauet den Baum um, und behauet ihm dieAeste, und streifet ihm das Laub ab, und zer-streuet seine F üchte, daß die Thiere, so unterihm liegen, weglaufen, und die Vögel von seinenZweigen fliegen. 20 .