800 Götzenbild. Juden verklagt. Dan
'ihm große und viele Geschenke, und machte ihnzum Fürsten über das ganze Land zu Babel,und setzte ihn zum Obersten über alle Weisenzu Babel. '». 6 .
49. Und Daniel bath vom Könige, daß erüber die Landschaften zu Babel setzen möchteSadrach, Mesach, AbedNego: und er, Daniel,blieb bey dem Könige zu Hofe.
Das 3. Capitel.
Der Freunde Daniels Standhaftigkeit und Gottesfurcht.
1. ^>er König NebucadNezar ließ ein goldenes^ Bild machen, sechzig Ellen hoch und
sechs Ellen breit; und ließ es setzen im Landezu Babel im Thal Dura.
2. Und der König NebucadNezar sandte nachden Fürsten, Herren, Landpflegern, Richtern,Vögten, Rathen, Amtleuten und allen Gewal-tigen im Lande, daß sie zusammen kommensollten, das Bild zu weihen, das der KönigNebucadNezar hatte setzen lassen.
3. Da kamen zusammen die Fürsten, Herren,Landpfleger, Richter, Vögte, Räthe, Amtleuteund alle Gewaltigen im Lande, das Bild zuweihen, das der König NebucadNezar hattesetzen lassen. Und sie mußten gegen das Bildtreten, das NebucadNezar hatte setzen lassen.
4. Und der Ehrenhold rief überlaut: Das laßteuch gesagt seyn, ihr Völker, Leute und Zungen;
5. Wenn ihr hören werdet den Schall derPosaunen, Trompeten, Harfen, Geigen, Psal-ter , Lauten und allerley Saitenspiel; so solltihr niederfallen und das goldene Bild anbethen,das der König NebucadNezar hat setzen lassen.
6. Wer aber alsdann nicht niederfällt und an-Vethet, der soll von Stund an in den glühen-den Ofen geworfen werden.
7. Da sie nun höreten den Schall der Posau-nen, Trompeten, Harfen, Geigen, Psalter undallerley Saitenspiel: sielen nieder alle Völker,Leute und Zungen, und betheten an das goldeneBild, das der König NebucadNezar hatte setzenlassen.
8. Von Stund an traten hinzu etliche Chal-däische Männer, und verklagten die Juden;
9. Fingen an, und sprachen zum Könige Ne-
bucadNezar : Herr König, ' Gott verleihe dirlanges Leben. *c. 2,4. c.10.
10. Du hast ein ' Geboth lassen ausgehen,daß alle Menschen, wenn sie hören würden denSchall der Posaunen, Trompeten, Harfen,Geigen, Psalter, Lauten, und allerley Saiterr-
e l 3. Drey Männer im Feuerofen.
spiel, sollten sie niederfallen und das goldeneBild anbethen; " e. 6,12.
11. Wer aber nicht niedersiele und anbethets,sollte in einen glühenden Ofen geworfen werden.
12. Nun sind da Jüdische Männer, welche duüber die Aemter im Lande zu Babel gesetzethast, Sadrach, Mesach und AbedNego; die-selbigen verachten dein Geboth und ehren deineGötter nicht, und bethen nicht an das goldeneBild, das du hast setzen lassen.
13. Da befahl NebucadNezar mit Grimm undZorn, daß man vor ihn ftellete Sadrach, Me-sach und AbedNego. Und die Männer wurdenvor den König gestellet.
14. Da fing NebucadNezar an, und sprach zuihnen: Wie? Wollt ihr, Sadrach, Mesach,AbedNego, meinen Gott nicht ehren; und dasgoldene Bild nicht anbethen, das ich habe setzenlassen?
15. Wohlan, schicket euch: so bald ihr hörenwerdet den Schall der Posaunen, Trompeten ,Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerleySaitenspiel; so fallet nieder und bethet das Bildan, das ich habe machen lassen. Werdet ihres nicht anbethen, so sollt ihr von Stund anin den glühenden Ofen geworfen werden. Laßtsehen, wer der Gott sey, der euch aus meinerHand erretten werde.
16. Da fingen an Sadrach, Mesach, Abed-»Nego, und sprachen zum Könige NebucadNezar:Es ist nicht noth, daß wir dir darauf antworten.
17. Siehe, unser Gott, den wir ehren, kannuns wohl erretten aus dem glühenden Ofen,dazu auch von deiner Hand erretten.
18. Und wo er es nicht thun will; so sollst dudennoch wissen, ' daß wir deine Götter nichtehren, noch das goldene Bild, das du Haft setzenlassen, anbethen wollen. *2M°s. 20, s.
19. Da ward NebucadNezar voll Grimm,und stellete sich scheußlich wider Sadrach, Me-sach, und AbedNego, und befahl, man sollteden Ofen siebenmal)! heisser machen, deun mansonst zu thun pflegte.
20. Und befahl den besten Kriegsleuten, diein seinem Heer waren, daß sie Sadrach, Me-sach und AbedNego bünden und in den glühen-den Ofen würfen.
21. Also wurden diese Männer in ihren Män-teln , Schuhen, Hüten und andern Kleidern,gebunden und in den glühenden Ofen geworfen.
22. Denn des Königs Geboth mußte mau erlendthun. Und man schürete das Feuer im Ofen
so