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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
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692
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692 Jeremiä Lebensgefahr I e r e m i a 11. 12. und Klage.

i i. Darum siehe, spricht der Herr, ich willein Unglück über sie gehen lassen, dem sie nicktsollen entgehen mögen; und ' wenn sie zu mirschreyen, will ich sie nicht hören.

* Spk. 1/ 28. Esaj. 1, 13.

12. So laß denn die Städte Juda und dieBürger zu Jerusalem hingehen und zu den Göt-tern schreyen, denen sie geräuchert haben; aber

* sie werden ihnen nicht helfen in ihrer Noth.

* «. 2/ 28 . 3 Mos. 32, 37. 38.

13. Denn * so manche Stadt, so manche Göt-ter hast du, Juda; und so manche Gassen zuJerusalem sind, so manchen Sckandaltar habtihr aufgerichtet, dem Baal zu räuchern.

* Hos. 10, 1. c. 12 , 12 .

i^. So bitte * Du nun nicht für dieß Volk,und thue kein Flehen noch Gebeth für sie; dennich will sie nicht hören, wenn sie zu mir schreyenin ihrer Noth. * c. 7,16.

15. Was haben meine Freunde in meinemHause zu schaffen? Sietreiben alle Schalkheit,und meynen, das heilige Fleisch soll es von ihnennehmen; und wenn sie übel thun, sind sie guterDinge darüber.

16. Der Herr nannte dich einen grünen , schö-nen, fruchtbaren Oehlbaum: aber nun hat ermit einem großen Mordgeschrey ein Feuer umdenselbigen angezündet, daß seine Aeste verder-ben müssen.

17. Denn der Herr Zebaoth, der dich gepflan-zet hat, hat dir ein Unglück gedrohet, um derBosheit willen des Hauses Israel und des Hau-ses Juda, welche sie treiben, daß sie mich erzür-nen mit ihrem Räuchern, das sie dem Baalthun.

18. Der Herr hat mirs geoffenbaret, daß iches weiß, und zeigte mir ihr Vornehmen,

19. Nähmltch, daß sie mich, wie ein armes

* Schaf, zur Schlachtbank fuhren wollen. Dennich wußte nicht, daß sie wider mich berathschla-get hatten, und gesagt: -i- Laßt uns den Daummit seinen Früchten verderben, und ihn aus demLande der Lebendigen ausrotten, daß seinesRahmens nimmermehr gedacht werde.

* Esaj. 63, 7 . -i-Ps.. 83, 3 .

20. Aber du, Herr Zebaoth, du gereckterRichter, der du "Nieren und Herzen prüfest,laß mich deine Rache über sie sehen; denn ichhabe Dir meine Sache befohlen. *Ps. 7,10.

21. Darum spricht der Herr also wider dieMänner zu Anathoth, die dir nack deinem Le-ben stehen, und sprechen: Weissage uns nicht im

Nahmen des Herrn, willst du anders nicht vonunfern Händen sterben.

22. Darum spricht der Herr Zebaoth also:Siehe ich will sie heimsuchen; ihre junge Mann-schaft sollen mit dem Schwert getodtet werden,und ihre Söhne und Töchter Hungers sterben,daß nichts von ihnen überbleibe:

23. Denn ich will über die Männer zu Ana-thorh Unglück gehen lassen des Jahrs, wenn sieheimgesucht werden sollen.

Das 12. Capitel.

Dcr Gottlosen Glückseligkeit nimmt bald ein Ende.

1. 6 >err, wenn ich gleich mit dir rechten wollte,so behältst Du doch Recht; dennoch mußich vom Recht mit dir reden. Warum ' gehetes dcch den Gottlosen so wohl, und die Ver-ächter haben alles die Fülle? "Hwb2i,7. Ps. 73 , 3 .

2. Du pflanzest sie, daß sie wurzeln und wach,sen und bringen Frucht; du lässeft sie viel von dirrühmen, und züchtigest ste nicht.

3. Mick aber, Herr, kennest du, und stehestmick, und prüfest mein Herz vor dir. Aber dulässest sie ftev gehen, wie Schafe, daß sie ge-schlachtet werden; und sparest sie, daß sie ge-würget weiden.

Wie lauge soll doch das Land so jämmer-lich stehen, und das Gras auf dem Felde allent-halben verdorren um der Einwohner Bosheitwillen, daß beydes " Vieh und Vogel nimmer dasind? Denn sie sprechen: Ja, er weiß viel, wiees uns gehen wird. " e. s, io.

5. Wenn dich die müde machen, die zu Fußegehen; wie will dirs gehen, wenn du mit denReitern laufen sollst? Und so du im Lande, daes Friede ist, Sicherheit suchest; was will mitdir werden bey dem hoffartigen Jordan?

6. Denn es verachten dich auch deine Brüderund deines Vaters Haus, und schreyen Zeterüber dich. Darum vertraue du ihnen nicht,wenn sie gleich freundlich mit dir reden.

7 . Darum habe ich mein Haus verlassen müs-sen , und mein Erbe meiden, und meine liebeSeele in der Feinde Hand geben.

8 . Mein Erbe ist mir geworden wie ein Löweim Walde, und brüllet wider mich; darum binich ihm gram geworden.

9. Mein Erbe ist wie der sprenglichte Vogel,um welchen sich die Vögel sammeln. Wohlaufund sammelt euch, alle Feldthiere, kommt undfresset.