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[1] (1821) [Altes Testament]
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693
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Weinberg verdorben. Gürtel versteckt. Ieremia 12. 13. Gedrohete Verwüstung. 693

10. Es haben Hirten, und derer viele, meinenWeinberg verderbet und meinen Acker zertreten;sie haben meinen schönen Acker zur Wüste gemacht,sie haben es öde gemacht.

11. Ich sehe bereits, wie es so jämmerlich ver-wüstet ist; ja das ganze Land ist wüste. Aberes ' will es Niemand zu Herzen nehmen.

* Esaj. -7, 1.

1?. Denn die Verstörer fahren daher über alleHügel der Wüste, und das fressende Schwertdes Herrn von einem Ende des Landes bis zumandern; und kein Fleisch wird Frieden haben.

13 . Sie säen * Weizen, aber Disteln werdensie ernten; sie lassen es ihnen sauer werden,aber sie werden es nicht genießen: sie werdenihres Einkommens nicht froh werden, vor demgrimmigen Zorn des Herrn.

' L Mos. 28 , 38. Hos 8, 7. Hag. 1, 6.

14 . So spricl r der Herr wider alle meine böseNachbarn, so das Erbtheil antasten, das ichmeinem Volk Israel ausgetheikt habe: Siehe,ich will sie aus ihrem Lande ausreissen, und dasHaus Juda aus ihrem Mittel reißen.

15 . Und wenn ich sie nun ausgerissen habe;will ich mich wiederum über sie erbarmen, undwill einen Jeglichen zu seinem Erbtheil, und insein Land wieder bringen.

16. Und soll geschehen, wo sie von meinemVolk lernen werden, daß sie ' schwören beymeinem Nahmen: So wahr der Herr lebet,wie sie (zuvor) mein Volk gelehret haben schwö-ren bey Baal; so sollen sie unter meinem Volkerbauet werden. *«. 4,2.3 Mos. 6 , 13. c. io, 20.

17. Wo sie aber nicht hören wollen; so willich solches Volk ausreissen und umbringen,spricht der Herr.

Das 13. Capitel.

Straft -er Juden, in Bildnissen von leinenem Gürtel und Weinlä'gel.

1. A0 spricht der Herr zu mir: Gehe hin,^ und kaufe dir einen leinenen Gürtel,

und gürte damit deine Lenden, und mache ihnnicht naß.

2. Und ich kaufte einen Gürtel nach dem Be-fehl des Herrn, und gürtete ihn um meine Lenden.

Z. Da geschah des Herrn Wort zum andernMahl zu mir, und sprach:

4 . Nimm den Gürtel, den du gekauft und umdeine Lenden gegürtet hast; und mache dich auf,und gehe hin an den Phrath , und verstecke ihndaselbst in einen Steinritz.

2. Ich ging hin, und versteckte ihn am Phrath,wie mir der Herr gebvthen hatte.

6 . Nach langer Zeit aber sprach der Herr zumir: Macke dich auf, und gehe hin an denPhrath, und hohle den Gürtel wieder, den ichdich hieß daselbst verstecken.

7 . Ich ging hin an den Phrath, und grub auf,und nahm den Gürtel von dem Ort, dahin ichihn versteckt hatte; und siehe, der Gürtel warverdorben, daß er nichts mehr taugte.

8 . Da geschah des Herrn Wort zu mir, undsprach:

9. So spricht der Herr: Eben also will ichauch verderben die große Hoffart Juda und Je-rusalems.

10. Das böse Volk, das meine Worte nichthören will, sondern 'gehen hin nach Gedünkenihres Herzens, und folgen andern Göttern, daßsie denselbigen dienen und sie anbethen; sie sollenwerden wie der Gürtel, der nichts mehr taugt.

* e. 11, 8. c. 16, 12.

11. Denn gleichwie ein Mann den Gürtel umseine Lenden bindet; also habe ich, spricht derHerr, das ganze Haus Israel und das ganzeHaus Inda um mich gegürtet, daß sie meinVolk seyn sollten, zu einem Nahmen, Lob undEhren; aber sie wollen nicht hören.

12. So sage ihnen nun dieß Wort: So sprichtder Herr, der Gott Israels: Es sollen alle Lä-get mit Wein gefüllet werden. So werden siezu dir sagen: Wer weiß das nicht, daß manalle Läge! mit Wein füllen soll?

13 . So sprich zu ihnen: So spricht der Herr:Siehe, ich will alle, die in diesem Lande woh-nen, die Könige, so auf dem Stuhl Davidssitzen, die Priester und Propheten, und alle Ein-wohner zu Jerusalem füllen, daß sie trunkenwerden sollen.

14. Und will Einen mit dem Andern, die Vä-ter sammt den Kindern, zerstreuen, spricht derHerr; und will weder schonen , noch übersehennoch barmherzig seyn über ihrem Verderben.

15. So höret nun, und merket auf, und trotzetnicht; denn der Herr hat es geredet.

16. Gebet dem Herrn, euerm Gott, die Ehre,ehe denn es sinster werde, und ehe eure Füße sichan den dunkein Bergen stoßen; daß ihr des Lichtswartet, so er es doch gar sinster und dunkelmachen wird.

17. Wollt ihr aber solches nicht hören, so mußmeine Seele doch heimlich weinen über solcherHoffart; meine ' Augen müssen mit Thränenßießen, daß des Herrn Herde gefangen wird.

- t. s, 1 . «. 14, 17.