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[1] (1821) [Altes Testament]
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689
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Gedrohete Strafen der Unbußfertigkeit. Ieremia 8. 9. Jeremiä Klage über des Volks Sünden. 689

Das 9. Capitel.

Jeremiä Klage über seines Volks Sünden, und derselben Strafe.

daß sie es gering achten sollen , und sagen: *Friede, Friede! und ist doch nicht Friede.

* c. 6, 14. Mich. 3/6. 11.

12 . Darum * werden sie mit Schanden beste-hen, daß sie solche Gräuel treiben. Wiewohlsie wollen ungeschändet seyn, und wollen sich nichtschämen. Darum müssen sie fallen über einenHaufen, und wenn ich sie heimsuchen werde,sollen sie fallen, spricht der Herr. * c. 6, i6.

13. Ich will sie also ablefen, spricht der Herr,daß keine Trauben am Weinstock, und keine Fei-gen am Feigenbaum bleiben, ja auch die Blät-ter Wegfällen sollen; und was ich ihnen gegebenhabe, das soll ihnen genommen werden.

i^. Wo werden wir dann wohnen ? Ja, sam-melt euch dann, und laßt uns in die VestenStädte ziehen, und daselbst auf Hülfe harren.Denn der Herr, unser Gott, wird uns helfenmit einem bittern Trunk, daß wir so sündigenwider den Herrn.

16. Ja, verlaßt euch darauf, es * solle keineNoth haben, so doch nichts Gutes vorhandenist; und daß ihr sollt heil werden, so doch eitelSchaden vorhanden ist. * c. 7, io.

16 . Man höret, daß ihre Rosse bereits schnau-ben zu Dan, und ihre Gäule schreyen, daß dasganze Land davon erbebet. Und sie fahren daher,und werden das Land auffressen mit allem, wasdarinnen ist, die Stadt, sammt allen, die darin-nen wohnen.

17. Denn siehe, ich will ' Schlangen und Basi-lisken unter euch senden, die nicht beschworensind; die sollen euch stechen, spricht der Herr.

' 4 Mos. 21 / 6.

18 . Da will ich mich meiner Mühe und meinesHerzeleids ergötzen.

19 . Siehe, die Tochter meines Volks wirdschreyen aus fernem Lande her: Will denn derHerr nicht mehr Gott seyn zu Zion? Oder sollsie keinen König mehr haben? Ja, warum habensie mich so erzürnet durch ihre Bilder und fremdeunnütze Gottesdienste?

20 . Die Ernte ist vergangen, der Sommer istdahin; und uns ist keine Hülfe gekommen.

21 . Mich jammert herzlich, daß mein Volk soverderbet ist, ich gräme mich, und gehabe michübel.

22 . Ist denn * keine Salbe in Gilead?

Oder ist kein Arzt nicht da? Warumist denn dieTochter meinesVolks nichtgeh eilet? *c. 46,n.

1. ^sch * daß ich Wassers genug hätte

in meinem Haupt, und meine Au-gen Thränenquellen wären, daß ichTag^und Nacht beweinen möchte dieErschlagenen in meinem Volk!

* c. 13/ 17. c. 14, 17. Klagl. i, 16.

2 . Ach daß ick eine Herberge hätte in der Wüste;so wollte ich mein Volk verlassen, und von ihnenziehen. Denn es sind eitel Ehebrecher, und einfrecher Haufe.

Z. Sie schießen * mit ihrer Zunge eitel Lügenund keine Wahrheit, und treiben es mit Gewaltim Lande, und gehen von einer Bosheit zurandern, und achten mich nicht, spricht der Herr.

* Ps. 62, 4.

.4. Ein jeglicher hnthe sich vor seinem Freunde,und traue auch seinem Bruder mcht; denn ein* Bruder unterdrückt den andern, und ein Freundverräth den andern. "Mich. 7,6. «»c. 12 , n.

s. Ein Freund täuscht den andern, und redenkein" wahres Wort; sie fleißigen sich darauf,wie Einer den Andern betrüge, und ist ihnenleid, daß sie es nicht ärger machen können.

' Ps. 62, 6.

6. Es ist allenthalben eitel Trügerey unterihnen, und vor Trügerey wollen sie mich nichtkennen, spricht der Herr.

7 . Darum spricht der Herr Zebaoth also:Siehe, ich will sie schmelzen und prüfen. Dennwas will ich sonst thun, weil sich mein Volk sozieret?

8. Ihre falsche Zungen sind mörderische Pfeile;

mit * ihrem Munde reden sie freundlich gegenden Nächsten, aber im Herzen lauern sie auf den-selben. ' Ps. 28/ 3. Ps. 66/ 22. Ps. 62/ 6.

9 . Sollte ich * nun solches nicht heimsuchen anihnen, spricht der Herr, und meine Seele solltesich nicht rächen an solchem Volk, als dteß ist?

* c. 6, 9. 29.

10. Ich muß auf den Bergen weinen undheulen , und bey den Hürden in der Wüste kla-gen ; denn sie sind so gar verheeret, daß Nie-mand da wandelt, und man auch nicht' ein Viehschreyen höret. Es ist beydes Vogel des Himmelsund das Vieh alles weg. ' -. 12 , 4.

11 . Und ich will' Jerusalem zum Steinhaufenund zur Drachenwohnung machen, und will dieStädte Juda wüste machen, daß Niemand dar-innen wohnen soll. * c. 26/ 18. Ps. 79, 1. Mich. 3/12.

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