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[1] (1821) [Altes Testament]
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688
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688 Der Juden Sünde und Ungehorsam. Jeremia 7. 8. Gedrohete Strafen der Unbußfertigkeit.

23. Sondern dieß geboth ich ihnen, und sprach:

* Gehorchet meinem Wort, so will ich euer Gott

seyn, und ihr sollt mein Volk seyn; und wandeltauf allen Wegen, die ich euch gebiethe, auf daßes euch wohl gehe. * c. n, 4.

2^. Aber sie wollten nicht hören, noch ihreOhren zuneigen: sondern "wandelten nach ihremeigenen Rath, und nach ihres bösen HerzensGedünken; und gingen hinter sich, und nichtvor sich. * c. 3/ 17. e. 11/ 8.

25. Ja, von dem Tage an , da ich eure Väteraus Egyptenland geführet habe, bis auf diesenTag, habe ich stets zu euch gesandt alle meineKnechte, die Propheten.

26. Aber sie" wollen mich nicht hören, noch ihreOhren neigen; sondern sind halsstarrig, undt machen es ärger, denn ihre Väter.

* e. 6, 10. 2 Ms. 32/ 9. ff Jer. 16/ 12.

27. Und wenn du ihnen dieß alles schon sagest,so werden sie dich doch nicht hören ; rufst du sie,so werden sie dir nicht antworten.

28. Darum sprich zu ihnen: Dieß ist das Volk,das den Herrn, ihren Gott, nicht hören, nochsich bessern will. Der Glaube ist untergegangen,und ausgerottet von ihrem Munde.

29. Schneide deine Haare ab, und wirf sie vondir, und heule kläglich auf den Höhen ; denn derHerr hat dieß Geschlecht, über das er zornig ist,

* verworfen und verstoßen. * 6,30. c. 7/14.

30. Denn die Kinder Juda thun übel vor mei-nen Augen, spricht der Herr. Sie setzen ihreGräuel in das Haus, das nach meinem Nahmengenannt ist, daß sie es verunreinigen;

31. Und bauen die Altäre Thopheths im ThalBenHinnom, daß sie "ihre Söhne und Töchterverbrennen; welches ich nie gebothen, noch inSinn genommen habe. " 3 Ms i«/2i.

32. Darum siehe, es kommt die Zeit, sprichtder Herr, daß man es nicht mehr heissen sollThopheth und das Thal BenHinnom, sondernWürgethal; und man wird in Thopheth müssenbegraben, weil sonst kein Raum mehr seyn wird.

33. Und die " Leichname dieses Volks sollen

den Vögeln des Himmels und den Thieren aufErden zur Speise werden, davon sie Niemandscheuchen wird. " c. 9,22. c. 19, 7 .

3^. Und will in den Städten Juda undauf den Gaffen zu Jerusalem wegneh»men " das Geschrey der Freude undWonne, und die Stimme des Bräuti-gams und der Braut; denn das Landsoll wüste seyn. * Off. 18,23.

Das 8 . Capitel.

Den unbußfettigen Juden wird der Chaldäer Einfall gedrohet.

1. Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr, wird

man die Gebeine der Könige Juda, dieGebeine ihrer Fürsten, die Gebeine der Priester,die Gebeine der Propheten, die Gebeine der Bür-ger zu Jerusalem, aus ihren Gräbern werfen ;

2. Und werden sie zerstreuen unter der Sonne,Mond und allem Heer des Himmels, welche siegeliebet, und ihnen gedienet, und ihnen nach-gefolget, und sie gesuchet, und angebethet haben.Sie sollen nicht wieder aufgelesen und begrabenwerden, sondern Koth auf der Erde seyn.

3. Und alle Uebrigen von diesem bösen Volk,au welchem Ort sie seyn werden, dahin ich sieverstoßen habe, werden lieber todt, denn lebendigseyn wollen, spricht der Herr Zebaoth.

(Anfang des 8. Capitel».)

^.Aarum sprich zu ihnen: So spricht der Herr:Wo ist Jemand, so er fällt, der nichtgerne wieder aufstünde? Wo ist Jemand, so erirre gehet, der nicht gerne wieder zurecht käme?

5. Noch will ja dieß Volk zu Jerusalem irregehen für und für. Sie halten so hart an demfalschen Gottesdienst, daß sie sich nicht wollenabwenden lassen;

6. Ich sehe und höre, daß sie nichts rechts leh-ren. Keiner ist, dem seine Bosheit leid wäre,und spräche: Was mache ich doch? Sie habenalle ihren Lauf, wie ein grimmiger Hengst imStreit.

7 . Ein Storch unter dem Himmel weißseine Zeit; eine Turteltaube, Kranichund Schwalbe merken ihre Zeit, wennsie wieder kommen sollen: aber meinVolk will das Recht des Herrn nichtwisse n.

8. Wie möget ihr doch sagen: Wir wissen,

was recht ist, und haben die heilige Schrift voruns? Ist es doch eitel" Lügen, was die Schrift-gelehrten setzen. " c. 7,8.

9. Darum müssen solche Lehrer zu Schanden,erschreckt und gefangen werden: denn was kön-nen sie Gutes lehren, weil sie des Herrn Wortverwerfen?

10. Darum so will ich ihre Weiber den Frem-den geben , und ihre Aecker denen , so sie verja-gen werden. Denn sie " geizen allesammt, beydeKlein und Groß, und beyde Priester und Pro-pheten lehren falschen Gottesdienst, " c. 6, 13 .

Es 36, 11 .

11. Und trösten mein Volk in ihrem Unglück,

daß