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Abfall der Juden. Ieremia 2. 3. Vermahnung zur Buße.
31. Du böse Are merke auf des Her n Wort.Bin ich denn Israel eine Wüste oder ödesLand? Warum spricht denn mein Volk: Wirfind die Herren, und müssen dir nicht nack laufen?
32. Vergisst doch eine Jungfrau ihres Schmucksnicht / noch eine Braut ihres Schleyers; abermein Volk vergisst meiner ewiglich.
33. Was ' schmückest du viel dein Thun, daßich dir gnädig feyn soll? Unter solchem Scheintreibest du je mehr und mehr Bosheit.
* 2 Kön. 17/ 9.
3 ^. Ueber das findet man Blut der armen undunschuldigen Seelen bey dir an allen Orten;und ist nicht heimlich, sondern offenbar an den-felbigen Orten.
35. Noch sprichst du: Ich bin unschuldig, er
wende seinen Zorn von mir. Siehe, * ich willmit dir rechten, daß du sprichst: Ich habe nichtgesündiget. ' Esa, 43/26.
36. Wie weichst du doch so gerne, und fällstjetzt dahin, jetzt hieher? Aber du wirst an Egyp-ten zu Schanden werden, wie du an Assyrienzu Sckanden geworden bist.
37. Denn du mußt von dannen auch Wegge-hen , und deine Hände über dem Haupt zusam,men schlagen; denn der Herr wird deine Hoffnungfehlen lassen, und * wird dir bey ihnen nichtsgelingen. *c. 32/-. 4M°s. i4/4i. Ssaj. 24/19.
Das 3. Capitel.
Vermahmmg zur Buße. Verheißung göttlicher Gnade.
1 lind spricht: Wenn fich ein "Mann von* seinem Weibe scheiden läßt, und sie ziehtvon ihm, und nimmt einen andern Mann ; darfer sie auch wieder annehmen? Ist es nickt also,daß das Land verunreiniget würde ? Du aber hastmit vielen Buhlern gehuret: doch komm wiederzu mir, spricht der Herr. Mos. 24,4.
2 . Hebe deine Augen auf zu den Höben, undstehe, wie du allenthalben Hurerey treibest. An' den Straßen fitzest du und wartest auf sie, wieein Araber in der Wüste; und verunreinigest dasLand mit deiner Hurerey und Bosheit.
* 1 Mvs. 38/ 14.
3 . Darum muß auch der Frühregen ausblei-ben, und kein Spatregen kommen. Du hast eineHurenstirn, du willst dich nickt mehr schämen;
Und schreyest gleichwohl ru mir: Lieber Va-ter, du Meister meiner Jugend;
5 . Willst du denn ewiglich zürnen, und nichtVom Grimm lassen? Stehe, du lehrest und thustBöses, und lassest dir nicht steuern.
(Anfang dcS 3 CapitelS.)
ß.jglid der Herr sprach zu mir, zur Zeit desKönigs Jofia: Haft du auch gesehen, wasIsrael, die Abtrünnige, that? Sie ging hin *auf alle hohe Berge und unter alle grüne Bäu-me, und trieb daselbst Hurerev.
* c. 2 / 20 . 2 Kön. 16 / 4. Esaj. -7/ -. Ezech. 6/ 13.
7 . Und ich sprach, da fie solches alles gethanhatte: Bekehre dich zu mir. Aber sie bekehretefich nicht. Und obwohl ihre Schwester Juda,die Verstockte gesehen hat,
8. Wie ich * der abtrünnigen Israel Ehebruchgestraft, und fie ve lassen, und ihr einen Schei-debrief gegeben habe: noch furchtet fich ihreSchwester, die verstockte Juda, nicht; sonderngehet hin, und treibet auch Hurerey.
* 2 Kön. 17/ 18. 19.
9 « Und von dem Geschrey ihrer Hurerey istdas Land verunreiniget; denn fie treiben Ehe-bruch mit Sternen und Holz.
io. Und in diesem allen bekehret fich die ver-stockte Juda, ihre Schwester, nicht zu mir vonganzem Herzen; sondern heuchelt also, sprichtder Herr.
i i. Und der Herr sprach zu mir: Die abtrün-nige Israel ist fromm gegen die verstockte Juda.
12 . Gehe hin, und predige gegen die Mitter-nacht also , und sprich: * Kehre wieder, duabtrünnige Israel, spricht der Herr;so will ich mein Antlitz nichtgegen euchverstellen. Denn Ich bin -k barmher-zig, spricht der Herr, und will nichtewiglich zürnen.
' Esaj. 31/ 6. 2 Chron. 38, 9. -f Pf. 103, 8. 9.
13. Allein erkenne deine Missethat,daß du wider den Herrn, deinen Gott,gesündiget hast, und hin und wieder' ge-laufen zu den fremden Göttern unter allen grü-nen Bäumen, und habt meiner Stimme nichtgehortet, spricht der Herr. * Es«,.
i^. Bekehret * euch, ihr abtrünnige Kinder,spricht der Herr; denn Ich will euch mir ver-trauen und will euch hohlen, daß einer eineganze Stadt und zween ein ganzes Land führensollen; und will euch bringen gen Zion.
* c. 18/ ii.
15. Und will euch Hirten geben nach meinemHerzen, die euch weiden sollen mit Lehre undWeisheit.
16 . Und soll geschehen, wenn ihr gewachsenund eurer viel geworden ist im Lande: so sollman, spricht der Herr, zu derselbigen Zeit nichtmehr sagen von der Bundeslade des Herrn, auch