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[1] (1821) [Altes Testament]
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647
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Christus, der Eckstein. Iesaia

Wem soll er zu verstehen geben die Predigt?Den Entwöhnten von der Milch; denen, die vonBrüsten abgesetzt sind.

10. Denn (sie sagen:) Gebiethe hin, gebietheher; gebiethe hin, gebiethe her; harre hier,harre da; harre hier, harre da; hier ein wenig,da ein wenig.

11. Wohlan, Er wird einmahl mit * spöttischenLippen und mit einer andern Zunge reden zudiesem Volk, welchem jetzt dieß geprediget wird:

* i Cor. 14/ 21 .

12. So hat man * Ruhe, so erquickt man dieMüden, so wird man stille; und wollen dochsolcher Predigt nickt. * Matth. ii/ 28.29.

13. Darum soll ihnen auch des Herrn Worteben also werden: Gebiethe hin, gebiethe her;gebiethe hin, gebiethe her; harre hier, harreda; harre hier, harre da; hier ein wenig , daein wenig; daß sie Angehen , und ' zurück fallen,zerbrechen, verstrickt und gefangen werden.

* c. 8, 1 L.

i-L. So höret nun des Herrn Wort, ihr Spöt-ter, die ihr herrschet über dieß Volk, so zu Je-rusalem ist.

15. Denn ihr sprechet: Wir haben mit demTode einen Bund, und mit der Hölle einenVerstand gemacht; wenn etne Fluth daher gehet,wird sie uns nicht treffen; denn wir haben dieLügen unsere Zuflucht, und Heucheley unfernSchirm gemacht.

16. Darum spricht der Herr Herr: Siehe,ich ' lege in Zion einen Grundstein,einen bewährten Stein, einen köstli-chen Eckstein, der wohl gegründet ist.Wer glaubet, der fliehet nicht.

* Matth. 21/ 42 . Rom. 10, 11.

17. Und ich will das Recht zur Richtschnur,und die Gerechtigkeit zum Gewicht machen:so wird der Hagel die falsche Zuflucht wegtrei-ben, und Wasser sotten den Schirm wegschwemmen,

18. Daß euer Bund mit dem Tode los werde,und euer Verstand mit der Hölle nicht bestehe.Und wenn eine Fluch daher gehet, wird sieeuch zertreten; so bald sie daher gehet, wirdsie euch wegnehmen.

19. Kommt sie des Morgens, so geschiehst esdes Morgens : also auch, sie komme des Tagesoder des Nachts. Denn allein die Anfech-tung lehret ans das Wort merken.

20. Denn das Bette ist so eng, daß nichtsübrig ist; und die Decke ist so kurz, daß mansich darein schmiegen muß.

28 . 29 . _Gott züchtiget. 647

21. Denn der Herr wird sich aufmachen, wieauf dem * Berge Prazim; und zürnen, wie im-!- Thal Gibeon, daß er sein Werk thue aufeine andere Weise, und daß er seine Arbeitthue auf eine andere Weise.

* 2 Sam. 5/ 20 . 1 Chr. 14, 11 . -s Jos. io, 12 .

22. So laßt nun euer Spotten, auf daß eureBande nicht härter werden: denn ich habe ein* Verderben und Steuren gehöret, so vom HerrnHerrn Zebaoth geschehen wird in aller Welt.

* c. 10 / 2 z.

23. Nehmet zu Ohren, und höret meine Stim-me; merket auf, und höret meine Rede:

2^. Pflüget, oder brechet, oder arbeitet auchein Ackermann seinen Acker immerdar zur Saat?

25. Ist es nicht also? Wenn er es gleich ge-macht hat, so streuet er Wicken, und wirft Küm-mel, und säet Weizen und Gerste, Jegliches,wo er es hin haben will, und Spelt an seinenOrt.

26. Mo züchtiget sie auch ihr Gott durch Recht,und lehret sie.

27. Denn man drischt die Wicken nicht mitEgen, so läßt man auch nicht das Wagenradüber den Kümmel gehen; sondern die Wickenschlägt man aus mit einem Stabe, und denKümmel mit einem Stecken.

28. Man mahlt es, daß es Brot werde, unddrischt es nicht gar zu Nichte, wenn man es mitWagenrädern und Pferden ausdrischet.

29. Solches geschiehst auch vom Herrn Zebaoth:denn sein Rath ist wunderbarlich, undführet es herrlich hinaus.

Das 29. Capitel.

Jerusalem soll zerstöret, die Juden verblendet, die Heiden bekehretwerden.

1. ANehe Ariel, Ariel, du Stadt des Lagers

Davids! Ihr haltet Iahrszeiten, undfeyert Feste.

2. Aber ich will den Ariel ängsten, daß er trau-rig und jammerig sey; und soll mir ein rechterAriel seyn.

3. Denn * ich will dich belagern rings umher,und will dich ängsten mit Bollwerk, und willWälle um dich aufführen lassen.

* Ez. 17, 17. Luc. 19/ 43.

Alsdann sollst du geniedriget werden, undaus der Erde reden, und aus dem Staube mitdeiner Rede mummeln, daß deine Stimme sey,wie eines Zauberers aus der Erde, und deineRede aus dem Staube wispele.