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[1] (1821) [Altes Testament]
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648
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Trost für Elende.

Belagerung Jerusalems. Iesaia 29. 30.

Z. Und die Menge, die dich zerstreuen, werdenso viel seyn, als ein dünner Staub, und dieMenge der Tyrannen, wie eine webende Spreu:und das soll plötzlich bald geschehen.

6. Denn du wirst vom Herrn Zebaoth heim-gesucht werden, mit Wetter und Erdbeben, undgroßem Donner, mit Windwirbel und Ungewit-ter, und mit Flammen des ' verzehrenden Feuers.

* c. 30, 30.

7 . Aber wie ein Nachtgeficht im Traum, sosoll seyn die Menge aller Heiden, so wider Arielstreiten, sammt allem ihrem Heer und Bollwerk,und die ihn ängstigen.

8 . Denn gleichwie einem Hungrigen träumet,daß er esse, wenn er aber aufwacht, so ist seineSeele noch leer; und wie einem Durstigen träu-met , daß er trinke, wenn er aber aufwacht,ist er matt und durstig: also soll seyn die Mengealler Heiden, die wider den Berg Zion streiten.

9. Erstarret, und werdet verstürzt, verblendeteuch, und werdet trunken, doch nicht vom Wein,taumelt, doch nicht von starkem Getränk.

10. Denn der Herr hat euch einen Geist desharten Schlafs eingeschenket, und eure Augenzugethan; eure Propheten und Fürsten, sammtden * Sehern, hat er geblendet, * i Sam. s, 9.

11. Daß euch aller (Propheten) Gesichte seynwerden, wie die Worte eines versiegelten Buchs,welches, so man es gäbe dem, der lesen kann,und spräche: Lieber, lies das; und er spräche:Ich kann nicht, denn es ist versiegelt.

12. Oder, gleich als wenn man es gäbe dem,der nicht lesen kann, und spräche: Lieber, liesdas; und er spräche: Ich kann nicht lesen.

13. Und der Herr spricht: Darum, daß dieß

Volk zu mir nahet mit ' seinem Munde, undmit seinen Lippen mich ehret; aber ihr Herzferne von mir ist, und mich fürchten nach Men-schengeboth, die sie lehren: * MM. 15, 8 .

1^. So will ich auch mit diesem Volk wunder-lich umgehen, aufs wunderlichste und seltsamste,daß * die Weisheit seiner Weisen untergehe,und der Verstand seiner Klugen verblendet werde.

* Obadja v. 8. i Cor. i, 19.

15. Wehe, die verborgen seyn wollen vor demHerrn, ihr Vornehmen zu verhehlen, und ihrThun im Finstern halten, und * sprechen: Werstehet uns? und wer kennet uns ? "Hiob - 4 ,15.

16. Wie seyd ihr so verkehrt? Gleich als wenndes Töpfers Thon gedächte, und ein Werk sprächevon seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht;

und ein Gemächte spräche von seinem Töpfer:Er kennet mich nicht. .

17. Wohlan, es ist noch um ein klein wenigzu Lhun; so soll Libanon ein * Feld werden,und das Feld soll ein Wald gerechnet werden.

" c. 32/ 15.

1s. Denn zu derselbigen Zeit werden die Tau-ben hören die Worte des Buchs, und * die Au-gen der Blinden werden aus dem Dunkel undFinsterniß sehen, *-. 3 -/ 5 .

19. Und die Elenden werden wieder Freude ha-ben am Herrn, und die Armen unter den Men-schen werden fröhlich seyn in dem Heiligen Is-raels ;

20. Wenn die Tyrannen ein Ende haben, undmit den Spöttern aus seyn wird, und vertilgetseyn werden alle die, so wachen, Mühe anzu-richten ,

21. Welche die Leute sündigen machen durchsPredigen, und stellen dem * nach, der sie straftim Thor, weichen durch Lügen vom Gerechten.

* AllioL 3/ 10 .

22. Darum spricht der Herr, der Abrahamerlöset hat, zum Hause Jakobs also: Jakob sollnicht mehr zu Schanden werden, und sein Ant-litz soll sich nicht mehr schämen.

23. Denn wenn sie sehen werden ihre Kinder,die Werke meiner Hände unter ihnen; werdensie meinen Nahmen heiligen, und werden denHeiligen in Jakob heiligen, und den Gott Is-raels fürchten.

2^. Denn die, so irrigen Geist haben, werdenVerstand annehmen, und die Schwätzer werdensich lehren lassen.

Das 30 . Capitel.

Auf Gott, und nicht auf Creaturcn, soll man Verträum setzen.

i.IAehe den * abtrünnigen Kindern, sprichtder Herr, die ohne mich rathschlagen,und ohne meinen Geist Schutz suchen, zu häufeneine Sünde über die andere; ' c. i, 2.

2. Die hinab ziehen in Egypten, und fragenmeinen Mund nicht, daß sie sich stärken mit derMacht Pharao, und sich beschirmen unter demSchatten Egyptens.

3. Denn es soll euch die Stärke Pharao zurSchande gerathen, und der Schutz unter demSchatten Egyptens zum Hohn.

Ihre Fürsten sind wohl zu Zoan gewesen,und ihre Bothschaft gen Hanes gekommen:

s. Aber sie müssen doch alle zu Schanden wer-den über dem Volk, das ihnen nicht nütze seyn

kann,