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[1] (1821) [Altes Testament]
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621
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Beschwerlichkeit

Prediger 11. 12.

des Alters.

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des, und wie die Gebeine in Mutterleibe bereitetwerden; also kannst du auch Gottes Werk nichtwissen, das er thut überall.

* Ps. 135, 7. tzoh. 3, 8.

6. Frühe säe deinen Samen, und laß deineHand des Abends nicht ab: denn du weißt nicht,ob dieß oder das gerathen wird ; und ob es bey-des geriethe, so wäre es desto besser.

7. Es ist * das Licht süße, und den Augen lieb-lich die Sonne zu sehen. "M-mh. 20,3z.

8. Wenn ein Mensch lange Zeit lebt, und istfröhlich in allen Dingen: so gedenket er doch nurder bösen Tage, daß ihrer so viel ist; denn alles,was ihm begegnet ist, ist eitel.

(Anfang des 12. Capitols.)

S-So f"ue dich, Jüngling, in deiner Jugend,und laß dein Herz guter Dinge seyn indeiner Jugend. Thue, was dein Herz lüstet,und ' deinen Augen gefällt; und wisse, daß dichGott um dieß alles wird vor Gericht führen.

* c. 2, 10.

10. Laß die Traurigkeit aus deinem Herzen,und thue das Uebel von deinem Leibe; dennKindheit und Jugend ist eitel.

Das 12. Capitel.

Do» Beschwerlichkeit des Alters, und Gottes Gericht.

1. gedenke an deinen Schöpfer in deiner Ju-^ gend , ehe denn die bösen Tage kommen,

und die Jahre herzu treten, da du wirst sagen:Sie gefallen mir nicht;

2. Ehe * denn die Sonne und das Licht, Mondund Sterne finster werden, und Wolken wieder-kommen nacy dem Regen;

* 1 Mos. 27, 1. c. 43, 10.

3. Zu der Zeit, wenn die Hüther im Hausezittern, und fich krümmen die Starken, undmüßig stehen die Müller, daß ihrer so weniggeworden ist, und finster werden die Gesichtedurch die Fenster;

Und die Thüren auf der Gasse geschloffenwerden, daß die Stimme der Müllerin» leisewird, und erwachet, wenn der Vogel singet,und sich bücken alle Töchter des Gesangs,

s. Daß sich auch die Hohen fürchten, und scheuenauf dem Wege; wenn der Mandelbaum blühet,und die Heuschrecke beladen wird, und alle Lustvergehet; (denn der Mensch fährt hin, da erewig bleibt, und die Kläger gehen umher aufder Gasse)

6 . Ehe denn der silberne Strick wegkomme,und die goldene Quelle verlaufe, und der Eimerzerlechze am Born, und das Rad zerbreche amBorn.

7. Denn * der Staub muß wieder zu der Erdekommen, wie er gewesen ist, und der Geistwieder zu Gott, der ihn gegeben hat.

* 1 Mos. 3 , 19 . Prcd. 3 , 20.

8 . Es * ist Alles ganz eitel, sprach der Pre-diger, ganz eitel. *c. i, 2.

9. Derselbe Prediger war nicht allein weise,sondern lehrete auch das Volk gute Lehre, undmerkte und forschete, und * stellete viele Sprüche.

* 1 Kön. 4, 32.

10. Ersuchte, daßerfünde angenehme Worte,und schrieb recht die Worte der Wahrheit.

i t. Diese Worte der Weisen find Spieße undNägel, geschrieben durch die Meister der Ver-sammlungen, und von Einem Hirten gegeben.

12. Hüthe dich, mein Sohn, vor andern mehr;denn viel Büchermachens ist kein Ende, undviel Predigen macht den Leib müde..

13 . Laßt uns * die Hauptsumma aller

Lehre hören: Fürchte Gott, und halteseine Gebothe; denn das gehöret allenMenschen zu. * 1 xim. 1,3.

1^,. Denn Gott wird alle Werke vorGericht bringen, das verborgen ist, essey gut oder böse. * R»m. 2, w.