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[1] (1821) [Altes Testament]
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620
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Von -er Obrigkeit.

Prediger 9. 10. 11

620 Armer weiser Mann.

sey, hilft nicht, daß er ein Ding wohl könne;sondern Alles liegt es an der Zeit und Glück.

12. Auch weiß der Mensch seine Zeit nicht:sondern wie die Fische gefangen werden miteinem schädlichen Hamen, und wie die Vögelmit einem Strick gefangen werden; so werdenauch die Menschen berückt zur bösen Zeit, wennsie plötzlich über sie fällt.

13. Ich habe auch diese Weisheit gesehen unterder Sonne, die mir groß dauchte,

i>L. Daß eine kleine Stadt war, und wenigeLeute darinnen, und kam ein großer König,und belegte sie, und bauete große Bollwerkedarum,

is. Und ward darinnen gefunden ein armerweiser Mann, der dieselbe Stadt durch seineWeisheit konnte erretten; und kein Mensch ge-dachte desselben armen Mannes.

. Da sprach ich: Weisheit ist ja besser, dennStärke. Noch ward ' des Armen Weisheit ver-achtet , und seinen Worten nicht gehorchet.

* Ps. 14, 6.

17. Das macht, der Weisen Worte gelten mehrbey den Stillen, denn der Herren Schreyen beyden Narren.

18. Denn Weisheit ist besser, denn Harnisch;aber ein einiger Bube verderbet viel Gutes.

Das 10. Capitel.

Von Obrigkeit und Unterthancii.

1. Hslfo verderben die schädlichen Fliegen gute^ Salben. Darum'ist zuweilen besser Thor-

heit, denn Weisheit und Ehre. *i Cor. 3, i8.

2. Denn des Weisen Herz ist zu seiner Rech-ten ; aber des Narren Herz ist zu feiner Linken.

3. Auch ob der Narr selbst närrisch ist in seinemThun, noch hält er Jedermann für Narren.

' Darum, wenn eines Gewaltigen Trotz widerdeinen Willen fortgehet, * so laß dich nicht ent-rüsten; denn Nachlassen stillet großes Unglück.

* Pf. 37, 1. Spr. 24, 19 .

(Anfang des 10 . Capitols )

s.As ist ein Unglück, das ich sah unter derSonne, uähmlich Unverstand, der unterden Gewaltigen gemein ist,

6. Daß ein Narr sitzet in großer Würde, unddie Reichen hienieden fitzen.

7. Ich sah Knechte auf Rossen, und Fürstenzu Fuß gehen, wie Knechte.

8. Aber' wer eine Grube macht, der wird selbstdarein fallen; und wer den Zaun zerreißet, denwird eme Schlange siechen. 'Spr. 26 , 27 .

9. Wer Steine wegwälzt, der wird Mühe da-mit haben; und wer Holz spaltet, der wirddavon verletzet werden.

10. Wenn ein Eisen stumpf wird und an devSchneide ungeschliffen bleibt, muß man es mitMacht wieder schärfen; also folgt auch Weisheitdem Fleiß.

11. Ein Wäscher ist nichts besser, denn eineSchlange, die unbeschworen sticht.

12. Die Worte aus dem Munde eines Weisensind holdselig; aber des Narren Lippen verschlin-gen denselben.

13. Der Anfang seiner Worte ist Narrheit,und das Ende ist schädliche Thorheit.

1^. Ein Narr macht viele Worte: denn * derMensch weiß nicht, was gewesen ist; undwerwill ihm sagen, was nach ihm werden wird?

*c. 8, 7. 1- c. 7, 1 .

15. Die Arbeit der Narren wird ihnen sauer,Weil mau nicht weiß in die Stadt zu gehen.

16. Wehe dir Land, deß König * ein Kind ist,und deß Fürsten frühe essen. * Esaj. 3,4.

17. Wohl dir Land , deß König edel ist, unddeß Fürsten zu rechter Zeit essen, zur Stärke undnicht zur Lust.

18. (Denn durch Faulheit sinken die Balken,und durch hinlässige Hände wird das Haustriefend.)

19. Das macht, fie machen Brot zum Lachen,und'derWein muß die Lebendigen erfreuen, unddas Geld muß ihwen alles zuwege bringen.

* Nicht. S, 13.

20. Fluche dem 'Könige nicht in deinem Herzen,und fluche dem Reichen nicht in deiner Schlaf-kammer ; denn die Vögel des Himmels führen dieStimme, und die Fittige haben, sagen es nach.

* 2 Mos. 22 , 28. Ap. Gcfch. 23, 3.

Das 11. Capitel.

Gutthätigkeit zu üben!/ ängstliche Sorge zu meiden.

i.Oaß dein Brot über das Wasser fahren; so^ wirst du es finden auf lange Zeit.

2. Theile aus unter sieben und unter acht;denn du weißt nicht, was für Unglück auf Erdenkommen wird.

3. Wenn die Wolken voll find, so geben fieRegen auf Erden; und wenn der Baum fällt,er falle gegen Mittag oder Mitternacht, aufwelchen Ort er fällt, da wird er liegen.

Wer auf den Wind achtet, der säet nicht,und wer auf die Wolken stehet, der erntet nicht.

s. Gleichwie du nicht weißt' den Weg des Win-