616
Allerlei)
Prediger 3. 4. 5.
-- Eitelkeit.
und trinket und hat guten Muth in aller seinerArbeit; das ist eine Gabe Gottes.
iIch merkte, daß alles, was Gott thut,das besteht immer; man kann nichts dazu thun,noch abthun : und solches thut Gott / daß mansich vor ihm fürchten soll.t 5 . Was Gott thut, das stehet da; und was* er thun will, das muß werden: denn er trach-tet und jaget ihm nach. * i Mos. i, 3 .
15 . Weiter sah ich unter der Sonne Stättedes Gerichts, da war ein gottloses Wesen, undStätte der Gerechtigkeit, da waren Gottlose.
17. Da * dachte ich in meinem Herzen: Gottmuß richten den Gerechten und Gottlosen; dennes hat alles Vornehmen seine Zeit, und alle Werke.
* c. 2 , 3 . 13 .
18. Ich * sprach in meinem Herzen von dem
Wesen der Menschen, darinnen Gott anzeigetund läßt es Ansehen, als wären sie unter sich selbstwie das Vieh. * c. i, 16.
19. Denn es * gehet dem Menschen, wie demVieh; wie dieß stirbt, so stirbt er auch; undhaben alle einerley Odem ; und der Mensch hatnichts mehr, denn das Vieh, denn es ist alles eitel.
* Ps. 49 / 13 . 2 t.
20. Es fährt alles an Einen Ort; es ' ist
alles von Staub gemacht, und wird wieder zuStaub. * i M°s. 3 /19.
21. Wer weiß, ob der Geist der Menschen auf-wärts fahre, und der Odem des Viehes unter-wärts unter die Erde fahre?
22. Darum sah ich, daß nichts Vessers ist, denndaß ein Mensch fröhlich sey in seiner Arbeit;denn das ist sein Theil. Denn wer will ihn dahinbringen, daß er sehe, was nach ihm geschehen wird ?
Das 4. Capitel.
Fernere Lehre/ worin wahre Glückseligkeit nicht bestehe.
1. ^ch wandte mich und sähe an alle, die Un-^ recht leiden unter der Sonne: und siehe,
da waren Thränen derer, so Unrecht litten, undhatten keinen Tröster; und die ihnen Unrechtthaten , waren zu mächtig, daß sie keinen Trö-ster haben konnten.
2. Da lobte ich die Todten, die schon gestorbenwaren, mehr denn die Lebendigen, die noch dasLeben hatten;
3 . Und der noch nicht ist, ist besser, denn allebeyde, und des Bösen nicht inne wird, das unterder Sonne geschiehst.
Ich sah an Arbeit und Geschicklichkeit in allenSachen ; da neidet einer den andern. Das istja auch eitel und Mühe.
5 . Denn ein Narr schlägt die Finger in ein-ander, und frißt sein Fleisch.
6 . Es ist * besser eine Hand voll mit Ruhe,denn beyde Fäuste voll mit Mühe und Jammer.
* Spr. 13 / 16 .
7 . Ich * wandte mich , und sähe die Eitelkeitunter der Sonne. * e. 2,12. c. 4 /1.
8. Es ist ein Einzelner, und nicht selbander,und hat weder Kind noch Brüder; noch ist seinesArbeitens kein Ende, und seine Augen werdenReichthums nicht satt. Wem arbeite ich doch,und breche meiner Seele ab? Das ist je aucheitel, und eine böse Mühe.
9. So ist es je besser Zwey, denn Eins; dennsie genießen doch ihrer Arbeit wohl.
10. Fällt ihrer einer, so hilft ihm sein Gesellauf. Wehe dem, der allein ist; wenn er fällt,so ist kein anderer da, der ihm aufhelfe.
11. Auch wenn zwey bey einander liegen, wär-men sie sich; wie kann ein Einzelner warm werden ?
12. Einer mag überwältiget werden, aber zweenmögen widerstehen; denn eine dreyfältige Schnurreißt nicht leicht entzwey.
13. Ein armes Kind, das weise ist, ist besser,denn ein alter König, der ein Narr ist, undweiß sich nicht zu hüthen.
i> 4 . Es kommt einer aus dem Gefängniß zumKönigreich; und einer, der in seinem Königreichgeboren ist, verarmet.
15. Und ich sah, daß alle Lebendige unter derSonne wandeln bey einem andern Kinde, dasan jenes Statt soll aufkommen.
16. Und des Volks, das vor ihm ging, warkein Ende, und deß, das ihm nachging; undwurden sein doch nicht froh. Das ist * je aucheitel und ein Jammer. * c. i, 14.
(Anfang des 3. Capitels.)
i 7 .Bewahre deinen Fuß, wenn du zum HauseGottes gehest, und komm, daß du hörest.Das * ist besser, denn der Narren Opfer; dennsie wissen nicht, was sie Böses thun. *iSam.i3,22.
Das 5. Capitel.
Vom Wege zur wahren Glückseligkeit.
1. Aey nicht * schnell mit deinem Munde, und^ laß dein Herz nicht eilen, etwas zu reden
vor Gott: denn Gott ist im Himmel, und du aufErden; darum laß deiner Worte wenig seyn.
* Jak. 1 / 19 .
2. Denn wo viel Sorge ist, da kommen Träu-
me ; und * wo viele Worte sind, da höret manden Narren. * c. 10/14.
3. Wenn 'du Gott ein Gelübde thust, so ver-
ziehe