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Alles vergänglich Prediger 1 . 2 . und eitel.
Der Predig
Das 1. Capitel.
Der Mensch ist in seiner irdischen Weisheit nicht glückselig, sondern
eitel.
1. ^ieß find die Reden des Predigers, des
Sohnes Davids, des Königs zu Jeru-salem.
2. Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger,es ist alles ganz eitel.
3 . Was hac der Mensch mehr von aller seinerMühe, * die er hat unter der Sonne? * c. 2,22.
Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt;die Erde aber bleibt ewiglich.
5. Die Sonne geht auf, und geht unter, undläuft an ihren Ort, daß fie daselbst wieder auf-gehe.
6 . Der Wind geht gegen Mittag, und kommtherum zur Mitternacht, und wieder herum anden Ort, da er anfing.
7. Alle Wasser laufen ins Meer, noch wirddas Meer nicht voller; an den Ort, da fie her-fließen, fließen fie wieder hin.
8. Es ist alles Thun so voll' Mühe, daß nie-mand ausreden kann. Das r Auge steht stch nim,mer satt, und das Ohr hört sich nimmer satt.
* Ps. 90 / 10. -j- Spr. 27, 20.
9. Was ist es, das geschehen ist? Eben dashernach geschehen wird. Was ist es, das mangethan hat? Eben das man hernach wieder thunwird; und geschiehst nichts Neues unter derSonne.
10. Geschiehst auch etwas, davon man sagenmöchte: Siehe, das ist neu? Denn es ist zuvorauch geschehen in vorigen Zeiten, die vor unsgewesen find.
11. Man gedenket nicht, wie es zuvor gera-den ist; also auch deß, das hernach kommt,wird man nicht gedenken bey denen, die hernachseyn werden.
12. Ich, Prediger,war'Königüber Israel zu
Jerusalem, * v. 1.
13. Und begab mein Herz zu suchen und zuforschen weislich alles, was man unter demHimmel thut. Solche unselige Mühe hat Gottden Menschenkindern gegeben, daß sie sich da-rinnen müssen quälen.
Ich sah an alles Thun, das unter derSonne geschiehet; und siehe, es war alles eitelund Jammer.
15. ' Krumm kann nicht schlecht (gerade) werden,noch der Fehl gezählet werden. ' <. 7,14.
er Salomo.
16. Ich ' sprach in meinem Herzen: Siehe,
Ich bin herrlich geworden, und habe mehr Weis-heit , denn alle, die vor mir gewesen find zu Je-rusalem ; und mein Herz hat viel gelernet underfahren. ' c. 2,1.
17. Und gab auch mein Herz darauf, daß ich
lernete Weisheit, und Thorheit, und ' Klug-heit. Ich ward aber gewahr, daß solches auchMühe ist. * c. 2, 12. c 7 / 26.
18. Denn wo viel Weisheit ist, da ist vielGrämens; und wer viel lehren muß, der mußviel leiden.
Das 2. Capitel.
Irdische Wollüste sind eitel.
1. ^ch ' sprach in meinem Herzen: Wohlan ,^ ich will wohl leben, und gute Tage haben;
aber siehe, das war auch eitel. *c. 1,16. c. 3,1«.
2. Ich sprach zum Lachen: Du bist toll; undzur Freude: Was machst du?
3. Da ' dachte ich in meinem Herzen, meinen
Leib vom Wein zu ziehen, und mein Herz zurWeisheit zu ziehen, daß ich ergriffe, was Thor-heit ist, bis ich lernete, was den Menschen gutwäre, das fie thun sollten, so lange fie unterdem Himmel leben. * v. 13.
4 . Ich that große Dinge; ich bauete Häuser,pflanzte Weinberge;
5. Ich machte mir Gärten und Lustgärten,und pflanzte allerley fruchtbare Baume darein;
6 . Ich machte mir Teiche, daraus zu wässernden Wald der grünenden Bäume;
7. Ich hatte Knechte und Mägde, und Gesinde;ich hatte eine größere Habe an Rindern undSchafen, denn alle, die vor mir zu Jerusalemgewesen waren;
8 . Ich sammelte mir auch Silber und Gold,und von den Königen und Ländern einen Schatz;ich schaffte mir Sänger und Sängerinnen, undWollust der Menschen, allerley Saitenspicl;
9. Und nahm zu ' über alle, die vor mir zu
Jerusalem gewesen waren; auch blieb Weisheitbey mir; *i K-n.iO/ 23 .
10. Und alles, * was meine Augen wünschten,das ließ ich ihnen, und wehrete meinem Herzenkeine Freude, daß es fröhlich war von allermeiner Arbeit; und das hielt ich für mein Theilvon aller meiner Arbeit. * c. 11, s.
11. ' Da ich aber ansah alle meine Werke, dieweine Hand gethan hatte, und Mühe, die ich