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[1] (1821) [Altes Testament]
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614
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Alles vergänglich Prediger 1 . 2 . und eitel.

Der Predig

Das 1. Capitel.

Der Mensch ist in seiner irdischen Weisheit nicht glückselig, sondern

eitel.

1. ^ieß find die Reden des Predigers, des

Sohnes Davids, des Königs zu Jeru-salem.

2. Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger,es ist alles ganz eitel.

3 . Was hac der Mensch mehr von aller seinerMühe, * die er hat unter der Sonne? * c. 2,22.

Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt;die Erde aber bleibt ewiglich.

5. Die Sonne geht auf, und geht unter, undläuft an ihren Ort, daß fie daselbst wieder auf-gehe.

6 . Der Wind geht gegen Mittag, und kommtherum zur Mitternacht, und wieder herum anden Ort, da er anfing.

7. Alle Wasser laufen ins Meer, noch wirddas Meer nicht voller; an den Ort, da fie her-fließen, fließen fie wieder hin.

8. Es ist alles Thun so voll' Mühe, daß nie-mand ausreden kann. Das r Auge steht stch nim,mer satt, und das Ohr hört sich nimmer satt.

* Ps. 90 / 10. -j- Spr. 27, 20.

9. Was ist es, das geschehen ist? Eben dashernach geschehen wird. Was ist es, das mangethan hat? Eben das man hernach wieder thunwird; und geschiehst nichts Neues unter derSonne.

10. Geschiehst auch etwas, davon man sagenmöchte: Siehe, das ist neu? Denn es ist zuvorauch geschehen in vorigen Zeiten, die vor unsgewesen find.

11. Man gedenket nicht, wie es zuvor gera-den ist; also auch deß, das hernach kommt,wird man nicht gedenken bey denen, die hernachseyn werden.

12. Ich, Prediger,war'Königüber Israel zu

Jerusalem, * v. 1.

13. Und begab mein Herz zu suchen und zuforschen weislich alles, was man unter demHimmel thut. Solche unselige Mühe hat Gottden Menschenkindern gegeben, daß sie sich da-rinnen müssen quälen.

Ich sah an alles Thun, das unter derSonne geschiehet; und siehe, es war alles eitelund Jammer.

15. ' Krumm kann nicht schlecht (gerade) werden,noch der Fehl gezählet werden. ' <. 7,14.

er Salomo.

16. Ich ' sprach in meinem Herzen: Siehe,

Ich bin herrlich geworden, und habe mehr Weis-heit , denn alle, die vor mir gewesen find zu Je-rusalem ; und mein Herz hat viel gelernet underfahren. ' c. 2,1.

17. Und gab auch mein Herz darauf, daß ich

lernete Weisheit, und Thorheit, und ' Klug-heit. Ich ward aber gewahr, daß solches auchMühe ist. * c. 2, 12. c 7 / 26.

18. Denn wo viel Weisheit ist, da ist vielGrämens; und wer viel lehren muß, der mußviel leiden.

Das 2. Capitel.

Irdische Wollüste sind eitel.

1. ^ch ' sprach in meinem Herzen: Wohlan ,^ ich will wohl leben, und gute Tage haben;

aber siehe, das war auch eitel. *c. 1,16. c. 3,1«.

2. Ich sprach zum Lachen: Du bist toll; undzur Freude: Was machst du?

3. Da ' dachte ich in meinem Herzen, meinen

Leib vom Wein zu ziehen, und mein Herz zurWeisheit zu ziehen, daß ich ergriffe, was Thor-heit ist, bis ich lernete, was den Menschen gutwäre, das fie thun sollten, so lange fie unterdem Himmel leben. * v. 13.

4 . Ich that große Dinge; ich bauete Häuser,pflanzte Weinberge;

5. Ich machte mir Gärten und Lustgärten,und pflanzte allerley fruchtbare Baume darein;

6 . Ich machte mir Teiche, daraus zu wässernden Wald der grünenden Bäume;

7. Ich hatte Knechte und Mägde, und Gesinde;ich hatte eine größere Habe an Rindern undSchafen, denn alle, die vor mir zu Jerusalemgewesen waren;

8 . Ich sammelte mir auch Silber und Gold,und von den Königen und Ländern einen Schatz;ich schaffte mir Sänger und Sängerinnen, undWollust der Menschen, allerley Saitenspicl;

9. Und nahm zu ' über alle, die vor mir zu

Jerusalem gewesen waren; auch blieb Weisheitbey mir; *i K-n.iO/ 23 .

10. Und alles, * was meine Augen wünschten,das ließ ich ihnen, und wehrete meinem Herzenkeine Freude, daß es fröhlich war von allermeiner Arbeit; und das hielt ich für mein Theilvon aller meiner Arbeit. * c. 11, s.

11. ' Da ich aber ansah alle meine Werke, dieweine Hand gethan hatte, und Mühe, die ich