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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
613
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Warnung vor Trunkenheit. SP r ü ch

2^. Vier find klein auf Erden, und kluger,denn die Weisen:

25 . Die * Ameisen/ ein schwaches Volk/ den-noch schaffen fie -k im Sommer ihre Speise;

* r. 6/ 7. 8. -j- c. 10 / 6.

26. Kaninichen/ ein schwaches Volk, dennochlegt es sein Haus in den Felsen;

27. Heuschrecken haben keinen König, dennochziehen fie aus ganz mit Haufen;

28. Die Spinne wirkt mit ihren Händen,und ist in der Könige Schlössern.

29 . Dreyerley haben einen seinen Gang, unddas vierte geht wohl:

30. Der Löwe, mächtig unter den Thieren,und kehrt nicht um vor Jemand;

3 1. Ein Windhund von guten Lenden; undein Widder; und ein König, wider den sichniemand darf legen.

32. Haft du genarret, und zu hoch gefahren,und Böses vorgehabt; so * lege die Hand auf

das Maul. "Hiob 39/ 37. Mich. 7, 16 .

33. Wenn man Milch stößt, so macht manButter daraus; und wer die Nase hart schnäuzet,zwingt Blut heraus; und wer den Zorn reizet,zwingt Hader heraus.

Das 31. Capitel.

Lob eines tugendsamcn Weibes.

1. Dieß find die Worte des Königs Lamuels;die Lehre, die ihn seine Mutter lehrete.

2. b)j ch mein Auserwählter, ach du Sohn mei-^ ncs Leibes, ach mein gewünschter Sohn,

3 . Laß nicht den Weibern dein Vermögen; undgehe die Wege nicht, darinnen sich die Königeverderben.

O nicht den Königen, Lamuel, gib den Kö-nigen nicht Wein zu trinken; noch den Fürstenstarkes Getränk.

5 . Sie möchten trinken und der Rechte ver-gessen, und verändern die Sache irgend der elen-den Leute.

6 . ' Gebet starkes Getränk denen, die umkom-men sollen, und den Wein den betrübten Seelen,

' Matth. 27/ 34.

7 . Daß fie trinken, und ihres Elendes vergessen,und ihres Unglücks nicht mehr gedenken.

8 . Thue deinen Mund auf für die Stummen,und für die Sache aller, die verlassen find.

9 . Lhue deinen Mund auf, und richte recht,und räche den Elenden und Armen.

e 30. 31. Lob tugendsamer Weiber. 613

10. Wem * ein tugendsames Weib bescheret ist,die ist viel edler, denn die köstlichsten Perlen.

* c. 18/ 22.

11. Ihres Mannes Herz darf sich auf sie ver-lassen , und Nahrung wird ihm nicht mangeln.

12. Sie thut ihm Liebes und kein Leides seinLebenlang.

13. Sie gehet mit Wolle und Flachs um, undarbeitet gerne mit ihren Händen.

i^. Sie ist wie ein Kaufmannsschiff, das seineNahrung von ferne bringt.

15. Sie steht des Nachts auf, und gibt Futterihrem Hause, und Essen ihren Dirnen.

16. Sie denkt nach einem Acker, und kauftihn ; und pflanzet einen Weinberg von den Früch-ten ihrer Hände.

17 . Sie gürtet ihre Lenden fest, und stärketihre Arme.

18. Sie merkt, wie ihr Handel Frommen(Nutz.-,,) bringt; ihre Leuchte verlöschet des Nachtsnicht.

19. Sie streckt ihre Hand nach dem Rocken,und ihre Finger fassen die Spindel.

20. Sie breitet ihre Hände aus zu dem Armen,und reicht ihre Hand dem Dürftigen.

21. Sie fürchtet ihres Hauses nicht vor demSchnee; denn ihr ganzes Haus hat zwiefacheKleider.

22. Sie macht ihr selbst Decken, weiße Seideund Purpur ist ihr Kleid.

23. Ihr Mann ist berühmt in den Thoren,wenn er fitzt bey den Aeltesten des Landes.

2^. Sie macht einen Rock, und verkauft ihn;einen Gürtel gibt fie dem Krämer.

25. Ihr Schmuck ist, daß fie reinlich und flei-ßig ist; und wird hernach lachen.

26. Sie thut ihren Mund auf mit Weisheit,und auf ihrer Zunge ist holdselige Lehre.

27. Sie schauet, wie es in ihrem Hause zn-gehet, und isset ihr Brot nicht mit Faulheit.

28. Ihre Söhne kommen auf, und preisen sieselig; ihr Mann lobt sie.

29. Viele Töchter bringen Reichthum; du aberübertriffst sie alle.

30. Lieblich und schön fcyn ist nichts; einWeib, das den Herrn fürchtet, soll man loben.

31. Sie wird gerühmet werden von den Früch-ten ihrer Hände; und ihre Werke werden sie lobenin den Thoren.