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Natürliche
Sprüche 29. 30,
Untüchtigkeit.
16. Wo viele Gottlose find, da sind viele Sün-den ; aber die Gerechten werden ihren Fall er-leben.
17. Züchtige deinen Sohn, so wird er dichergötzen, und wird deiner Seele sanft thnn.
18. Wenn die Weissagung aus ist, wird das
Volk wild und wüste; wohl aber dem, * der dasGesetz handhabet. * MH. 8/ 2.
19. Ein Knecht läßt sich mit Worten nicht züch-tigen ; denn ob er es gleich verstehet, nimmt ersichs doch nicht an.
20. Stehest du einen * schnell zu reden, da istan einem Narren mehr Hoffnung, denn an ihm.
* Prcd. i. Joe. 1 / 19.
21. Wenn ein Knecht von Jugend auf zärtlichgehalten wird, so will er darnach ein Junker feyn.
22. Ein zorniger Mann richtet Hader an, undein grimmiger thut viele Sünde.
23. Die * Hoffart des Menschen wird ihn
stürzen; aber der Demüthige wird Ehre empfan-gen. "Matth. 23 /12.
2-4. Wer mit Dieben Theil hat, * hört fluchen,und sagt es nicht an, der hasset sein Leben.
* 3 Mos. 3 / 1.
25. Vor Menschen sich scheuen, bringet zu Fall,
"wer sich aber auf den Herrn verlaßt, wird be-schützet. * Ps. 2/ 12.
26. Viele suchen das Angesicht eines Fürsten;aber eines Jeglichen Gericht kommt vom Herrn.
27. * Ein ungerechter Mann ist dem Gerechtenein Gräuel; und wer rechtes Weges ist, der istdes Gottlosen Gräuel. * Gal. e, 14..
Das 30. Capitel.
Agurs Bekenntnis und Gebeth.
1. Diesi sind die Worte Agurs, des SohnesJake, Lehre und Rede des Mannes Lei-thicls und Uchals.
2. (^kmi Ich bin der allernärrischte, und^ Menschen-Verstand ist nicht bey mir;
3. Ich habe Weisheit nicht gelernet, und washeilig ist, weiß ich nicht.
-4. Wer" führet hinauf gen Himmel, und her-ab? Wer fasset den Wind in seine Hände? Werbindet die Wasser in ein Kleid? Wer hat alleEnden der Welt gestellet? Wie heißt er; undwie heißt sein Sohn? Weißt du das?
Hiob 38 / 5 .
5. Alle * Worte Gottes sind durchläutert, undsind ein Schild denen, die auf ihn trauen.
* Ps. 12 / 7 . Ps. 19 / 9 .
6. Thue * nichts zu seinen Worten, daß er
dich nicht strafe, und werdest lügenhaftig erfunden.
* 6 Mos. 4 / 2 . c. 12/ 32 .
7 . Zweyerley bitte ich von dir, die wollest dumir nicht weigern, ehe denn ich sterbe:
«. Abgötterey und Lügen laß ferne von mirseyn; Armuth und Reichthum gib mir nicht;laß mich aber mein beschiedenes Theil Speisedahin nehmen.
9. Ich möchte sonst, wo ich zu satt würde,verläugnen und sagen: * Wer ist der Herr? Oderwo ich zu arm würde, möchte ich stehlen, undmich an dem Nahmen meines Gottes vergreisten.
* 2 Mos. 3 , 2 .
10. Verrathe den Knecht nicht gegen seinenHerrn; er möchte dir fluchen, und du müßtestdie Schuld tragen.
11. Es ist eine Art, die ihrem Vater fluchtund ihre Mutter nicht segnet;
12. Eine Art, die sich rein "dünkt, und ist dochvon ihrem Keth nicht gewaschen; * c. 20/ 9.
13. Eine Art, die ihre Augen hoch trägt, undihre Augenlieder empor hält;
i-L. Eine Art, die Schwerter für Zähne hat,die mit ihren Backenzähnen frißt, und verzehretdie Elenden im Lande, und die Armen unterden Leuten.
15 . Der Igel hat zwo Töchter, bring her,bring her. Drey Dinge find ' nicht zu sättigen,und das vierte spricht nicht: Es ist genug:
* Hab. 2 / 3 .,
16. Die Hölle, der Frauen verschlossene Mut-ter , die Erde wird nicht Wassers satt, und dasFeuer spricht nicht: Es ist genug.
17. Ein "Auge, das den Vater verspottet,
und verachtet der Mutter zu gehorchen, dasmüssen die Raben am Bach aushacken, und diejungen Adler fressen. "-.20,20.
18. Drey Dinge find mir zu wunderlich, unddas vierte weiß ich nicht:
19. Des Adlers Weg im Himmel, der Schlan-gen Weg auf einem Felsen, des Schiffs Wegmitten im Meer, und eines Mannes Weg aneiner Magd.
20. Also ist auch der Weg der Ehebrecherinn;die verschlinget und wischet ihr Maul, undspricht: Ich habe kein Nebels gethan.
21. Ein Land wird durch dreyerley unruhig ,und das vierte mag es nicht ertragen:
22. Ein Knecht, wenn er König wird, einNarr , wenn er zu satt ist,
23. Eine Feindselige, wenn sie geehlichet wird,
und eine ' Magd, wenn sie ihrer Frauen Erbewird. * 1 Mos. 16,3.4.