Hinderniß
Spr ü ch e 28. 29.
der Weisheit.
6!1
6. Es * ist besser ein Armer, der in seinerFrömmigkeit gehet, denn ein Reicher, der inverkehrten Wegen gehet. * c. 19,1.
7. Wer das Gesetz bewahret, ist ein verstän-diges Kind; wer aber Schlemmer nähret, schän-det seinen Vater.
8. Wer sein Gut mehret mit Wucher und Ue-bersatz, der sammelt es zu Nutz der Armen.
9. Wer sein Ohr abwendet zu hören das Gesetz,* deß Gebeth ist ein Gräuel. * c. 21,27.
10. Wer die Frommen verführet auf bösemWege, der wird in seine Grube fallen; aber dieFrommen werden Gutes ererben.
ir. Ein Reicher dünket sich weise seyn; aberein armer Verständiger merket ihn.
12. Wenn * die Gerechten Ueberhand haben,so gehet es sehr fein zu; wenn aber Gottloseaufkommen, wendet sichs unter den Leuten.
* c. 11/ 10. 11. c. 29/ 2.
13. Wer * seine Missethat läugnet, dem wirdes nicht gelingen; wer sie aber bekennet und läßt,der wird Barmherzigkeit erlangen. ' 1 Loh. i/ 8.9.
i>L. Wohl dem, der sich allewege fürchtet; weraber halsstarrig ist, wird in Unglück fallen.
15. Ein Gottloser, der über ein armes Volkregieret, das ist ein brüllender Löwe und gierigerBär.
16. Wenn ein Fürst ohne Verstand ist, so ge-schiehst viel Unrechts; wer aber den 'Geitz hasset,der wird lange leben. * Ps. 13, 3.
17. Ein Mensch, der am Blut einer Seeleunrecht thut, der wird nicht erhalten, ob erauch in die Hölle führe.
18. Wer fromm einher gehet, wird genesen;wer aber verkehrten Weges ist, wird auf ein-mal)! zerfallen.
19. Wer * seinen Acker bauet, wird Brot genughaben; wer aber t Müßiggang nachgehet, wirdArmuth genug haben. * c. 12/11. -h c. 24/ 34.
20. Ein treuer Mann wird viel gesegnet; wer" aber eilet reich zu werden, wird nicht unschul-dig bleiben. * v. 22. 1 Tim. s, 9.
21. Person ansehen ist nicht gut; denn er thäteübel, auch wohl um ein Stück Brot.
22. Wer * eilet zum Reichthum , und ist nei-disch, der weiß nicht, daß ihm Unfall begegnen
wird. * 0. 20, 21. c. 23/ 4. 1 Tim. 6/ 9.
23. Wer * einen Menschen straft, wird hernachGunst finden, mehr, denn der da heuchelt. *«.23,12
2^. Wer * seinem Vater oder Mutter etwasnimmt, und spricht, es sey nicht Sünde, derist des Verderbers Geselle. "Match. 13,3.
25. Ein Stolzer erweckt Zank; wer aber aufden Herrn sich verläßt, wird fett.
26. Wer sich auf sein Herz verläßt, ist einNarr; wer aber mit Weisheit gehet, wird ent-rinnen.
27. Wer dem Armen gibt, dem wird es nichtmangeln; wer aber seine Augen abwendet, derwird sehr verderben.
28. Wenn * die Gottlosen aufkommen, so ver-bergen sich die Leute; wenn sie aber umkommen,wird der Gerechten viel. ' c. 29,2.
Das 29. Capitel.
Dritte Hiiidcriiiß der Weisheit ist Halsstarrigkeit.
* c. iS/ 18. c. 1H io.
AN er" wider die Strafe halsstarrig ist, derwird plötzlich verderben ohne alle Hülfe.
2. Wenn der" Gerechten viel ist, freuet sich das
Volk; wenn aber der Gottlose herrschet, seufzetdas Volk. * c. il/ 10. 2 Nos. 2, 23.
3 . Wer Weisheit liebet, erfreuet seinen Vater;
wer aber mit" Huren sich nähret, kommt umsein Gttt. * Luc. 13 / 14 .
Ein König richtet das Land auf durch dasRecht; * ein Geitziger aber verderbet es.
* Esaj. 32/ 7.
5. Wer mit seinem Nächsten heuchelt, der brei-tet ein Netz zu seine» Fußstapfen.
6 . Wenn ein Böser sündiget, verstrickt er sichselbst; aber ein Gerechter freuet sich, und hatWonne.
7. Der Gerechte erkennet die Sache der Armen;der Gottlose achtet keine Vernunft.
8 . Die Spötter bringen fcechlich eine Stadt inUnglück; * aber die Weisen stillen den Zorn.
* 2 Sam. 20 / 16 .
9. Wenn ein Weiser mit einem Narren zu
handeln kommt, * er zürne oder lache, so hat ernicht Ruhe. 'Matth.ii/ 17 .
10. Die Blutgierigen hassen den Frommen;aber die Gerechten suchen seine Seele.
11. Ein Narr * schüttet seinen Geist gar aus;aber t ein Weiser hält an sich.
' c. 23, 28. -j-°c. 12, 16.
12. Ein Herr, der zu Lügen Lust hat, deßDiener sind alle gottlos.
13. * Arme und Reiche begegnen einander; aberbeyder Augen erleuchtet der Herr. '<.22,2.
1^. Ein König, der die Armen treulich richtet,deß Thron wird ewiglich bestehen.
15. Ruthe und Strafe gibt Weisheit; aber einKnabe ihm selbst gelassen, schändet seine Mutter.
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