Feinde zu lieben.
Sprüche 25. 26. Narren und Faule. Heimliche Feinde. 609
16. Durch Geduld wird ein Fürst versöhnet/und eine "gelinde Zunge bricht die Hurtigkeit.
* c. i.
16. Findest du Honig, so iß seiner genug, daßdu nicht zu satt werdest, und speyest ihn aus.
17. Entziehe deinen Fuß vom Hause deinesNächsten; er möchte deiner überdrüssig und dirgram werden.
18. Wer * wider seinen Nächsten falsches Zeug-
niß redet, der ist ein Spieß, Schwert undscharfer Pfeil. * c. 19,5.
19. Die Hoffnung des Verächters zur Zeit derNoth ist wie ein fauler Zahn, und gleitender Fuß.
20. Wer einem bösen Herzen Lieder singet,das ist wie ein zerrissenes Kleid im Winter,und Essig auf der Kreide.
21. Hungert' deinen Feind, so speise ihn mitBrot: dürftet ihn, so tränke ihn mit Wasser.
* 3 Mos. 23/ 4. 5. 2 Kün. 6/ 22. Matth. 5/ 44. Rom. 12 / 20 .
22. Denn du wirst Kohlen auf sein Haupthäufen, und der Herr wird dirs vergelten.
23 . Der Nordwind bringet Ungewitter, unddie heimliche Zunge macht sauer Angesicht.
2^. Es ist * besser im Winkel auf dem Dachfitzen, denn bey einem zänkischen Weibe in einemHause beysammen. ' e. 21,9.
25. Ein gutes Gerücht aus fernen Landen istWie kaltes Wasser einer durstigen Seele.
26. Ein Gerechter, der vor einem Gottlosenfällt, ist wie ein trüber Brunnen und verderbteQuelle.
27. Wer zu viel Honig isset, das ist nicht gut;und wer schwere Dinge forschet, dem wird esschwer.
28. Ein Mann, der seinen Geist nicht haltenkann , ist wie' eine offene Stadt ohne Mauern.
* k. 16/ 32.
Das 26 . Capitel.
Welche Leute keiner Ehre wcrth.
r. HAie der Schnee im Sommer, und Regen
in der Ernte; also reimt sich' dem Nar-ren Ehre nicht. *v. 8.
2. Wie ein Vogel dahin fährt, und eine Schwal-be fliegt; also ein unverdienter Fluch trifft nicht.
3 . Dem Roß eine Geissel, und dem Esel einen
' Zaum; und dem Narren eine Ruthe auf denRücken. * Ps. 32/ 9 .
Antworte dem Narren nicht nach seiner Narr-heit , daß du ihm nicht auch gleich werdest.
s. Antworte aber dem Narren nach seiner Narr-heit, daß er sich ' nicht weise lasse dünken.
- »erS 12 . 16 .
6 . Wer eine Sache durch einen thörichterr Bo-then ausrichtet, der ist wie ein Lahmer an Füßen,und nimmt Schaden.
7. Wie einem Krüppel das Tanzen, also stehtden Narren an, von Weisheit reden.
8. Wer einem Narren * Ehre anlegt, das ist,
als wenn einer einen Edelstein auf den Raben-stein würfe. * v. 1.
9. Ein * Spruch in eines Narren Mund ist wieein Dornzweig, der in eines Trunknen Hand
sticht. * Matth. 7/ 6.
10. Ein guter Meister macht ein Ding recht;aber wer einen Hümpler dinget, dem wird esverdorben.
11. Wie * ein Hund sein Gespeytes wieder
frißt; also ist der Narr, der seine Narrheitwieder treibet. *2^2,22.
12. Wenn du einen stehest, der * sich weise
dünket; da ist an einem Narren mehr Hoffnung,denn an ihm. "Mm. 12,17.
13 . Der Faule spricht: * Es ist ein junger
Löwe auf dem Wege, und ein Löwe auf denGassen. ' c- 22/13.
1^. Ein Fauler wendet sich im Bette, wie dieThür in der Angel.
15. Der * Faule verbirgt seine Hand in dem
Topf, und wird ihm sauer, daß er sie zumMunde bringe. "c- is,24.
16. Ein Fauler dünkt sich weiser, denn sieben,die da Sitten lehren.
1 7 . Wer vorübergeht, und sich menget in frem-den Hader, der ist wie einer, der den Hund beyden Ohren zwacket.
1 8 . Wie einer * heimlich mit Geschoß und Pfei-len schießet und tödtet; "Ps.ii/ 2.
19. Also thut ein falscher Mensch mit seinemNächsten, und spricht darnach: Ich habe ge-schehet.
20. Wenn nimmer Holz da ist, so verlöscht dasFeuer; und wenn der Verleumder weg ist, sohöret der Hader auf.
21. Wie * die Kohlen eine Glut, und Holz
ein Feuer, also richtet ein zänkischer Mann Ha-der an. *«. 1-, iS-
22. Die * Worte des Verleumders find wieSchläge, und sie gehen durchs Herz.
* c. 18, 8. Ps. 55/ 22.
23. Giftiger (beredter) Mund und böses Herz ist wieein Scherben mit Siloerschaum überzogen.
2^. Der Feind wird erkannt bey seiner Rede,wiewohl er im Herzen falsch ist.
25. Wenn er seine Stimme holdselig macht/
Hhhh