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[1] (1821) [Altes Testament]
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512
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und Unschuld

512 Hiobs unsträflicher Wandel Hiob

26. Ich * wartete des Guten/ und kommt dasBöse; ich hoffte aufs Licht / und kommt Ftnster-

niß. * Jer. 14, 19.

27. Meine Eingeweide sieden / und hören nichtauf; mich hat überfallen die elende Zeit.

28. Ich gehe schwarz einher/ und brennet michdoch keine Sonne nicht; ich stehe auf in derGemeine/ und schreye.

2y. Ich bin ein Bruder der Schlangen/ undein Geselle der Straußen.

30. Meine Haut über mir ist schwarz gewor-den/ und meine Gebeine sind verdorret vor Hitze.

31. Meine Harfe ist * eine Klage geworden / undmeine Pfeife ein Weinen. *Ps. Zo, ir.

Das 31. Capitcl.

Hiobs unsträflicher Wandel.

1. ^ch * habe einen Bund gemacht mit meinen^ Augen/ daß ich nicht achtete auf eine

Jungfrau. * MM. 28.29.

2. Was ' gibt mir aber Gott zum Lohn vonoben? Und was für ein Erbe der Allmächtigevon der Höhe? * MM. 19,27.

3. Sollte nicht billiger der Ungerechte solchesUnglück haben/ und ein Uebelthäter so versto-ßen werden?

4. Siehet * er nicht meine Wege / und zählet

alle meine Gänge? * c. 23,10.

6. Habe ich gewandelt in Eitelkeit? Oder hatmein Fuß geeilet zum Betrug?

6. So wäge man mich auf rechter Wage / sowird Gott erfahren meine Frömmigkeit.

7. Har * mein Gang gewichen aus dem Wege/und mein Herz meinen Augen nachgefolget /und ist etwas in meinen Händen beklebet:

* Pst 7 , 4 .

8. So müsse ich säen, und ein Anderer fressees; und mein Geschlecht müsse ausgewurzeltwerden.

s. Hat sich mein Herz lassen reitzen zum Weibe/und habe an meines Nächsten Thür gelauert:

10. So * müsse mein Weib von einem Anderngeschändet werden/ und Andere müssen sie be-

schlüfen. ' 4 Mos. 28, 30. 2 Sam. 12, 11.

11. Denn das ist ein Laster/ und eine Misse-that für die Richter.

12. Denn das wäre ein Feuer/ das bis insVerderben verzehrete / und alles mein Einkom-men auswurzelte.

13. Habe ich verachtet das Recht meines Knechtsoder meiner Magd / wenn sie eine Sache widermich hatten?

30. 31.

14 . Was wollte ich thun/ wenn Gott sich auf-machte? Und was würde ich antworten/ wenner heimsuchte?

15. Hat ihn nicht auch der gemacht / der michin Mutterleibe machte; und hat' ihn im Leibeeben so wohl bereitet? *M«l. 2, io.

16. Habe ich den ' Dürftigen ihre Begierde

versagt/ und die Augen der Witwen lassen ver-schmachten ? * <- 29, 16.

17. Habe ich meinen Bissen allein gegessen,und hat nicht der Waise auch davon gegessen?

18. Denn ich habe mich von Jugend auf ge-halten wie ein Vater; und von meiner MutterLeibe an habe ich gerne getröstet.

19. Habe ich Jemand sehen mnkommen/ daß

* er kein Kleid hatte? Und den Armen ohneDecke gehen lassen? * Es-,,. -8,7.

20. Haben mich nicht gesegnet seine Seiten/da er von den Fellen meiner Lämmer erwärmetward?

21. Habe ich meine Hand an den Waisen ge-legt / weil ich mich sah im Thor Macht zu helfenhaben?

22. So falle meine Schulter von der Achsel/und mein Arm breche von der Röhre.

23. Denn ich * fürchte Gott/ wie ein Unfallüber mich; und könnte seine Last nicht ertragen.

* 1 Mos. so, 19.

24. Habe ich das Gold zu meiner Zuversicht

gestellet/ und zu * dem Goldklumpen gesagt:Mein Trost? *Ps.-2,9.

25. Habe ich mich gefreuet/ daß ich großesGut hatte/ und meine Hand allerlei) erworbenhatte?

26. Habe ich das Licht angesehen/ wenn esHelle leuchtete/ und den Mond/ wenn er vollging?

27. Hat sich mein He*z heimlich bereden lassen/daß meine Hand meinen Mund küsse?

28. Welches ist auch eine Missethat für dieRichter: denn damit hätte ich * verläugnet Gott

Von oben. * Tit. 1, 16.

29. Habe ich mich gefreuet/ wenn es meinemFeinde übel ging / und habe mich erhoben / daßihn Unglück betreten hatte?

30. Denn ich ließ meinen Mund nicht sündi-gen/ daß er wünschte einen Fluch seiner Seele.

31. Haben nicht die Männer in meiner Hüttemüssen sagen: O wollte Gott/ daß wir von sei-nem Fleisch nicht gesätriget würden!

32. Draußen * mußte der Gast nicht bleiben /

son-