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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
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510
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und Menschen.

510 Lob der Weisheit an Gott Hiob

wird seiner nicht schonen; es wird ihm alles ausseinen Händen entfliehen.

23. Man wird * über ihn mit den Händenklappen/ und über ihn zischen/ da er gewesen ist.

* Klagl. 2/ iS. Nahum 3/ iS.

Das 28 . Capitel.

Lob der Weisheit an Gott und Menschen.

1. As hat das Silber seine Gänge/ und das^ Gold seinen Ort/ da man es schmelzet.

2 . Eisen bringet man aus der Erde/ und ausden Steinen schmelzet man Erz.

3. Es wird je des Finstern etwa ein Ende /und Jemand findet ja zuletzt den Schiefer tiefverborgen.

Es bricht ein solcher Bach hervor/ daß/die darum wohnen / den Weg daselbst verlieren;und fällt wieder/ und schießet dahin von denLeuten.

s. Man bringet auch Feuer unten aus derErde / da doch oben Speise aufwächst.

6. Man findet Sapphir an etlichen Orten,und Erdenklöße / da Gold ist.

7. Den Steig kein Vogel erkannt hat/ undkein Geiers-Auge gesehen.

8. Es haben die stolzen Kinder nicht daraufgetreten, und ist kein Löwe darauf gegangen.

9 . Auch legt man die Hand an die Felsen /und gräbet die Berge um.

10. Man reistet Bäche aus den Felsen; undalles / was köstlich ist / stehet das Auge.

11. Man wehret dem Strom des Wassers/und bringet/ das verborgen darinnen ist/ andas Licht.

12 . Wo will man aber Weisheit finden? Undwo ist die Stätte des Verstandes?

13. Niemand weiß/ wo fie liegt/ und wirdnicht gefunden im Lande der Lebendigen.

i^. Der Abgrund spricht: Sie ist in mir nicht;und das Meer spricht: Sie ist nicht bey mir.

15. Man kann nicht Gold um fie geben/ nochSilber darwägen, fie zu bezahlen.

16 . Es gilt ihr nicht gleich Ophirisch Gold,oder köstlicher Onich und Sapphir.

1 7. Gold und Demant mag ihr nicht gleichen,noch um fie' golden Kleinod wechseln.

* 1 Mos. 24/ S3.

18 . Ramoth und Gabis achtet man nicht.Die Weisheit ist höher zu wägen, denn Perlen.

19 . * Topafius aus Mohrenland wird ihr nicht

gleich geschätzt, und das reinste Gold gilt ihrnicht gleich. *2 Ms. 28,17.

28. 29.

20. Woher kommt denn die Weisheit? Undwo ist die Stätte des Verstandes?

21. Sie ist verhohlen vor den Augen allerLebendigen, auch verborgen den Vögeln unterdem Himmel.

22. Die Verdammniß und der Tod sprechen:Wir haben mit unfern Ohren ihr Gerücht ge-höret.

23. Gott weiß den Weg dazu, und kennetihre Stätte.

2^. Denn er fleht die Enden der Erde, undschauet alles, was unter dem Himmel ist.

25. Da er dem Winde sein Gewicht machte,und setzte dem Wasser seine gewisse Maße;

26. Da er dem Regen ein Ziel machte, unddem Blitz und Donner den Weg:

27. Da sah er fie, und er zählete fie, "bereitete

fie, und erfand fie, " Spr. 3, 19 . 20.

28. Und sprach zu dem Menschen: Siehe,'die Furcht des Herrn, das ist Weisheit; undmeiden das Böse, das ist Verstand.

* Ps. 111 , 10. Spr. 1, 7.

Das 29. Capitel.

Hiob erzählt seine vorige Glückseligkeit.

1. Nnd Hiob " hob abermahl an seine Sprüche,

" und sprach: *c. 27,1.

2. O daß ich wäre, wie in den vorigen Mo-nathen, in den Tagen, da mich Gott behüthete;

3. Da seine " Leuchte über meinem Haupte

schien, und ich bey seinem Licht in der Finster-niß ging; *e.i8 ,6.

Wie ich war zu der Zeit meiner Jugend,da * Gottes Geheimniß über meiner Hütte war;

* Ps. 2S, 14.

5. Da der Allmächtige noch mit mir war,und meine Kinder um mich her;

6. Da ich meine Tritte wusch in Butter, unddie Felsen mir Oehlbäche gossen;

7. Da ich ausging zum Thor in der Stadt,und ließ meinen Stuhl auf der Gasse bereiten;

8. Da mich die Jungen sahen, und sich ver-steckten, und die Alten vor mir aufstanden;

9. Da die Obersten aufhöreten zu reden, undlegten ihre Hand auf ihren Mund;

10. Da die Stimme der Fürsten fich verkroch,und ihre Zunge an ihrem Gaumen klebte.

11. Denn welches Ohr mich hörete, der priesmich selig; und welches Auge mich sah, derrühmte mich.

12. Denn ich errettete den Armen, der da schrie,und den Waisen, der keinen Helfer hatte.