Vom Lohn der Bösen.
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Hiob preiset Gottes Macht. Hiob
s. Siehe, der Mond scheinet noch nicht, und*die Sterne find noch nicht rein vor seinen Amen:
* c. is, 15 .
6. Wie viel weniger ein Mensch, die Made,und ein Menschenkind, der Wurm?
Das 26. Capitel.
Hiob preiset Gottes Majestät viel herrlicher, als Bildad.
i. H>iob antwortete, und sprach:
^ 2. Wem stehest du bey? Dem, der keineKraft hat? Hilfst du dem, der keine Stärke inArmen hat?
Z. Wem gibst du Rath? Dem, der keine Weis-heit hat? Und zeigest einem Mächtigen, wie eres ansführen soll?
Für wen redest du ? Und für wen gehet derOdem von dir?
s. Die Riesen ängsten fich unter den Wassern,und die bey ihnen wohnen.
6. Die Hölle ist aufgedeckt vor ihm, und dasVerderben hat keine Decke.
7. Er breitet aus die Mitternacht nirgend an,und hänget die Erde an nichts.
8. Er * fasset das Wasser zusammen in seineWolken, und die Wolken zerreißen darunter
nicht. ' Ps- "4, 3.
9. Er hält seinen Stuhl, und breitet seineWolken davor.
10. Er hat um das Wasser ein Ziel gesetzet,bis das Licht sammt der Finsterniß vergehe.
ii. Die Säulen des Himmels zittern, undentsetzen fich vor seinem Schelten.
12. Vor seiner Kraft wird das Meer plötzlichungestüm, und vor seinem Verstand erhebet fichdie Höhe des Meers.
iz. Am Himmel wird es schön durch seinenWind, und seine Hand bereitet die geradeSchlange.
i^. Siehe, also gehet sein Thun; aber davonhaben wir ein geringes Wörtlein vernommen.Wer will aber den Donner seiner Macht ver-stehen ?
Das 27. Capitel.
Hiob hält, seine Unschuld zu retten, den Frommen und Heuchler gegen
einander.
1. Nnd Hiob fuhr fort, und hob an seine^ Sprüche, und sprach:
2. So wahr Gott lebet, der mir mein Rechtnicht gehen lasset, und der Allmächtige , dermeine Seele betrübet;
3. So lange mein Odem in mir ist, und dasSchnauben von Gotr in meiner Nase ist:
26. 27.
Meine Lippen sollen nichts Unrechtes reden,und * meine Zunge soll keinen Betrug sagen.
* Ps. 15, 3.
5. Das sey ferne von mir, daß ich euch Rechtgebe, bis daß mein Ende kommt, will ich nichtweichen von meiner Frömmigkeit.
6. Von meiner Gerechtigkeit, die ich habe, willich nicht lassen; mein * Gewissen beißt mich nichtmeines ganzen Lebens halber.
Ap. Gesch. 24, 16. 1 Cor. 4, 4.
7. Aber mein Feind wird erfunden werden ein
Gottloser, und der * fich wider mich auflehnet,ein Ungerechter. * c. 42,7.
8. Denn was ist die Hoffnung des Heuchlers ,
daß er so geitzig ist, und Gott doch seine*SeeleHinreisset? * Luc. 12,20.
9. Meinest du, * daß Gott sein Schreyen hörenwird, wann die Angst über ihn kommt?
* Joh. 9, 31.
10. Wie kann er an dem Allmächtigen Lusthaben, und Gott etwa anrufen?
11. Ich will euch lehren von der Hand Gottes;und was bey dem Allmächtigen gilt, will ichnicht verhehlen.
12. Stehe, ihr haltet euch alle für klug: warumgebt ihr denn solche unnütze Dinge vor?
13. Das ist der Lohn eines gottlosen Menschenbey Gott, und das Erbe der Tyrannen, das fievon dem Allmächtigen nehmen werden.
1^. Wird er*viele Kinderhaben, so werden fiedes Schwerts seyn ; und-k seine Nachkömmlingewerden des Brots nicht satt haben.
* 2 Kön. 1», 6. 7. -s Ps. 37, 25.
15. Seine Uebrigen werden im Tode begrabenwerden, und seine Witwen werden nicht weinen.
16. Wenn er Geld zusammen bringet wie Erde,und sammelt Kleider wie Leimen:
17. So wird er es wohl bereiten; aber derGerechte wird es anziehen, und der Unschuldigewird das Geld austheilen.
18. Er bauet sein Haus wie eine Spinne, undwie ein Hüther einen Schauer (Laubhütte) macyet.
19. Der * Reiche, wenn er fich legt, wird eres nicht mitraffen; er wird seine Augen auf-thun, und da wird nichts seyn. * Ps. 49, is.
20. Es wird ihn Schrecken überfallen wieWasser, des Nachts wird ihn das Ungewitterwegnehmen.
21. Der* Ostwind wird ihn wegsuhren, daßer dahin führet, und Ungestüm wird ihn vonseinem Ort treiben. * Ez«ch. 17,10.
22. Er wird solches über ihn führen, und