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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
497
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Hiob klaget.

H i o b 7. 8.

Vildads erste Rede.

und kothicht, meine Haut ist verschrumpfet undzu Nichte geworden.

6. Meine Tage find leichter dahin geflogen,denn eine Weberspule, und find vergangen, daßkein Aufhalten da gewesen ist.

7. Gedenke, daß mein Leben ein * Wind ist,

und meine Augen nicht wiederkommen, zu sehendas Gute. * c. 9/ 2§.

8. Und kein lebendiges Auge wird mich mehrsehen. Deine Augen sehen mich an, darübervergehe ich.

9. Eine Wolke vergehet und fahret dahin, alsower in die Hölle hinunter fährt, kommt nichtwieder herauf,

10. Und kommt nicht wieder in sein Haus,und sein Ort kennet ihn nicht mehr.

i i. Darum will auch ich meinem Munde nichtwehren, ich will reden von der Angst meinesHerzens, und will heraus sagen ' von der Be-trübniß meiner Seele. . * c. io, i.

12. Bin ich denn ein Meer-oder Wallfisch,daß du mich so verwahrest?

13. Wenn ich gedachte, mein Bette soll michtrösten, mein Lager soll mirs erleichtern;

i^. Wenn ich mit mir selbst rede; so erschreckestdu mich mit Träumen, und machst mir Grauen,

15. Daß meine Seele wünschet erhängen zuseyn , und meine Gebeine den Tod.

16. Ich begehre nicht mehr zu leben. Höreauf von mir, denn meine Tage find eitel ge-wesen.

17. "Was ist ein Mensch, daß du ihn großachtest, und bekümmerst dich mit ihm?

* Ps. 8, 5. Ps. 144/ 3. Ebr. 2 / 6.

18. Du suchest ihn täglich heim, und versuchestihn alle Stunden.

19. Warum thust du dich nicht von mir, undlässest nicht ab, bis ich meinen Speichel schlinge?

20. Habe ich gesündiget; was soll ich dir thun,o du ' Menschenhüther? Warum machst du michdaß ich auf dich stoße und bin mir selbst eine Last.

* Ps. 121/ 4.

21. Und warum vergibst du mir meine Misse-that nicht, und nimmst nicht weg meine Sünde?Denn nun werde ich mich in die Erde legen;und wenn man mich morgen suchet, werde ichnicht da seyn.

Das 8. Cäpitel.

Hiob wird von Bildad der Heuchelei) beschuldiget.

t.A)a antwortete * Bildad von Suah, und^ sprach: *c. 2 /ii.

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2. Wie lange willst du solches reden? Unddie Rede deines Mundes so einen stolzen Muthhaben ?

3. Meinest du, daß Gott unrecht richte, oderder Allmächtige das Recht verkehre?

Haben * deine Söhne vor ihm gesündiget;so hat er fie verstoßen um ihrer Missethat willen.

* e. i/ 18. 19.

5. So du dich aber beyzeiten zu Gott thust,und dem Allmächtigen flehest;

6. Und so du rein und fromm bist: so wirder aufwachen zu dir, und wird wieder aufrich-ten die Wohnung um deiner Gerechtigkeit willen:

7. Und * was du zuerst wenig gehabt hast, wirdhernach sehr zunehmen. * c. 42/10.

8. Denn frage die vorigen Geschlechter, undnimm dir vor, zu forschen ihre Väter.

9. (Denn wir find von gestern her, und wissennichts; * unser Leben ist ein Schatten auf Erden.)

* c. 14/ i. 2.

10. Sie werden dichs lehren, und dir sagen,und ihre Rede aus ihrem Herzen Hervorbringen.

11. Kann auch das Schilf aufwachsen, wo esnicht feucht stehet? Oder Gras wachsen ohneWasser?

12. Sonst, wenn es noch in der Blüthe ist,ehe es abgehauen wird, verdorret es, ehe dennman Heu machet.

13. So gehet es allen denen, die Gottes ver-

gessen; und die * Hoffnung der Heuchler wird ver-loren seyn. *c. 11/20.

1^. Denn seine Zuverficht vergeht, und seineHoffnung ist eine Spinnwebe.

15. Er verlässet fich auf sein Haus, und wirddoch nicht bestehen; er wird fich daran halten,aber doch nicht stehen bleiben.

16. Es hat wohl Feuchte, ehe denn die Sonnekommt; und Reiser wachsen hervor in seinemGarten.

17. Seine Saat stehet dick bey den Quellen,und sein Haus auf Steinen.

18. Wenn er ihn aber verschlinget von seinemOrt; wird er fich gegen ihn stellen, als kenneteer ihn nicht.

19. Siehe, das ist die Freude seines Wesens;und werden andere aus dem Staube wachsen.

20. Darum flehe, daß Gott nicht verwirft dieFrommen, und erhält nicht die Hand der Bos-haftigen,

21. Bis daß dein Mund voll Lachens werde,und deine Lippen voll Jauchzens.

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