Hamans Ehrgeiz E st h e r 3. 4. und Vlutdürstigkeit. 487
des Königs saß, wurden zween Kämmerer desKönigs, Bigthan und Theres, die der Thürhütheten, zornig und trachteten ihre Hände anden König Ahasveros zu legen.
22. Das ward Mardachai kund, und er sagtees an der Königin» Esther, und Esther sagte esdem König in Mardachai Nahmen.
23. Und da man solches forschete, ward esgefunden. Und fie wurden heyde an Bäumegehenkt, und ward geschrieben in die* Chronicavor dem König. * c. 6, i.
Das 3. Capitel.
Hamans Ehrgeiz und Blutdürstigkeit.
1. Aach diesen Geschichten machte der König
* Ahasveros Haman groß, den SohnMedatha, den Agagiter, und erhöhete ihn undsetzte seinen Stuhl über alle Fürsten, die beyihm waren.
2. Und alle Knechte des Königs, dis im Thordes Königs waren, beugten die Knie und bethe-ten Haman an; denn der König hatte es alsogebothen. Aber Mardachai beugte die Knienicht, nnd bethete nicht an.
3. Da sprachen des Königs Knechte, die imThor des Königs waren, zu Mardachai: Warumübertrittst du des Königs Geboth?
Und da sie solches täglich zu ihm sagten,und er ihnen nicht gehorchte, sagten sie es Ha-man an, daß sie sähen, ob solches Thun Mar-dachai bestehen würde; denn er hatte ihnen ge-sagt, daß er ein Jude wäre.
s. Und da Haman sah , daß Mardachai ihmnicht die Knie beugete, noch ihn anbethete;ward er voll Grimm.
6. Und verachtete es, daß er an Mardachaiallein sollte die Hand legen, denn sie hattenihm das Volk Mardachai angesagt; sondern ertrachtete das Volk Mardachai, alle Juden, soim ganzen Königreich Ahasveros waren, zu ver-tilgen.
7. Im ersten Monath, das ist der Monath
Nisan, im zwölften Jahr des Königreichs Ahas-veros , ward * das Loos geworfen vor Haman,von einem Tage auf den andern, und vomMonath bis auf den zwölften Monath, das istder Monath Adar. *c. 9/24.
8. Und Haman sprach zum König Ahasveros:Es ist ein Volk zerstreuet, und theilet sich unteralle Völker in allen Ländern deines Königreichs,und ihr Gesetz ist anders, denn aller Völker,und thun nicht nach des Königs Gesetzen; und
ist dem König nicht zu leiden, sie also zu lassen.
s. Gefällt * es dem König, so schreibe er, daßman es umbringe; so will ich zehn tausend Zent-ner Silber darwägen unter die Hand der Amt-leute, daß man es bringe in die Kammer desKönigs. * c. 4,19.
io. Da that der König * seinen Ring von derHand, und gab ihn Haman, dem Sohne Me-datha, dem Agagiter, der Juden Feind.
* c. 8 / 2.
i i. Und der König sprach zu Haman: DasSilber sey dir gegeben, dazu das Volk, daß dudamit thuest, was dir gefällt.
12. Da rief man die Schreiber des Königsam dreyzehnten Tag des ersten Monaths; undward geschrieben, wie Haman befahl, an dieFürsten des Königs, und zu den Landpflegernhin und her in den Ländern, und zu den Haupt-leuten eines jeglichen Volks in den Ländern hinund * her, nach der Schrift eines jeglichen Volksund nach ihrer Sprache, im Nahmen des KönigsAhasveros, und mit des Königs Ringe versiegelt.
* c. i/ 22.
13. Und die Briefe wurden gesandt durch dieLäufer in alle Länder des Königs, zu vertilgen,zu erwürgen und umzubringen alle Juden, bey-des Jung und Alt, Kinder und Weiber, aufEinen Tag, nähmlich auf den dreyzehnten Tagdes zwölften Monaths, das ist der MonathAdar, und ihr Gut zu rauben.
i^. Also war der Inhalt der Schrift, daßein Geboth gegeben wäre in allen Ländern,allen Völkern zu eröffnen, daß sie auf denselbenTag geschickt wären.
is. Und die Läufer gingen aus eilend nachdes Königs Geboth. Und zu Schloß Susanward angeschlagen ein Geboth. Und der Königund Haman saßen und tranken; aber die StadtSusan ward irre.
Das 4. Capitel.
Trauer und Fasten Mardachai und der Juden.
1. ^a Mardachai erfuhr alles, was geschehen^ war; * zerriß er seine Kleider, und legte
einen Sack an und Asche, und ging hinaus mit-ten in die Stadt, und schrie laut und kläglich,
* 1 Mos. 37/ 34.
2. Und kam vor das Thor des Königs. Dennes mußte Niemand zu des Königs Thor eiugehen,der einen Sack anhatte.
3. Und Ln allen Ländern, an welchen Ort desKönigs Wort und Geboth gelanget, war em