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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
488
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488 Trauer der Juden. Esther gehet Esther 4 . 5 . zum König, ladet ihn u. Haman zum Mahl.

großes Klagen unter den Juden, und vielefasteten, weineten, trugen Leid und lagen inSäcken und in der Asche.

Da kamen die Dirnen Esther und ihre Käm-merer , und sagten es ihr an. Da erschrak dieKonigmn sehr. Und sie sandte Kleider, daßMardachai anzöge und den Sack von ihm ab-legte ; er aber nahm sie nicht.

6 . Da rief Esther Hathach, unter des KönigsKämmerern, der vor ihr stand , und befahl ihman Mardachai, daß sie erführe, was das wäre,und warum er so thäte.

6. Da ging Hathach hinaus zu Mardachaian dis Gasse der Stadt, die vor dem Thordes Königs war.

7. Und Mardachai sagte ihm alles, was ihmbegegnet wäre, und * die Summa des Silbers,das Haman geredet hatte in des Königs Kammerdarzuwägen um der Juden willen, sie zu vertilgen.

' c. 3/ 9.

8 . Und gab ihm die Abschrift des Geboths,das zu Susan angeschlagen war, sie zu vertil-gen , daß er es Esther zeigete, und ihr ansageteund geböthe ihr, daß sie zum König hineinginge, und thäte eine Bitte an ihn, und fragtevon ihm um ihr Volk.

9 . Und da Hathach hinein kam, und sagte Est-her die Worte Mardachai;

10. Sprach Esther zu Hathach, und gebothihm an Mardachai:

11. Es wissen alle Knechte des Königs und dasVolk in den Landen des Königs, daß, wer zumKönig hinein gehet, inwendig in den Hof, ersey Mann oder Weib, der nicht gerufen ist,der soll stracks Geboths sterben; es sey denn,daß der König * den goldenen Scepter gegen ihnreiche, damit er lebendig bleibe. Ich aber binnun in dreyßig Tagen nicht gerufen zum,nig hinein zu kommen. '«. 6, 2 . c. s, 4.

12. Und da die Worte der Esther wurdenMardachai angesagt,

13. Hieß Mardachai Esther wieder sagen: Ge-denke nicht, daß du dein Leben errettest, weildu im Hause des Königs bist, vor allen Juden;

1^. Denn wo du wirst zu dieser Zeit schweigen,so wird eine Hülfe und Errettung aus einemandern Ort den Juden entstehen, und du unddeines Vaters Haus werdet umkommen. Und'wer weiß, ob du um dieser Zeit willen zumKönigreich gekommen bist? * 1 Mos 43/ 7.

15. Esther hieß Mardachai antworten:

16. So gehe hin und versammle alle Juden,

die zu Susa-, vorhanden sind, und fastet fürmich, daß ihr nicht esset und trinket in dreyenTagen weder Tag noch Nacht; ich und meineDirnen wollen auch also fasten. Und also willich zum König hinein gehen wider das Geboth;"komme ich um, so komme ich um. "-Kön. 7 , 4 .

17. Mardachai ging hin und that alles, wasihm Esther gebothen hatte.

D a s 5 . C a p i t e l.

Esther gehet zum König/ und Haman stellet Mardachai nach dem

Leben.

1. Nnd am dritten Tage zog sich Esther könig-^ lich an, und trat in den Hof am Hause

des Königs inwendig gegen dem Hause des Kö-nigs. Und der König saß auf seinem königlichenStuhl im königlichen Hause, gegen der Thürdes Hauses.

2. Und da der König sah Esther, die Königimr,stehen im Hofe; fand sie Gnade vor seinen Au-gen. Und der' König reckte den goldenen Scep-ter in seiner Hand gegen Esther. Da trat Estherherzu, und rührete die Spitze des Seepters an.

* c. 4 / 11. c. 8 / 4 .

3. Da sprach der König zu ihr: Was ist dir,

Esther, Königinn? Und was forderst du? Auch* die Hälfte des Königreichs soll dir gegeben wer-den. * Marc. 6, 23.

Esther sprach: * Gefällt es dem König, sokomme der König und Haman heute zu demMahl, das ich zugerichtet habe. *«. i/19.

5. Der König sprach: Eilet, daß Haman thue,was Esther gesagt hat. Da nun der König undHaman zu dem Mahl kamen, das Esther zu-gerichtet hatte;

6 . Sprach der König zu Esther, da er Weingetrunken hatte: Was bittest du, Esther? Essoll dir gegeben werden. Und was forderst du?Auch die Hälfte des Königreichs, es soll ge-schehen.

7. Da antwortete Esther, und sprach: MeineBitte und Begehren ist:

8 . Habe * ich Gnade gefunden vor dem König,und so es dem König gefällt, mir zu geben meineBitte und zu thun mein Begehren; so kommeder König und Haman zu dem Mahl, das ichfür sie zurichten will; so will ich morgen thun,was der König gesagt hat. - 7 / 3.

9. Da ging Haman des Tages hinaus fröhlichund gutes Muths. Und da er sah Mardachai imThor des Königs, daß er nicht anfstand, nochsich vor ihm bewegte; ward er voll Zorn überMardachai.

10. Aber