Druckschrift 
[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
486
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Efthe r 2.

ft 86 Esther erwählet.

Schrift/ und zu jeglichem Volk nach seinerSprache / daß i- ein jeglicher Mann der Oberherrin seinem Hause sey; und ließ reden nach derSprache seines Volks. * c. 3 /12. -1-1 Mos. 3,16.

Das 2. Capitel.

Esther wird z» königlichen Ehren erhoben.

1. Wach diesen Geschichten/ da der Grimm^ * des Königs Ahasveros sich gelegt hatte /

gedachte er an Vasthi / was sie gethan hatte /und was über sie beschlossen wäre.

2. Da sprachen die Knaben des Königs/ dieihm dieneten: Man suche dem König jungeschöne Jungfrauen;

3. Und der König bestelle Schauer in allenLanden seines Königreichs/ daß sie allerlei) jungeschöne Jungfrauen zusammen bringen gen SchloßSusan/ in das Frauen - Zimmer/ unter die HandHegai/ des Königs Kämmerers/ der der Weiberwartet / und gebe ihnen ihren Schmuck;

Und welche Dirne dem König gefällt/ diewerde Königin« an Vasthi Statt. Das gefieldem König / und that also.

5. Es war aber ein Jüdischer Mann zu Schloß

Susan/ der hieß * Mardachai/ ein Sohn Jairs/des Sohnes Simei/ des Sohnes Kis/ des Soh-nes Jemini / * Mh. 7,7.

6. Der mit weggeführet war von Jerusalem /da Jechanja/ der König Juda/ weggeführetward / welchen NebucadNezar / der König zuBabel / wegführete.

7. Und er war ein Vormund Hadassa/ die istEsther / einer Tochter seines Vetters; denn siehatte weder Vater noch Mutter. Und sie wareine schöne und feine Dirne. Und da ihr Vaterund Mutter starb / nahm sie Mardachai auf zurTochter.

8 . Da nun das Geboth und Gesetz des Königslaut ward / und viele Dirnen zu Haufen gebrachtwurden gen Schloß Susan unter die Hand He-gai; ward Esther auch genommen zu des KönigsHaus/ unter die Hand Hegai / des Hüthers derWeiber.

9. Und die Dirne gefiel ihm / und sie fandBarmherzigkeit vor ihm. Und er eilete mitihrem Schmuck / daß er ihr ihren Theil gäbe /und sieben feine Dirnen von des Königs Hausedazu. Und er that sie mit ihren Dirnen an denbesten Ort im Frauen-Zimmer.

10. Und Esther sagte ihm nicht an ihr Volkund ihre Freundschaft; denn Mardachai hatteihr gebothell/ sie sollte es nicht ansagen»

Esther wird Königin».

i i. Und Mardachai wandelte alle Tage vordem Hofe am Frauen-Zimmer/ daß er erführe,ob es Esther wohl ginge, und was ihr geschehenwürde.

12. Wenn aber die bestimmte Zeit einer jeg-lichen Dirne kam, daß sie zum König Ahasveroskommen sollte, nachdem sie zwölf Monathe imFrauen-Schmuck gewesen war (denn ihr Schmü-cken mußte so viel Zeit haben, nähmlich sechsMonathe mit Balsam und Myrrhen, und sechsMonathe mit guter Spezerey, so waren denndie Weiber geschmückt.)

13. Alsdann ging eine Dirne zum König, undwelche sie wollte, mußte man ihr geben, die mitihr vom Frauen-Zimmer zu des Königs Hauseginge.

. Und wenn eine des Abends hinein kam;die ging des Morgens von ihm in das andereFrauen-Zimmer unter die Hand Saasgas, desKönigs Kämmerers, der Kebsweiber Hüthers.Und sie mußte nicht wieder zum König kommen;es lüstete denn den König, und ließe sie mit Nah-men rufen.

1 5 . Da nun die Zeit Esthers herzu kam, * derTochter Abihails, des Vetters Mardachai (dieer zur Tochter hatte ausgenommen) daß sie zumKönig kommen sollte; begehrete sie nichts, dennwas Hegai, des Königs Kämmerer, der Wei-ber Hüther, sprach. Und Esther fand Gnadevor allen, die sie ansahen. * c. 29 .

16. Es ward aber Esther genommen zum KönigAhasveros, ins königliche Haus im zehntenMonath, der da heisset Tebeth, im siebentenJahr seines Königreichs.

17. Und der König gewann Esther lieb überalle Weiber, und sie fand Gnade und Barm-herzigkeit vor ihm vor allen Jungfrauen. Under setzte die königliche Krone auf ihr Haupt,und machte sie zur Königin» an Vasthi Statt.

18. Und der König "machte ein großes Mahlallen seinen Fürsten und Knechten, (das warein Mahl um Esthers willen) und ließ die Län-der ruhen, und gab königliche Geschenke aus.

* c. 1/ 3. Dan. 3/ 1 .

19. Und da man das andere Mahl Jungfrauenversammelte, saß Mardachai im Thor des Königs.

20. Und Esther hatte noch nicht angesagt ihreFreundschaft, noch ihr Volk; wie ihr dennMardachai gebothen hatte. Denn Esther thatnach dem Wort Mardachai, gleich als da erihr Vormund war.

21. Zu derselbigen Zeit, da Mardachai im Thor