474 Nehemia ist Landpfleger, Nehemia 5 . 6 . Saneballat u. Andere suchen ihn abzuschrecken.
zu uns gekauft haben? Da schwiegen sie, undfanden nichts zu antworten,s. Und ich sprach: Es ist nicht gut, das ihrthut. Solltet ihr nicht in der Furcht Gotteswandeln um der Schmach willen der Heiden,unserer Feinde?
io. Ich und meine Brüder und meine Knabenhaben ihnen auch Geld gethan, und Getreide;den Wucher aber haben wir nachgelassen,i i. So gebt ihnen nun heutiges Tages wiederihre Aecker, Weinberge, Oehlgärten und Häu-ser, und den hundertsten am Gelde, am Ge-treide, am Most und am Oehl, das ihr anihnen gewuchert habt.
12. Da sprachen sie: Wir wollen es wieder-geben, und wollen nichts von ihnen fordern,und wollen thun, wie du gesagt hast. Und ichrief die Priester, und nahm einen Eid vonihnen, daß sie also thun sollten.
13. Auch schüttelte ich meinen Busen aus, und
sprach: Also schüttle Gott aus Jedermann vonseinem Hause und von seiner Arbeit, der dießWort nicht handhabet, daß er sey ' ausgeschüt-telt und leer. Und die ganze Gemeine sprach:Amen, und lobten den Herrn. Und das Volkthat also. *Matth. 10 , 14 .
I2j. Auch von der Zeit an, da mir befohlenward ein Landpfleger zu seyn im Lande Juda,nähmlich vom zwanzigsten Jahr an bis in daszwey und dreyßigste Jahr des Königs Arthasast-ha, das sind zwölf Jahre, nährete ich mich undmeine Brüder nicht von der Landpfleger Kost.
is. Denn die vorigen Landpfleger, die vor mirgewesen waren, hatten das Volk beschweret,und hatten von ihnen genommen Brot undWein, dazu auch vierzig Sekel Silber; auchhatten ihre Knaben mit Gewalt gefahren überdas Volk. Ich that aber nicht also, um derFurcht Gottes willen.
io. Auch arbeitete ich an der Mauern Arbeit,und kaufte keinen Acker, und alle meine Knabenmußten daselbst an die Arbeit zu Haufe kommen.
17. Dazu waren der Juden und Obersten hun-dert und fünfzig an meinem Tische, die zu mirgekommen waren aus den Heiden, die um unsher sind.
18. Und man machte mir des Tages einenOchsen, und sechs erwählte Schafe, und Vögel,und je innerhalb zehn Tagen allerley Wein dieMenge. Noch forderte ich nicht der LandpflegerKost, denn der Dienst war schwer auf demVolk.
19. Gedenke mir, mein Gott, zum Bestenalles, das ich diesem Volk gethan habe.
Das 6. Capitel.
Nehemia treibet durch seine Vorsichtigkeit die Hindernisse am Werke
zurück.
1. Nnd da Saneballat, Tobia und Gosem,^ der Araber, und andere unserer Feinde
erfuhren, daß ich die Mauern gebauet hatte undkeine Lücke mehr daran wäre, wiewohl ich dieThüren zu der Zeit noch nicht gehänget hattein den Thoren;
2. Sandte Saneballat und Gosem zu mir,und ließen mir sagen: Komm, und laß unszusammen kommen in den Dörfern, in der FlächeOno. * Sie gedachten mir aber Böses zu thun.
* 1 Mos. äo, 20.
3. Ich aber sandte Bothen zu ihnen, und ließihnen sagen: Ich habe ein großes Geschäfte aus-zurichten, ich kann nicht hinab kommen; esmöchte das Werk nachbleiben, wo ich die Handabthäte und zu euch hinab zöge.
Sie sandten aber wohl viermahl zu mirauf diese Weise, und ich antwortete ihnen aufdiese Weise.
s. Da sandte Saneballat zum fünften Mahlzu mir seinen Knaben mit einem offenen Briefein seiner Hand.
6. Darinnen war geschrieben: Es ist vor dieHeiden gekommen und Gosem hat es gesagt,daß du und die Juden gedenket abzufallen,darum du die Mauern bauest, und du wollestihr König seyn in diesen Sacken;
7 . Und du habest die Propheten bestellet, dievon dir ausschreyen sollen zu Jerusalem, undsagen: Er ist der König Juda. Nun solcheswird vor den König kommen. So komm nun,und laß uns mit einander rathschlagen.
8. Ich aber sandte zu ihm, und ließ ihm sagen:Solches ist nicht geschehen, das du sagest; duhast es aus deinem Herzen erdacht.
9. Denn sie alle wollten uns furchtsam machn,und gedachten: Sie sollen die Hand abthun vomGeschäfte, daß sie nicht arbeiten. Aber ichstärkte desto mehr meine Hand.
10. Und ich kam in das Haus Semaja, desSohnes Delaja, des Sohnes Mehetabeels;und er hatte sich verschlossen, und sprach: Laßuns zusammen kommen im Hause Gottes mittenim Tempel, und die Thüre des Tempels zu-schließen; denn sie werden kommen dich zu er-würgen , und werden bey der Nacht kommen,daß sie dich erwürgen.