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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
473
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Die Juden bauen gerüstet.

Nehemiü 4. 6.

Geschrey des Volks.

Sünde vertilge nicht vor dir; denn sie haben dieBauleute gereizet.

6 . Aber wir baueten die Mauern, und fügtensie ganz an einander bis an die halbe Höhe.Und das Volk gewann ein Herz zu arbeiten.

7 . Da aber Saneballat, und Tobia, und dieAraber, und Ammouiter / und Asdoditer höre-ten, daß die Mauern zu Jerusalem zugemachtwaren, und daß sie die Lücken angefangen hattenzu büßen, wurden sie sehr zornig,

8 . Und machten allesammt einen Bund zuHaufen, daß sie kämen, und stritten wider Je-rusalem , und machten darinnen einen Jrrthum.

9 . Wir aber betheten zu unferm Gott, undstelleten Huth über sie Tag und Nacht gegen sie.

10. Und Juda sprach: Die Kraft der Trägerist zu schwach, und des Staubs ist zu viel; wirkönnen an der Mauer nicht bauen.

i i. Unsere Widersacher aber gedachten: Siesollen es nicht wissen noch sehen, bis wir mittenunter sie kommen und sie erwürgen und dasWerk hindern.

12. Da aber die Juden, die neben ihnen woh-ueten, kamen, und sagten es uns wohl zehn-mahl , aus allen Orten, da sie um uns wohneten;

13 . Da stellete ich unten an die Oerter hinterder Mauer in die Graben das Volk nach ihrenGeschlechtern mit ihren Schwertern, Spießenund Bogen.

i^. Und besah es, und machte mich auf, undsprach zu den Rathsherren und Obersten unddem andern Volk: Fürchtet euch nicht vor ihnen,gedenket an den* großen und schrecklichen Herrn,und streitet für eure Brüder, Söhne, Töchter,Weiber und Häuser. *c. i, §.

is. Da aber unsere Feinde höreten, daß esuns war kund geworden; ' machte Gott ihrenRath zu Nichte. Und wir kehrten alle wiederzur Mauer, ein Jeglicher zu seiner Arbeit.

* Hiob 5, 12.

16. Und es geschah hinförder, daß die Jüng-linge die Hälfte thaten die Arbeit, die andereHälfte hielten Spieße, Schilde,, Bogen undPanzer; und die Obersten standen hinter demganzen Hause Juda,

17. Die da baueren au der Mauer, und trugenLast von denen, die ihnen auftuden; mit einerHand tharen sie die Arbeit, und mit der andernhielten sie die Waffen.

18. Und ein Jeglicher, der da bauete, hattesein Schwert an seine Lenden gegurtet und bauetealso; und der mit der Posaune blies, war nebenmir.

19. Und ich sprach zu den Rathsherren undObersten, und zum andern Volk: Das Werkist groß und weit, und wir find zerstreuet aufder Mauer ferne von einander.

20. An welchem Ort ihr nun die Posaune lau-ten höret, dahin versammelt euch zu uns. UnserGott wird für uns streiten;

21. So wollen wir am Werk arbeiten. Undihre Hälfte hielt die Spieße, von dem Aufgangder Morgenröthe bis die Sterne hervor kamen.

22. Auch sprach ich zu der Zeit zu dem Volk:Ein Jeglicher bleibe mit seinem Knaben überNacht zu Jerusalem, daß wir des Nachts derHuth und des Tages der Arbeit warten.

23 . Aber ich und meine Brüder, und meineKnaben, und die Männer an der Huth hintermir, wir zogen unsere Kleider nicht aus; einJeglicher ließ das Baden anstehen.

Das 5. Capitel.

Nchemia thut die Beschwerden des Volks ab.

1. Nnd es erhob sich ein großes Geschrey des^ Volks und ihrer Weiber wider ihre Brü-der , die Juden.

2. Und waren Etliche, die da sprachen: Unse-rer Söhne und Töchter sind viele; laßt unsGetreide nehmen und essen, daß wir leben.

3 . Aber Etliche sprachen: Laßt uns unsereAecker, Weinberge und Häuser versetzen, undGetreide nehmen in der Theurung.

> 4 . Etliche aber sprachen: Laßt uns Geld ent-lehnen auf Zinse dem König auf unsere Aeckerund Weinberge.

6 . Denn unserer Brüder Leib ist wie unserLeib, und ihre Kinder wie unsere Kinder;sonst würden wir unsere Söhne und Töchterunterwerfen dem Dienst, und sind schon unsererTöchter etliche unterworfen, und ist kein Ver-mögen in unfern Händen, auch würden unsereAecker und Weinberge der Andern.

6 . Da ich aber ihr Schreyen und solche Wortehörete, ward ich sehr zornig.

7 . Und mein Herz ward Raths mit mir,daß ich schalt die Rathsherren und die Oberstenund sprach zu ihnen: Wollt ihr einer auf denandern ' Wucher treiben? Und ich brachte einegroße Gemeine wider sie,

* 2 Mos. 22/ 25. 3 Mos 25/. 37.

8 . Und sprach zu ihnen: Wir haben unsereBrüder, die Juden, erkauft, die den Heidenverkauft waren, nach unserm Vermögen; undihr wollt auch eure Brüder verkaufen, die wir

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