Die Juden bauen gerüstet.
Nehemiü 4. 6.
Geschrey des Volks.
Sünde vertilge nicht vor dir; denn sie haben dieBauleute gereizet.
6 . Aber wir baueten die Mauern, und fügtensie ganz an einander bis an die halbe Höhe.Und das Volk gewann ein Herz zu arbeiten.
7 . Da aber Saneballat, und Tobia, und dieAraber, und Ammouiter / und Asdoditer höre-ten, daß die Mauern zu Jerusalem zugemachtwaren, und daß sie die Lücken angefangen hattenzu büßen, wurden sie sehr zornig,
8 . Und machten allesammt einen Bund zuHaufen, daß sie kämen, und stritten wider Je-rusalem , und machten darinnen einen Jrrthum.
9 . Wir aber betheten zu unferm Gott, undstelleten Huth über sie Tag und Nacht gegen sie.
10. Und Juda sprach: Die Kraft der Trägerist zu schwach, und des Staubs ist zu viel; wirkönnen an der Mauer nicht bauen.
i i. Unsere Widersacher aber gedachten: Siesollen es nicht wissen noch sehen, bis wir mittenunter sie kommen und sie erwürgen und dasWerk hindern.
12. Da aber die Juden, die neben ihnen woh-ueten, kamen, und sagten es uns wohl zehn-mahl , aus allen Orten, da sie um uns wohneten;
13 . Da stellete ich unten an die Oerter hinterder Mauer in die Graben das Volk nach ihrenGeschlechtern mit ihren Schwertern, Spießenund Bogen.
i^. Und besah es, und machte mich auf, undsprach zu den Rathsherren und Obersten unddem andern Volk: Fürchtet euch nicht vor ihnen,gedenket an den* großen und schrecklichen Herrn,und streitet für eure Brüder, Söhne, Töchter,Weiber und Häuser. *c. i, §.
is. Da aber unsere Feinde höreten, daß esuns war kund geworden; ' machte Gott ihrenRath zu Nichte. Und wir kehrten alle wiederzur Mauer, ein Jeglicher zu seiner Arbeit.
* Hiob 5, 12.
16. Und es geschah hinförder, daß die Jüng-linge die Hälfte thaten die Arbeit, die andereHälfte hielten Spieße, Schilde,, Bogen undPanzer; und die Obersten standen hinter demganzen Hause Juda,
17. Die da baueren au der Mauer, und trugenLast von denen, die ihnen auftuden; mit einerHand tharen sie die Arbeit, und mit der andernhielten sie die Waffen.
18. Und ein Jeglicher, der da bauete, hattesein Schwert an seine Lenden gegurtet und bauetealso; und der mit der Posaune blies, war nebenmir.
19. Und ich sprach zu den Rathsherren undObersten, und zum andern Volk: Das Werkist groß und weit, und wir find zerstreuet aufder Mauer ferne von einander.
20. An welchem Ort ihr nun die Posaune lau-ten höret, dahin versammelt euch zu uns. UnserGott wird für uns streiten;
21. So wollen wir am Werk arbeiten. Undihre Hälfte hielt die Spieße, von dem Aufgangder Morgenröthe bis die Sterne hervor kamen.
22. Auch sprach ich zu der Zeit zu dem Volk:Ein Jeglicher bleibe mit seinem Knaben überNacht zu Jerusalem, daß wir des Nachts derHuth und des Tages der Arbeit warten.
23 . Aber ich und meine Brüder, und meineKnaben, und die Männer an der Huth hintermir, wir zogen unsere Kleider nicht aus; einJeglicher ließ das Baden anstehen.
Das 5. Capitel.
Nchemia thut die Beschwerden des Volks ab.
1. Nnd es erhob sich ein großes Geschrey des^ Volks und ihrer Weiber wider ihre Brü-der , die Juden.
2. Und waren Etliche, die da sprachen: Unse-rer Söhne und Töchter sind viele; laßt unsGetreide nehmen und essen, daß wir leben.
3 . Aber Etliche sprachen: Laßt uns unsereAecker, Weinberge und Häuser versetzen, undGetreide nehmen in der Theurung.
> 4 . Etliche aber sprachen: Laßt uns Geld ent-lehnen auf Zinse dem König auf unsere Aeckerund Weinberge.
6 . Denn unserer Brüder Leib ist wie unserLeib, und ihre Kinder wie unsere Kinder;sonst würden wir unsere Söhne und Töchterunterwerfen dem Dienst, und sind schon unsererTöchter etliche unterworfen, und ist kein Ver-mögen in unfern Händen, auch würden unsereAecker und Weinberge der Andern.
6 . Da ich aber ihr Schreyen und solche Wortehörete, ward ich sehr zornig.
7 . Und mein Herz ward Raths mit mir,daß ich schalt die Rathsherren und die Oberstenund sprach zu ihnen: Wollt ihr einer auf denandern ' Wucher treiben? Und ich brachte einegroße Gemeine wider sie,
* 2 Mos. 22/ 25. 3 Mos 25/ 3Ü. 37.
8 . Und sprach zu ihnen: Wir haben unsereBrüder, die Juden, erkauft, die den Heidenverkauft waren, nach unserm Vermögen; undihr wollt auch eure Brüder verkaufen, die wir
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