Druckschrift 
[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
322
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Z22 David beweinet Absalom. 2 Samuelis 18. 19.

David kommt wieder.

fty der Herr, dein Gott, der die Leute, dieihre Hand wider meinen Herrn, den König, auf-hoben, übergeben hat.

29. Der König aber sprach: Gehet es auchwohl dem Knaben Absalom? Ahimaaz sprach:Ich sah ein großes Getümmel, da des KönigsKnecht Joab mich, deinen Knecht, sandte, undweiß nicht, was es war.

30. Der König sprach: Geheherum, und trittdaher. Und er ging herum, und stand allda.

31. Siehe, da kam Chusi, und sprach: Hiergute Bothschaft, mein Herr König l Der Herrhat dir heute Recht verschaffet von der Handaller, die sich wider dich auflehnten.

32. Der König aber sprach zu Chusi: Gehetes dem Knaben Absalom auch wohl? Chusisprach: Es müße allen Feinden meines HerrnKönigs gehen, wie es dem Knaben gehet; undallen, die sich wider dich auflehnen, Nebel zuthun!

33. Da ward der König traurig, und ginghin auf den Saal im Thor, und weinete, undim Gehen sprach * er also: Mein Sohn Absa-lom, mein Sohn, mein Sohn Absalom! WollteGott, ich müßte für dich sterben! O Absalom,mein Sohn , mein Sohn! * c. 19, 4 . Rom. 9 / 3 .

Das 19. Capitel.

David wird wieder ins Königreich eingesetzt.

1. Nnd es ward Joab ungesagt: Siehe, der" König * weinet und trägt Leid um Absalom.

* c. 18, 33.

2. Und ward aus dem Siege des Tages einLeid unter dem ganzen Volk, denn das Volkhatte gehöret des Tages, daß sich der König umseinen Sohn bekümmerte.

3. Und das Vol? stahl sich weg an dem Tage ,daß es nicht in die Stadt kam, wie sich einVolk wegstiehlet, das zu Schanden gewordenist, Wenns im Streit geflohen ist.

Der König aber hatte sein Angesicht ver-hüllet , und schrie laut: Ach mein Sohn Ab-salom, Absalom, mein Sohn, mein Sohn.

5. Joab aber kam zum Könige ins Haus,und sprach : Du hast heute schamroth gemaltalle deine Knechte, die heute deine, deinerSöhne, deiner Töchter, deiner Weiber unddeiner Kebsweiber Seelen errettet haben;

6. Daß du lieb habest, die dich hassen, undhassest, die dich lieb haben. Denn du lassestdich heute merken, daß dir nichts gelegen ist anden Hauptleuten und Knechten. Denn ich merke

heute wohl, wenn dir nur Absalom lebte, undwir heute alle todt wären, das däuchte dich rechtseyn.

7. So mache dich nun auf, und gehe heraus,und rede mit deinen Knechten freundlich. Dennich schwöre dir bey dem Herrn: Wirst du nichtheraus gehen, es wird kein Mann bey dirbleiben diese Nacht über. Das wird dir ärgerseyn, denn alles Uebel, das über dich gekommenist von deiner Jugend auf bis hieher.

8. Da machte sich der König auf, und setztesich ins Thor. Und man sagte es allem Volk:Siehe, der König sitzet im Thor. Da kamalles Volk vor den König. Aber * Israel wargeflohen, ein Jeglicher in seine Hütte.

* c. 18, 17.

9. Und es zankte sich alles Volk in allenStämmen Israels, und sprachen: Der Könighat uns errettet von der Hand unserer Feinde,und erlösete uns von der Philister Hand, undhat müßen aus dem Lande fliehen vor Absalom.

10. So ist Absalom gestorben im Streit, denwir über uns gesalbet hatten. Warum seyd ihrnun so stille, daß ihr den König nicht wiederhöhlet?

i i. Der König aber sandte zu Zadok undAbJathar, den Priestern, und ließ ihnen sa-gen: Redet mit den Aeltesten in Juda, undsprechet: Warum wollt ihr die Letzten seyn,den König wieder zu hohlen in sein Haus?(Denn die Rede des ganzen Israels war vorden König gekommen in sein Haus.)

12. Ihr seyd meine Brüder, mein Bein undmein Fleisch; warum wollt ihr denn die Letztenseyn, den König wieder zu hohlen?

13. Und zu *Amasa sprechet: Eist du nicht

mein Bein und mein Fleisch? Gott thue mirdieß und das, wo du nicht sollst seyn Feld-hauptmann vor mir dein Lebenlang an JoabsStatt. * c. 17, 23. -I- 1 Chr. 2, 16. 17.

i^. Und er neigte das Herz aller MännerJuda, wie Eines Mannes. Und sie sandtenhin zum Könige: Komm wieder, du und alledeine Knechte.

15. Also kam der König wieder. Und da eran den Jordan kam, waren die Männer Judagen Gilgal gekommen, hinab zu ziehen demKönige entgegen, daß sie den König über denJordan führeten.

16. Und * Simei, der Sohn Gera, desSohnes Jemini, der zu Bahurim wohnete,