Absal. beschläft-Davids Kebsweiber. 2 Samuelis 16. 17. Ahitophel und Husai rathen. 319
fluchen; denn der Herr hat es ihm geheissen:Fluche David. Wer kann nun sagen : Warumthust du also? * c. 19/ 22 .
11. Und David sprach zu Abisai, und zu allenseinen Knechten: Siehe, mein Sohn , der vonmeinem Leibe gekommen ist, stehet mir nachmeinem Leben, warum nicht auch jetzt der SohnJemini? Laßt ihn bezähmen, daß er stuche;denn der Herr hat es ihm geheissen.
12. Vielleicht wird der Herr mein Elend ari-schen, und mir mit Güte vergelten sein heutigesFluchen.
13. Also ging David mit seinen Leuten desWeges; aber Simei ging an des Berges Seiteneben ihm her, und fluchte, und warf mit Stei-nen zu ihm, und sprengete mit Erdenklößen.
i^. Und der König kam hinein mit allemVolk, das bey ihm war, müde, und erquicktesich daselbst.
is. Aber Absalom, und alles Volk der Män-ner Israel, kamen gen Jerusalem, und Ahito-phel mit ihm.
16. Da aber Husai, der Arachiter, * Davids
Freund, zu Absalom hinein kam, sprach er zuAbsalom: t Glück zu, Herr König! Glück zu,Herr König! *«. "/ 37. -i-1 Sam. 10/ 21.
17. Absalom aber sprach zu Husai: Ist dasdeine Barmherzigkeit an deinem Freunde? War-um bist du nicht mit deinem Freunde gezogen?
18. Husai aber sprach zu Absalom: Nicht also,sondern welchen der Herr erwählet, und dießVolk, und alle Männer in Israel; deß will ichseyn, und bey ihm bleiben.
19. Zum andern, wem sollte ich dienen? Sollteich nicht vor seinem Sohne dienen? Wie ich vordeinem Vater gedienet habe, so will ich auchvor dir seyn.
20. Und Absalom sprach zu Ahitophel: Rathetzu, was sollen wir thun?
21. Ahitophel sprach zu Absalom: Beschlafdie Kebsweiber deines Vaters, " die er gelassenhat das Haus zu bewahren; so wird das ganzeIsrael hören, daß du deinen Vater Haft -k stin-kend gemacht, und wird aller Hand, die beydir sind, desto kühner werden.
* e. 1L/ 16. -f 1 Sam. 13 / 4 .
22. Da machten sie Absalom eine Hütte auf
dem Dache, und * Absalom beschlief die Kebs-weiber seines Vaters vor den Augen des ganzenIsraels. * c. 12/ n.
23. Zu der Zeit, wenn Ahitophel einen Rathgab, das war, als wenn man Gott um etwas
hätte gefraget; also waren alle Rathschläge Ahitophels beydes bey David und bey Absalom.
Das 17. Capitel.
Ahitophels nichtiger Rath / und verzweifeltes Ende.
1. Nnd Ahitophel sprach zu Absalom: Ich will" zwölf tausend Mann auslesen, und mich
aufmachen, und * David nachjagen bey der Nacht,
* Ps. 71/ 11.
2. Und will ihn überfallen, weil er matt undlaß ist. Wenn ich ihn dann erschrecke, daß allesVolk, so bey ihm ist, fliehet; will ich den Königallein schlagen,
3 . Und alles Volk wieder zu dir bringen.Wenn dann Jedermann zu dir gebracht ist,wie du begehrest; so bleibet alles Volk mitFrieden.
- 4 . Das dauchte Absalom gut seyn, und allenAeltesten in Israel.
s. Aber Absalom sprach: Lieber, lasset"Hu-sai, den Arachiten, auch rufen, und hören, waser dazu sagt. * <> 16/16.
6 . Und da Husai hinein zu Absalom kam,sprach Absalom zu ihm: Solches hat Ahitophelgeredet; sage du, sollen wir es thun oder nicht?
7 . Da sprach Husai zu Absalom: Es ist nichtein guter Rath, den Ahitophel auf dießmahlgegeben hat.
8 . Und Husai sprach weiter: Du kennest deinenVater wohl, und seine Leute, daß sie stark sindund zornigen Gemüths, wie ein Bär, dem dieJungen auf einem Felde geraubet sind; dazu istdein Vater ein Kriegsmann, und wird sich nichtsäumen mit dem Volk.
9. Siehe, er hat sich jetzt vielleicht verkrochenirgend in einer Grube, oder sonst an einem Ort.Wenn es dann geschähe, daß das erste Mahlübel geriethe, und käme ein Geschrey und spräche:Es ist eine Schlacht geschehen in dem Volk, dasAbsalom nachfolget;
10. So würde Jedermann verzagt werden,der auch sonst ein Krieger ist, und ein Herzhat, wie ein Löwe. Denn es weiß ganz Is-rael , daß dein Vater stark ist, und Krieger,die bey ihm sind.
11. Aber das rathe ich, daß du zu dir ver-sammelst ganz Israel, von Dan an bis genBerSeba, so viel, als der Sand am Meer;und deine Person ziehe unter ihnen.
12. So wollen wir ihn überfallen , an welchemOrt wir ihn finden, und wollen über ihn kom-men, wie der Thau auf die Erde fällt, daß