290 Davids Bund mit Jonathan. 1 Samuelis 20 . Saul will Jonathan spießen.
wohl stehet mit David, und nicht hinsende zudir, und vor deinen Ohren offenbare;
13. So thue der Herr Jonathan dieß undjenes. Wenn aber das Böse meinem Vatergefällt wider dich; so will ichs auch vor deinenOhren offenbaren, und dich lassen, daß du mitFrieden weggehest. Und der Herr sey mit dir/wie er mit meinem Vater gewesen ist.i^. Thue ichs nicht; so thue keine Barmher-zigkeit des Herrn an mir/ weil ich lebe; auchnicht/ so ich sterbe.
is. Und wenn der Herr die Feinde Davidsausrotten wird / einen Jeglichen aus dem Lande;so reisse du deine Barmherzigkeit nicht von mei-nem Hause ewiglich.
1 6 . Also machte Jonathan einen Bund mit demHause Davids, und sprach: Der Herr forderees von der Hand der Feinde Davids.
17 . Und Jonathan fuhr weiter und schwurDavid / so * lieb hatte er ihn ; denn er hatte ihnso lieb als seine Seele. * c. is, i.
18. Und Jonathan sprach zu ihm: Morgen istder Neumond, so wird man nach dir fragen;denn man wird deiner vermissen / da du zu sitzenpflegest.
is. Des dritten Tages aber komm bald her-nieder und gehe an einen Ort / da du dich ver-bergest am Werkeltage/ und setze dich bey demStein Asel.
20. So will ich zu seiner Seite drey Pfeileschießen / als wenn ich zum Sichermahl schöße.
21. Und siehe, ich will den Knaben senden:Gehe hin, suche die Pfeile. Werde ich zumKnaben sagen : Siehe, die Pfeile liegen hin-wärts hinter dir, hohle sie; so komm, denn esist Friede und hat keine Gefahr, so wahr derHerr lebet.
22. Sage ich aber zum Jüngling: Siebe,die Pfeile liegen dortwärts vor dir; so gehe hin,denn der Herr hat dich lassen gehen.
23 . Was aber du und ich mit einander geredethaben, da ist der Herr zwischen mir und direwiglich.
2^. David verbarg sich im Felde. Und da derNeumond kam, setzte sich der König zu Tische,zu essen.
25 . Da sich aber der König gesetzt hatte anseinen Ort, wie er vorhin gewohnt war, ander Wand; stand Jonathan auf, Abner abersetzte sich an die Seite Sauls. Und man ver-misste David an seinem Ort.
26. Und Saul redete des Tages nichts; denn
er gedachte: Es ist ihm etwas widerfahren, daßer nicht rein ist.
27. Des andern Tages des Neumonden, daman David vermisste an seinem Ort, sprachSaul zu seinem Sohne Jonathan: Warum istder Sohn Jsai nicht zu Tische gekommen, wedergestern noch heute?
28. Jonathan antwortete Saul: Er bath mich,daß er gen Bethlehem ginge.
29. Und sprach: Laß mich gehen, denn unserGeschlecht hat zu opfern in der Stadt, und meinBruder hat mirs selbst gebothen; habe ich nunGnade vor deinen Augen gefunden, so will ichhinweg, und meine Brüder sehen. Darum ister nicht gekommen zu des Königs Tische.
30 . Da ergrimmete der Zorn Sauls widerJonathan, und sprach zu ihm: Du ungehor-samer Bösewicht! ich weiß wohl, daß du denSohn Jsai auserkoren hast, dir und deiner un-artigen Mutter zur Schande.
3 1. Denn, so lange der Sohn Jsai lebet ausErden, wirst du, dazu auch dein Königreich,nicht bestehen. So sende nun hin, und laß ihnherhohlen zu mir; denn er muß sterben.
32 . Jonathan antwortete seinem Vater Saul,und sprach zu ihm: Warum soll er sterben 7Was hat er gethan?
33 . Da * schoß Saul den Spieß nach ihm,
daß er ihn spießete. Da merkte Jonathan, daßbey seinem Vater gänzlich beschlossen war, Da-vid zu tödten, * c. i 8 , io.
3 ^. Und stand auf vom Tische mit grimmigemZorn, und aß desselben andern Tages des Neu-monden kein Brot; denn er war bekümmert umDavid, daß ihn sein Vater also verdammete.
35 . Des Morgens ging Jonathan hinaus aufsFeld, dahin er David bestimmet hatte, undein kleiner Knabe mit ihm,
36 . Und sprach zu dem Knaben: Lauf undsuche mir die Pfeile, die ich schieße. Da aberder Knabe lief, schoß er einen Pfeil über ihnhin.
37. Und als der Knabe kam an den Ort, dahinJonathan den Pfeil geschossen hatte, rief ihmJonathan nach, und sprach: Der Pfeil liegtdortwärts vor dir.
38 . Und rief abermahl ihm nach: Eile schnell,und stehe nicht stille. Da las der Knabe Jo-nathans die Pfeile auf, und brachte sie zu fei-nem Herrn.
39. Und der Knabe wußte nichts darum, alleinJonathan und David wußten um die Sache.