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[1] (1821) [Altes Testament]
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289
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Saul weissaget. 1 Samuclis 19. 20. Davids Bund mit Jonathan. 289

12. Da ließ ihn Michal * durchs Fenster her-nieder, daß er hinging, entfloh und entrann.

* Ap. Gesch. 9, 23.

13. Und Michal nahm ein Bild, und legtees in das Bett, und legte ein Ziegenfell zu sei-nen Häupten, und deckte es mit Kleidern zu.

14. Da sandte Saul Bothen, daß sie Davidhohleten. Sie aber sprach: Er ist krank.

15. Saul aber sandte Bothen, David zu be-sehen, und sprach: Bringet ihn herauf zu mirmit dem Bett, daß er getödtet werde.

16. Da nun die Bothen kamen; stehe, da lagdas Bild im Bett und ein Ziegenfell zu seinenHäupten.

17. Da sprach Saul zu Michal: Warum hastdu mich betrogen, und meinen Feind gelassen,daß er entrünne? Michal sprach zu Saul: Ersprach zu mir: Laß mich gehen, oder ich tödtedich.

18. David aber entfloh, und entrann, undkam zu Samuel gen Rama, und sagte ihm analles, was ihm Saul gethan hatte. Und erging hin mit Samuel, und ste blieben zu Na-joty.

is. Und es ward Saul angesagt: Siehe,David ist zu Najoth in Rama.

20. Da sandte Saul Bothen, daß ste Davidholeten. Und ste sahen zween Chöre Prophetenweissagen, und Samuel war ihr Aufseher. Dakam der Geist Gottes auf die Bothen Sauls,daß ste auch weissagten.

21. Da das Saul ward angesagt, sandte erandere Bothen, die weissagten auch. Da sandteer die dritten Bothen, die weissagten auch.

22. Da ging er selbst auch gen Rama, undda er kam zum großen Brunnen, der zu Sekuist, fragte er, und sprach: Wo ist Samuel undDavid? Da ward ihm gesagt: Siehe, zu Na-joth in Rama.

23. Und er ging daselbst hin gen Najoth inRama. Und der Geist Gottes kam auch aufihn, und ging einher, und weissagte, bis erkam gen Najoth in Rama.

24. Und er zog auch seine Kleider aus, und

weissagte auch vor Samuel, und fiel bloß niederden ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher* spricht man: Ist Saul auch unter den Prophe-ten ? * c. io, ii.

Das 20. Capitel.

Freundschaft JsnathanS und Davids.

i.Aavid aber floh von Najoth zu Rama,und kam, und redete vor Jonathan:

*Was habe ich gethan? Was habe ich mißge-handelt? Was habe ich gesündiget vor deinemVater, daß er nach meinem Leben stehet?

* c. 17/ 29. c. 26/ 1«.

2. Er aber sprach zu ihm: Das sey ferne, dusollst nicht sterben. Siehe, mein Vater thutnichts, weder Großes noch Kleines, das ernicht meinen Ohren offenbare; warum solltedenn mein Vater dieß vor mir verbergen? Eswird nicht so seyn.

3. Da schwur David weiter, und sprach: DeinVater weiß wohl, daß ich Gnade vor deinenAugen gefunden habe, darum wird er denken:Jonathan soll solches Nichtwissen, es möchte ihnbekümmern. Wahrlich, "so wahr der Herrlebet, und so wahr deine Seele lebet, es istnur ein Schritt zwischen mir und dem Tode.

* c. 23/ 26.

4. Jonathan sprach zu David: Ich will andir thun, was dein Herz begehret'.

5. David sprach zu ihm: Siehe, morgen istder Neumond, da ich mit dem König zu Tischesitzen sollte; so laß mich, daß ich mich auf demFelde verberge, bis an den Abend des drittenTages.

6. Wird dein Vater nach mir fragen, so sprich:David bath mich, daß er gen Bethlehem, zuseiner Stadt, laufen möchte; denn es ist einjährliches Opfer daselbst dem ganzen Geschlecht.

7. Wird er sagen: Es ist gut; so stehet es wohlum deinen Knecht. Wird er aber ergrimmen;so wirst du merken, daß Böses bey ihm be-schlossen ist.

8. So thue nun Barmherzigkeit an deinemKnechte; denn du hast mit mir, deinem Knechte,einen * Bund im Herrn gemacht. Ist aber eineMissethat in mir, so tödte du mich; denn warumwolltest du mich zu deinem Vater bringen?

' c. 18, 3.

9. Jonathan sprach: Das sey ferne von dir,daß ich sollte merken, daß Böses bey meinemVater beschlossen wäre, über dich zu bringen,und sollte dirs nicht ansagen.

10. David aber sprach: Wer will mirs an-sagen , so dir dein Vater etwas Hartes ant-wortet?

11. Jonathan sprach zu David: Komm, laßuns hinaus aufs Feld gehen. Und gingen beydehinaus aufs Feld.

12. Und Jonathan sprach zu David: Herr,Gott Israels, wenn ich erforsche an meinemVater, morgen und am dritten Tage, daß e§

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