Jonathans Schlacht.
1 Samuelis 14.
Saul beschwöret das Volk. 281
10. Werden sie aber sagen: Kommt zu unsherauf; so wollen wir zu ihnen hinauf steigen,so hat sie uns der Herr in unsere Hände gegeben.Und das soll uns zum Zeichen seyn.
11. Da sie nun der Philister Lager Veyde insGesicht kamen, sprachen die Philister: Siehe,die Ebräer sind aus den Löchern gegangen, dar-innen sie sich verkrochen hatten.
12. Und die Männer im Lager antworteten Jo-nathan und seinem Waffenträger, und sprachen:Kommt herauf zu uns, so wollen wir es euchwohl lehren. Da sprach Jonathan zu seinemWaffenträger: Steige mir nach, der Herr hatsie gegeben in die Hände Israels.
13. Und Jonathan kletterte mit Händen undmit Füßen hinauf, und sein Waffenträger ihmnach. Da* fielen sie vor Jonathan darnieder,und sein Waffenträger würgete ihm immer nach;
* 3 Mos. 26, 7. 8.
12,. Also, daß die erste Schlacht, die Jonathanund sein Waffenträger that, war bey zwanzigMann; bey nahe eine halbe Hufe Acker, die einJoch treibet.
is. Und es kam ein Schrecken ins Lager aufdem Felde, und im ganzen Volk des Lagers, unddie streifenden Rotten erschracken auch, also,daß das Land erbebete, denn es war ein Schre-cken von Gott.
is. Und die Wächter Sauls zu GibeaBenja-min sahen, daß der Haufe zerrann, und verliefsich, und ward zerschmissen.
17 . Saul sprach zu dem Volk, das bey ihmwar: Zählet und besehet, wer von uns sey weg-gegangen. Und da sie zählten, siehe, da warJonathan und sein Waffenträger nicht da.
18. Da sprach Saul zu Ahia: Bringe herzu dieLade Gottes (denn die Lade Gottes war zu derZeit bey den Kindern Israel).
is. Und da Saul noch redete mit dem Priester,da ward das Getümmel und das Laufen in der Phi-lister Lager größer. Und Saul sprach zum Prie-ster: Ziehe deine Hand ab.
20. Und Saul rief, und alles Volk, das mit. ihm war, und kamen zum Streit: und siehe, da
ging eines "Jeglichen Schwert wider den Andern,und es war ein sehr großes Getümmel.
. * Nicht. 7, 22 . 2 Chr. 20 , 22 . 23.
21. Auch die Ebräer, die vorhin bey den Phi-listern gewesen waren, und mit ihnen im Lagerhinauf gezogen waren umher, thaten sich zuIsrael, die mit Saul und Jonathan waren.
22. Und alle Männer von Israel, die sich
auf dem Gebirge Ephraim verkrochen hatten,da sie höreten, daß die Philister flohen, strichenhinter ihnen her im Streit.
23 . Also half der Herr zu der Zeit Israel.Und der Streit währete bis gen BethAven.
2-L. Und da die Männer Israel matt warendesselben Tages, beschwor Saul das Volk, undsprach: Verflucht sey Jedermann, wer etwasisset bis zu Abend, daß ich mich an meinenFeinden räche. Da aß das ganze Volk nichts.
25 . Und das ganze Land kam in den Wald.Es war aber Honig im Felde.
26. Und da das Volk hinein kam in denWald; siehe, da floß der Honig. Aber Nie-mand that desselben mit der Hand zu seinemMunde, denn das Volk fürchtete sich vor demEide.
27. Jonathan aber hatte nicht gehöret, daßsein Vater das Volk beschworen hatte, undreckte seinen Stab aus, den er in seiner Handhatte, und tunkte mit der Spitze in den Honig-seim und wandte seine Hand zu seinem Munde;da wurden seine Augen wacker.
28. Da antwortete Einer des Volks, undsprach.: Dein Vater hat das Volk beschworen,und gesagt: Verflucht sey Jedermann, der heuteetwas isset. Und das Volk war matt geworden.
29. Da sprach Jonathan: Mein Vater hatdas Land geirret; sehet, wie wacker sind meineAugen geworden, daß ich ein wenig dieses Ho-nigs gekostet habe.
30. Weil aber das Volk heute nicht hat müßenessen von der Beute seiner Feinde, die es ge-funden hat, so hat auch nun die Schlacht nichtgrößer werden können wider die Philister.
3 1. Sie schlugen aber die Philister des Tagesvon Mi.chmas bis gen Ajalon. Und das Volkward sehr matt.
32. Und das Volk richtete die Ausbeute zu,und nahmen Schafe, und Rinder, und Kälber,und schlachteten es auf der Erde, und aßen es
so * blUtig. *3Mvs. 3, 17.
33. Da verkündigte man Saul: Siehe, dasVolk versündiget sich an dem Herrn, daß esBlut isset. Er sprach : Ihr habt übel gethan,wälzet her zu mir jetzt einen großen Stein.
3 ^. Und Saul sprach weiter: Zerstreuet euchunter das Volk, und saget ihnen, daß ein Jeg-licher seinen Ochsen und seine Schafe zu mirbringe; und schlachtet es allhier, daß ihrs esset,und euch nicht versündiget an dem Herrn mitdem Blutessen. Da brachte alles Volk ein Jeg-
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