280 Saul opfert, wird deßwegen gestraft. 1 Samuelis 13. 14. Jonathan wagt Etwas.
8. Da harrete er * sieben Tage auf die Zeitvon Samuel bestimmet. Und da Samuel nichtkam gen Gilgal, zerftreuete sich das Volk von ihm.
* c. 10/ 8.
9. Da sprach Saul: Bringet mir her Brand-opfer und Dankopfer. Und er opferte Brandopfer.
10. Als er aber das Brandopfer vollendethatte; siehe, da kam Samuel. Da ging Saulhinaus ihm entgegen, ihn zu segnen.
i i. Samuel aber sprach: Was hast du ge-macht? Saul antwortete: Ich sah, daß dasVolk sich von mir zerstreuete, und du kämestnicht zur bestimmten Zeit, und die Philisterwaren versammelt zu Michmas.
12. Da sprach ich: Nun werden die Philisterzu mir herab kommen gen Gilgal, und ich habedas Angesicht des Herrn nicht erbethen; dawagte ich es, und * opferte Brandopfer.
* 3 Mos. 17/ 3. 8. 9.
13. Samuel aber sprach zu Saul: Du hastthörlich gethan, und nicht gehalten des Herrn,deines Gottes, Geboth, das er dir gebothenhat; denn er hätte dein Reich bestätiget überIsrael für und für.
i^. Aber nun wird dein Reich nicht bestehen.Der Herr hat ihm' einen Mann ersucht (Eschen)nach seinem Herzen, dem hat der Herr gebothen,Fürst zu seyu über sein Volk; denn du hastdes Herrn Geboth nicht gehalten. * Av. Gesa,. 13/22.
15. Und Samuel machte sich auf, und gingvon Gilgal gen GibeaBenjamin. Aber Saulzählete das Volk, das bey ihm war, bey sechshundert Mann.
16. Saul aber, und sein Sohn Jonathan,und das Volk, das bey ihm war, blieben aufdem Hügel Benjamin. Die Philister aber hat-ten sich gelagert zu Michmas.
17. Und aus dem Lager der Philister zogendrey Haufen, das Land zu verheeren. Einerwandte sich auf die Straße gen Ophra, insLand Sual;
18. Der andere wandte sich auf die StraßeBethHoron; der dritte wandte sich auf dieStraße, die da langet an das Thal Zeboim ,an der Wüste.
19. Es ward aber * kein Schmid im ganzen
Lande Israel erfunden; denn die Philister ge-dachten , die Ebräer möchten Schwert und Spießmachen. * Nicht. -/ 8.
20. Und mußte ganz Israel hinab ziehen zuden Philistern, wenn Jemand hatte ein Pflug-schar, Haue, Beil oder Sense zu schärfe«.
21. Und die Schneiden an den Sensen undHauen, und Gabeln und Beilen, waren abge-arbeitet , und die Stacheln stumpf geworden.
22. Da nun der Streittag kam, ward keinSchwert noch Spieß gefunden in des ganzenVolks Hand, das mit Saul und Jonathan war;ohne, Saul und sein Sohn hatten Waffen.
23. Und der Philister Lager zog heraus vonMichmas über.
Das 14. Capitel.
Heldenthat Jonathans. Saul stürzt ihn durch »„zeitigen Eifer inLebensgefahr.
i.As begab sich eines Tages, daß Jonathan,^ der Sohn Sauls, sprach zu seinemKnaben, der sein Waffenträger war: Komm,laß uns hinüber gehen zu der Philister Lager,das da drüben ist. Und sagte es seinem Vaternicht an.
2« Saul aber blieb zu Gibea am Ende untereinem Granatenbaum, der in der Vorstadt war;und des Volks, das bey ihm war, war beysechs hundert Mann.
3. Und Ahia, der Sohn Ahitob, JeabodsBruder, * Pinehas Sohn, des Sohnes Eli,war Priester des Herrn zu Silo, und trug denLeibrock an. Das Volk wußte auch nicht, daßJonathan war hingegangen. *«.4,21.
Es waren aber an dem Wege, da Jona-than suchte hinüber zu gehen zu der PhilisterLager, zween spitzige Felsen, einer diesfeit,der andere jenseit; der eine hieß Bozez, derandere Senne.
5. Und einer sah von Mitternacht gegen Mich-mas , und der andere von Mittag gegen Gaba.
6. Und Jonathan sprach zu seinem Waffen-träger : Komm, laß uns hinüber gehen zu demLager dieser Unbeschnittenen, vielleicht wird derHerr etwas durch uns ausrichten; denn es ist* dem Herrn nicht schwer, durch Vieleoder Wenige zu helfen.
* Nicht. 7 / 7 . 2 Cbr. 14 / 11.
7. Da antwortete ihm sein Waffenträger: Thuealles, was in deinem Herzen ist; fahre hin,siehe, ich bin mit dir, wie dein Herz will.
8. Jonathan sprach: Wohlan, wenn wir hin-über kommen zu den Leuten, und lhnen ins Ge-sicht kommen;
9. Werden ' sie dann sagen: Stehet stille, biswir au euch gelangen; so wollen wir an unsermOrt stehen bleiben, und nicht zu ihnen hinauf
io. Wer-