18 Lot beschläft seine Töchter. 1 Mose
. 33. Also gaben sie ihrem Vater Wein zu trin-ken in derselbigen Nacht. Und die Erste ginghinein, und legte sich zu ihrem Vater; und erward es nicht gewahr, da sie sich legte, noch dasie aufstand.
3^. Des Morgens sprach die Aelteste zu derJüngsten: Siehe, ich habe gestern bey meinemVater gelegen. Laß uns ihm diese Nacht auchWein zu trinken geben, daß du hinein gehest,und legest dich zu ihm, daß wir Samen von un-serm Vater erhalten.
35. Also gaben sie ihrem Vater die Nacht auchWein zu trinken. Und die Jüngste machte sichauch auf, und legte sich zu ihm; und er wardes nicht gewahr, da sie sich legte, noch da sieaufstand.
36. Also wurden die beyden Töchter Lots schwan-ger von ihrem Vater.
37. Und die Aelteste gebar einen Sohn, denhieß sie Moab. Von dem kommen her die Moa-biter, bis auf den heutigen Tag.
38. Und die Jüngste gebar auch einen Sohn,den hieß sie das Kind Ammi. Von dem kommendie Kinder Ammon, bis auf den heutigen Tag.
Das 20. Capitel.
Sarah wird dem Abraham von Abimelcch genommen/ und mitGewinn wieder gegeben.
1. Hsbraham aber * zog von dannen ins Land^ gegen Mittag, und wohnete zwischen
Kades und Sur, und ward ein Fremdling zuGerar. ' * c. 12, s.
2. Und sprach von seinem Weibe Sarah: * Esist meine Schwester. Da sandte -k Abimelech, derKönig zu Gerar, nach ihr, und ließ sie hohlen.
,* e. 12, iz. c. 26/ 7. H c. 26, i.
3. Aber Gott' kam zu Abimelech des Nachts
im Traum, und sprach zu ihm: Siehe da, dubist des Todes, u-m des Weibes willen, das dugenommen hast; denn sie ist eines Mannes Ehe-weib. * c. 31/ 24.
-L. Abimelech aber hatte sie nicht berühret,und sprach: Herr, willst du denn auch ein ge-rechtes Volk erwürgen?
5. Hat er nicht zu mir gesagt: Sie ist meineSchwester? Und sie hat auch gesagt: Er ist meinBruder? Habe ich doch das gethan mit einfälti-gem Herzen, und unschuldigen Händen.
6. Und Gott sprach zu ihm im Traum: Ichweiß auch, daß du mit einfältigem Herzen dasgethan hast. Darum habe Ich dich auch be-hüthet, daß du nicht wider mich sündigtest,
19. 20. Abraham und Abimelech.
und habe dirs nicht zugegeben , daß du sie be-rührtest.
7. So gib nun dem Manne sein Weib wieder,denn er ist ein * Prophet, und laß 7 ihn für dichbitten, so wirst du lebendig bleiben. Wodu aber sie nicht wieder gibst, so wisse, daß dudes Todes sterben mußt, und alles, was dein
ist. * Ps. 105 / 15 . 1 - Hiob 42 / 8 .
8. Da stand Abimelech des Morgens frühe auf,und rief alle seine Knechte, und sagte ihnen die-ses alles vor ihren Ohren. Und die Leute fürch-teten sich sehr.
9. Und Abimelech rief Abraham auch, undsprach zu ihm: Warum * hast du uns das gethan ?Und was habe ich an dir gesündigt, daß duso eine große Sünde wolltest auf mich und meinReich bringen? Du hast mit mir gehandelt, nichtwie man handeln soll. * c. 12/ 18. c. 26/ IO. Luc. 2/ 48 .
10. Und Abimelech sprach weiter zu Abraham:Was hast du gesehen, daß du solches gethanHaft?
11. Abraham sprach: Ich dachte, 'vielleichtist keine Gottesfurcht an diesen Orten; undwerden mich um meines Weibes willen erwürgen.
* Ps. 36 / 2 .
12. Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester,denn sie ist meines Vaters Tochter, aber nichtmeiner Mutter Tochter, und ist mein Weibgeworden.
13. Da mich aber Gott außer meines VatersHause wandern hieß, sprach ich zu ihr: DieBarmherzigkeit thue an mir, daß, wo wirhinkommen, du von mir sagest, ich sey deinBruder.
1-4. Da nahm Abimelech Schafe und Rinder,Knechte und Mägde, und gab sie Abraham;und gab ihm * wieder sein Weib Sarah ,
* c. 12/ 19.
15. Und sprach: Siehe da, mein Land stehetdir offen; wohne, wo dirs wohl gefällt.
16. Und sprach zu Sarah: Siehe da, ichhabe deinem Bruder tausend Silberlinge gege-ben ; siehe, das soll dir eine Decke der Augenseyn vor allen, die bey dir sind, und allent-halben ; und das war ihre Strafe.
17. Abraham aber bethete zu Gott: da heileteGott Abimelech, und sein Weib, und seineMägde, daß sie Kinder gebaren.
18. Denn der Herr hatte zuvor hart verschlos-sen alle Mütter des Hauses Abimelechs, umSarah, Abrahams Weibes, willen.