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Preußische Schulstatistik.
Wenigen sind sie für alle Elasten gleich. In den untersten Gymnasialclasscn beträgtder Satz da, wo er am niedrigsten ist, jährlich 6 Thlr., durchschnittlich fast 16 Thlr.,wo er am höchsten ist, 33 Thlr.; in der obersten Classe 16 bis 41, durchschnittlichüber 20 Thlr. In den Realschulen sind die Schulgeldsätze durchschnittlich etwas höher,derDurchschnittssatzfür die oberste Classe fast 24 Thlr. An lOGymnasien, an 7 Realschulenund an 4 Progymnasien und h. Bürgerschulen sind die Schulgeldsätze je nach den Steuer-Verhältnissen der Eltern verschieden, namentlich je nachdem die Eltern communalstener-pflichtig sind oder nicht. Die Zahl der Freistellen ist sehr verschieden; bei vielen An-stalten besteht hierüber keine bestimmte Norm, bei andern giebt es 2, 3, 5, 8,10,15, 16 rc.Freistellen, bei einigen 25 "/». Die verhältnismäßig größte Zahl haben die katholischenSchulen. In der Rheinprovinz werden durchschnittlich 10"/» der Schüler ganz, und ebensoviele halb vom Schulgeld freigclassen; an den katholischen Gymnasien in Schlesien zahlt imallgemeinen nur die Hälfte der Schüler das volle Schulgeld und je die ermäßigten Sätze.
Hinsichtlich der Nebenzahlungen herrscht eine große Verschiedenheit. Anmanchen Anstalten giebt es gar keine Nebenzahlnngen, an andern nur eine, an vielenmehrere Arten, namentlich Jnscriptionsgelder (von 15 Sgr. bis 5 Thlr.), für Ab-gangszeugnisse (10 Sgr. bis 4 Thlr.), besonders für nachträglich ausgefertigte, Vcr-setzungsgeld (5 Sgr. bis 1 Thlr.), Bibliothekgelder (von 7'ft Sgr. bis 1 Thlr.), fürTurn- (und Schwimm-)Unterricht (von 5 Sgr. bis 1 Thlr. und darüber), Zeichen-unterricht (1 Thlr.), für den physikalischen Apparat, den Unterricht in der Chemie rc.(10 Sgr. bis 1 Thlr.), Heizgeld (1—2'ft Thlr.), Dintengelv (2—3 Sgr.) und Aehn-liches. An einzelnen Orten sind die Gebühren für Auswärtige höher. Die Unterrichtsver-waltung ist bemüht, die Nebenzahlungen bei Gelegenheit der Erhöhung des ordentlichenSchulgelds zu vereinfachen oder abzuschaffen. Die Detailangaben s. bei Wiese S. 609 ff.
Uebcr die Zahl der an preußischen Gymnasien für reif erklärten Abiturientenvergl. oben S. 356. Das Alter der für reif erklärten Abiturienten betrug:
Tab. 24.
im Jahr 1820
im Jahr 1863
Provinz.
Gesammtzahl
unter 17 Jahre
17
18
19
20
über 20 Jahre
Gesammtzahl
unter 17 Jahre
17
18
19
20
über 20 Jahre
Preußen. .
45
—
2
8
22
7
6
235
2
17
38
61
57
60
Brandenburg
124
1
9
29
55
17
13
264
5
17
54
78
61
49
Pommern .
18
—
—
1
3
5
9
99
—
6
11
25
31
26
Schlesien
136
—
1
24
51
28
32
274
4
18
45
61
67
79
Posen . .
5
—
—
1
4
—
—
79
i
4
16
13
17
28
Sachsen . .
173
—
15
50
70
24
15
273
6
39
59
91
78
Westfalen .
53
—
4
15
18
10
6
285
9
32
71
66
107
Rheinland n.Hohenzollern.
36
1
4
ii
10
2
7
296
i
8
40
81
86
80
Hauptsumme j
590
2
35
139
233
93
88
1805
13
85
275
449
476
507
Das Durchschnittsalter eines preußischen Abiturienten betrug demnach im I. 1820:19^/ö9°, im Jahr 1863: 19"°°fts°z Jahre.
Die Zahl der in der Hauptprüfung pro taenUatö äooonäi in dem 25jährigenZeitraum von 1839 bis 1863 bestandenen Schulamtscandidaten nach Confessio«, resp.Religion, nach dem Hauptfach derselben und nach ihrer Heimat ergiebt sich aus derfolgenden Tabelle: