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Preußische Schulstattstik.
Die größte absolute Vermehrung der evangelischen Gymnasien hat die ProvinzBrandenburg erfahren, und im allgemeinen ist diese Vermehrung dem Stande von1818 direct proportional (nicht, wie vielleicht zu erwarten wäre, umgekehrt).
Die stärkste relative Vermehrung hat in der Provinz Pommern stattgefunden.
Die größte absolute Vermehrung der katholischen Gymnasien hat die Nhein-provinz erfahren, nämlich 9; die größte relative Vermehrung zeigt die ProvinzPreußen von 2 auf 6, also auf das Dreifache.
Die Gesammtzahl der katholischen Gymnasien im Staate hat sich von 17 auf 39,also um 22 oder um 129"/i? "/» vermehrt. Die relative Vermehrung beträgt alsomehr als das Doppelte von der der evangelischen Gymnasien, woraus man sich leichtein Urtheil über den Grund der Klagen der Katholiken (namentlich in der Rheinprovinzüber mangelnde Fürsorge seitens der preuß. Regierung bilden kann.
Die Simultangymnasien betrugen 1818 3; setzt sind es 5; also absolute Ver-mehrung: 2, die relative zeigt eine Vermehrung um 66-/- °/o.
Das Verhältnis der Gymnasien nach den Confessionen stellt sich 1818 undjetzt in Procenten wie folgt:
Tab. 2.
Provinzen.
1818
jetzt
evang.
latb.
sim.
evang.
kath.
sim.
Preußen ....
83V-
16 V-
71-/7
28^7
Brandenburg . .
100
—
—
100
—
—
Pommern....
100
—
—
100
—
—
Schlesien ....
61'/°
38V»
—
65-/2-
34'-/2-
—
Posen .....
66V-
—
33'/-
44VZ
22-/g
33'/»
Sachsen ....
94"/is
—
5-/-o
91V-
4'/o
4'/s
Westfalen . . .
66^3
33'/-
—
50
50
—
Rheinprovinz undHohenzollern . .
40
SO
10
37-/2
58'/-
4'/s
Gesammtsumme
78-/si
18°Vl
3-V-»
71-/7
2S--/77
3'°/77
Während die Gymnasien einen festen Bestand haben, der bei sehr geringen Ver-änderungen sich stetig vermehrt, ist die Classe der Progymnasien den erheblichstenSchwankungen ausgesetzt. Tabelle 3 giebt daher außer dem Bestände von 1832 und1866 auch die dazwischenliegende Vermehrung und Verminderung an.
Die Gesammtsumme Ende 1832 betrug 22, die Vermehrung 29, die Verminde-rung 26, der gegenwärtige Bestand 25. Es hat also die große Bewegung und Schwan-kung auf diesem Gebiete schließlich nur eine unbedeutende Vermehrung des Bestandesvon 1866 gegen den von 1832 zur Folge gehabt. Die Progymnasien gehören über-wiegend den westlichen Provinzen an.
Die Betrachtung der Realschulen zerfällt von selbst in zwei Abschnitte 1) von1832 1859, 2) von 1859 bis jetzt. Auch diese Art der höheren Schulen zeigt einemannigfache und wechselvolle Entwicklung.
Die Geschichte der Realschulen von 1832—1859 stellt Tabelle 4 dar:
Die Gesammtsumme dieser Anstalten Ende 1832 (9) verglichen mit dem Bestandvon 1859 (56) bestätigt, daß die Realschulen ein Lieblingskind unseres Jahrhundertssind und einen ungemeinen Aufschwung genommen haben. Aber auch hier finden wirin der Zeit von 1859 an bei den Realschulen 2. Ordnung eine viel geringere Stabi-lität, als bei den Gymnasien, dagegen mannigfache Schwankungen auch bei derselbenAnstalt, wie bei den Progymnasien. Solches Schwanken zeigt sich auch schon in dem