214 Die Reichstagssession von 1888—89.
so ganz leichtfertig dabei verfahren, kann ich doch nichtannehmen! Keinesfalls ist es Aufgabe des Reichs, sie inder Verfolgung ihrer Aufgaben zu stören und zu hindern.Ein Urteil darüber, ob diese Voraussetzungen zu-treffen, läßt sich heilte mit diesem Bericht nochnicht gewinnen.
Herr Bamberger hat es schon gewonnen, aber die Unter-nehmer selbst noch nicht.
Das wird genügen. Diese Sache existiert im Druck-Ich will Sie mit der weiteren Verlesung nicht ermüden.Aber die Hoffnungen, die die Leute haben, schneiden wirihnen vollständig ab, wenn bei uns von so gewichtigerund amtlicher Seite, wie bei einer Debatte des Reichs-tags, die Rechtsansprüche, die die Reichsregierung inLondon geltend machen will, als hinfällig und zweifel-haft und unbedeutend dargestellt werden.
Ich glaube, damit doch die von mir angefochtenenAeußerungen aus der ersten Rede des Herrn Bambergersoweit festgenagelt zu haben, daß sie für die Dauer er-kennbar sein werden, und auch die Schädigung, dieuns daraus erwachsen wird.
All den Nebel über die Sache, den die zweite Redeverbreitet hat, all die Jnvektiven über die diplomatischeGeheimniskrämerei und alle Behauptungen, die mir inden Mund geschoben worden sind, ohne daß ich sie jegemacht habe, will ich übergehen. Ich habe mir einigedavon notiert, aber es ist zu spät, um Sie mit derWiederholung und einer weiteren Breittretung diesersilbenstechenden Diskussion zu ermüden, und deshalbschweige ich. (Bravo!)
Bamberger gab dem Reichskanzler den Vorwurf der Unter-schiebung zurück. Ueber Englands Verhalten und diplomatische