Druckschrift 
16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
Entstehung
Seite
205
Einzelbild herunterladen
 

Mangel an Ueberlcgung.

205

berger Unbekanntschaft mit den Dingen, über die ergesprochen hat, vorwerfen, und Unwissenheit in den Dingen,die er hier öffentlich verhandelt. Ich bin auch gar nicht imstände, ihm vollständig, ohne die Interessen der Beteiligtenzu schädigen, klar zu legen, wie die Sache liegt. Ich kannihn darauf Hinweisen, daß gerade diese Kolonie undihre Hoffnungen sich in den letzten Jahren günstig undfür die Zukunft versprechend entwickelt haben, unddaß wir, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, diesenenglischen Einbruch in die deutsche Rivalität gar nichtzu befürchten gehabt hätten. (Hört! hört! rechts.) Umnichts, um eine Sandbüchse, wie das geschildert ist,laufen die Engländer nicht Hunderte von Meilen überLand, mit Waffen und Pferden, um Verabredungen an-zufechten, '.die wir mit der englischen Regierung frühergetroffen haben. Daß da etwas dahinter steckt, was desSchutzes des Reichs für unsere Interessen wert ist, dashätte der Herr Abgeordnete schon aus der Expeditionvon Lewis, die ihm bekannt zu sein scheint, entnehmenkönnen. Er scheint aber anzunehmen, daß die Engländerund Aventuriers, wie dieser Lewis, dumm genug sind,um dieser Sandbüchse nachzulaufen, vor deren Besitz erdas Deutsche Reich warnt und davon abzuschrecken sucht.Das ist ein Mangel an Kombinationsgabe und Ueber-legung, wie ich solchen bei dem Herrn Vorredner bisjetzt nicht gewohnt bin. (Bravo! Heiterkeit.) Umnichts reiten die Leute nicht viele Meilen über Landmit Gewehren und suchen da im Widerspruch mit inter-nationalen Abmachungen alte angebliche Konzessionenwieder heraus, um sie den Deutschen wieder streitig zumachen.

Der Herr Abgeordnete hat gesagt: mit der Gewalt