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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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Kaiser Friedrichs Botschaft. 187

und Ordnung im Vaterlands zu schirmen, dieEhre des Reiches zu wahren, den Frieden nachaußen und im Innern zu erhalten und die Wohl-fahrt des Volkes zu pflegen.

Durch die einmütige Bereitwilligkeit, mit welcherder Reichstag den auf die Fortbildung der vater-ländischen Wehrkraft behufs Sicherstellung desReiches gerichteten Vorschlägen der verbündetenRegierungen zugestimmt hat, ist des HochseligenKaisers Majestät noch in den letzten Tagen SeinesLebens hoch erfreut und gestärkt worden. Ihmist es nicht mehr vergönnt gewesen, dem Reichs-tage Seinen Kaiserlichen Dank für diese Beschlüsseauszudrücken. Um so mehr ist es Uns Bedürfnis,dieses Vermächtnis des in Gott ruhenden Kaiser-lichen Herrn dem Reichstage zu übermitteln unddem letzteren auch Unseren Dank und Unsere Aner-kennung für die bei diesem Anlaß aufs neue be-wiesene patriotische Hingebung auszusprechen.

In zuversichtlichem Vertrauen auf diese Hin-gebung und die bewährte Vaterlandsliebe des ge-samten Volks und seiner Vertreter legen Wir dieZukunft des Reiches in Gottes Hand.

Gegeben Charlottenburg, den 15. März 1888.

(Gez.) Ariedrich.

(Ggz.) von Bismarck.

Ich erlaube mir, diese Allerhöchste Botschaft auf denTisch des Hauses niederzulegen und dem Herrn Präsidentenzu überreichen.

Präsident von Wedell-Piesdorf schlug darauf vor, dieBotschaft durch eine Adresse zu beantworten. Er berichtete ferner,daß das Präsidium um Audienz bei den Majestäten u. s. >v. nach-