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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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178 Die Reichstagssession von 1887—88. k

daran Schwierigkeiten knüpfen würden, das weiß ich nicht; !das geht uns auch nichts an. Wir werden gewaltsameMittel nicht unterstützen und auch nicht dazu raten; ichglaube auch nicht, daß Neigung dazu da ist, — ich binziemlich gewiß, daß sie nicht vorhanden ist. Wenn aberRußland auf diplomatischem Wege versucht, sei es auchdurch eine Anregung auf das Einschreiten des Oberherrn 'von Bulgarien, des Sultans, wenn es versucht, dasherbeizuführen, so halte ich es für die Aufgabe einer ^

loyalen deutschen Politik, sich dabei rein an die Bestim- '

mungen des Berliner Vertrags zu halten und an dieAuslegung, die wir ihnen damals ganz ohne Ausnahmegegeben haben, und an der — mich wenigstens — dieStimmung der Bulgaren nicht irre machen kann. Bul-garien, das Ländchen zwischen Donau und Balkan, istüberhaupt kein Objekt von hinreichender Größe, um darandie Konsequenzen zu knüpfen, um seinetwillen Europavon Moskau bis an die Pyrenäen und von der Nord-see bis Palermo hin in einen Krieg zu stürzen, dessenAusgang kein Mensch voraussehen kann; man würde amEnde nach dem Kriege kaum mehr wissen, warum man ,sich geschlagen hat. (Heiterkeit.)

Also das kann ich erklären, daß die Unfreundlich-keiten, die wir in der russischen öffentlichen Meinung, inder russischen Presse namentlich, erfahren haben, unsnicht abhalten werden, sobald Rußland den Wunsch aus-spricht, die diplomatischen Schritte diplomatisch zu unter-stützen, welche Rußland eben thun kann, um seinen Ein-fluß auf Bulgarien wieder zu gewinnen. Ich sage ab- usichtlich: sobald Rußland den Wunsch ausspricht. Wirsind früher mitunter bemüht gewesen, russische Wünscheauf vertrauliche Andeutungen hin zu erfüllen; wir haben