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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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122 Die Landtagssession von 1887.

darüber von irgend einer Empfindlichkeit berührt seinsollte, so möchte ich ihn doch bitten, das zu vergessen.Es ist das ja gewiß keine persönliche Abneigung gewesen,sondern nur der Mangel an richtiger und besonnenerEntschließung der damaligen Machthaber. Also ich möchteihn bitten, die Zeiten einer solchen persönlichen Ver-stimmung zu vergessen.

Der Herr Abgeordnete hat mir gegenüber gewisseInsinuationen von großer persönlicher Schärfe und Bitter-keit gemacht. Er hat mir schuld gegeben, daß ich dieForderungen der Sittlichkeit, der Gerechtigkeit verletzte.Ich wäre also vollständig dazu berechtigt, den HerrnAbgeordneten mit ähnlichen Unhöflichkeiten zu bedienen.(Unruhe im Zentrum.) Es ist mehr meine persönlicheSelbstachtung, die mich davon abhält, als der Glaube,daß ich nicht berechtigt sein würde zu der Sprache, dieder Abgeordnete soeben mir gegenüber geführt hat. Erhat mir in diesem Sinne vorgeworfen, wir hätten Krieggegen die eigenen Unterthanen geführt. Krieg habenwir überhaupt nicht geführt; wir sind in parlamenta-rischen und publizistischen Kämpfen gewesen. Wenn erdas Krieg nennt, so sind mir auch heute noch im Kriege,in einem Kampfe ganz ähnlicher Art. Wir haben ge-kämpft gegen die faktiösen Parteiumtriebe, die gefährlichfür das neugegründete Reich werden konnten; wir kämpfengegen die Welfenpartei noch immer mit derselben Ent-schiedenheit. Mit dem Zentrum, soweit es katholischeInteressen vertritt, hoffen wir zu einem moclns vivonäizu gelangen. Wir führen auch noch denselben Kampfgegen die Sozialdemokraten und gegen die politischenDemokraten. Das ist aber kein Krieg mit den eigenenUnterthanen, sondern das sind parlamentarische Kämpfe