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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
Entstehung
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382
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882 Die ReichstngZsession von 188087.

Das ist allerdings unsere Meinung; das ist aber keinLossagen vom Boden der Verfassung. Wir bleiben aufdem Boden der Verfassung, wenn wir durch eine Auf-lösung zu einem anderen Beschluß zu gelangen suchen,und wenn wir inzwischen nach Material suchen, um dieWähler zu überzeugen, daß gerade unsere Ansicht dierichtige ist. Das ist außerordentlich schwierig, da nichtviele Leute mehrere Zeitungen lesen, sondern nur eine.Aber so schwierig es auch sein mag, müde werden wirdarin nicht werden, und zuletzt wird es uns doch ge-lingen; Recht muß doch Recht, und Wahrheit muß dochschließlich wahr bleiben, und darauf verlassen wir uns.(Bravo! rechts.) Und wir werden auch schließlich dieWähler überzeugen, wo wahrer Patriotismus, und wodie Sorge für die Sicherheit, für das Gedeihen desDeutschen Reiches und seine Einigkeit zu suchen ist. Ichbezweifle das gar nicht.

Der Herr Vorredner hat ferner wieder den Accentdarauf gelegt, daß zwischen drei und sieben Jahren prin-zipiell doch eigentlich gar kein Unterschied wäre. Nun,prinzipiell ist der Unterschied allerdings nicht so groß wiemateriell. Vier Jahre gewonnene Ruhe und Frieden istdoch immer ein ganz erheblicher Gewinn. Hauptsächlichaber wollen wir die Tradition des Kompromisses unserer-seits nicht kränken und schädigen, weil es in der Thatdie einzige Möglichkeit ist, in konstitutionellen Verfassungendauernd in Frieden zu leben. Es gibt keine Verfassung und wenn die geschicktesten Leute sie redigiert hätten,und je geschickter, desto seltener gibt es deren vielleicht,außer der englischen, die gar nicht geschrieben ist sonstgibt es keine Verfassung, die nicht Lücken hätte, wo nichtdie Lückentheorie in hundert Fällen Anwendung findet,