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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Bismarcks Stil und Zeiiuugsstil.

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oder hier im Reichstage. Das ist ihre ganze Beschäf-tigung, und wenn sie das besorgt und ihre Uhr aufge-zogen haben, sind sie fertig mit ihrer Arbeit. (Zuruf:Wie wissen Sie das?) Also glauben Sie nicht, daß ichsoviel Zeit, ein solches ich möchte sagen unbe-rechtigtes Maß von Zeitüberfluß habe, daß ich mich nochmit der Presse selbstthätig beschäftigen könnte. Ich be-streite ja gar nicht, daß ich mitunter Auftrag gebe, einensolchen Artikel zu schreiben, und ihn mir vorlesen lasse,um zu sehen, ob er nicht eine Unhöflichkeit gegen denReichstag enthält (große Heiterkeit), oder gegen sonstjemand. Diejenigen Artikel, die dergleichen enthaltensollten, haben sich sicherlich meiner Zensur entzogen; dasbitte ich ein für allemal anzunehmen. Aber ich kanndoch unmöglich für jeden Inhalt irgend einer Redaktionverantwortlich sein. Es passiert mir, wie ich schon frühergesagt habe, vielleicht nur in 14 Tagen einmal, daß ichein derartiges Erleichterungsbedürfnis habe, was ichnicht zurückdrängen könnte.

Der Herr Abgeordnete hat zu verstehen gegeben, erwüßte nicht recht, was in dem österreichischen Bündnis-verträge stehe, und was überhaupt noch darin stehenkönnte. Ja, da möchte ich ihn nur bitten, sich mit demalten Goetheschen Spruche zu beruhigen:Allwissend binich nicht, doch ist mir viel bewußt." Ihm ist sehr vielbewußt, aber es muß auch einiges geben, was er nichtweiß. (Heiterkeit.)

Der Herr Abgeordnete hat ferner er schien es alseine sehr schwere Anklage zu accentuieren, was ich alseine solche gar nicht acceptieren kann, er hat gemeint:wir, die verbündeten Regierungen, wären der Ansicht,daß mit einem so komponierten Reichstage es nicht ginge.