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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Sie wollen erobern!

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wir gewissenhaft beobachten; aber ich fürchte, daß Sienicht, wie ich vorgestern sagte, zu den saturierten MächtenIhrerseits gehören. Sie wollen erobern, wir wollenbehalten den Besitzstand; Sie wollen neue Kompromisse,wir wollen an den alten Traditionen festhalten; wirscheuen die Krisen, ihre häufigen Wiederholungen unddie Möglichkeit der Konflikte, Sie gehen diesen bereit-willig und frohen Mutes entgegen. Sie verhalten sicheinigermaßen zu uns wie die Franzosen gegen Deutsch-land; mir sind die Konservativen, Friedliebenden, undSie sind die, die erobern wollen, die uns das uns ver-fassungsmäßig gebührende Elsaß wieder abnehmen wollen.(Oh! oh! links und im Zentrum.)

Der Herr Vorredner hat sich in Bezug auf diehannöversche Frage auf die Kloppschen Werke berufenund hat sie Geschichtswerke genannt; ich habe bisher sieals unparteiische Geschichtswerke noch von keiner Seitedarstellen hören. (Heiterkeit rechts. AbgeordneterI >r. Windthorst: Die Dokumente sind unparteiisch.)Gut, den Dokumenten gegenüber werde ich demnächsteine Darstellung, die ich längst beabsichtigt habe, aberaus Rücksichten, um alte Empfindungen nicht wiederaufzuwärmen, bisher unterlassen habe, meinerseits, wennder Kaiser es genehmigt, der Oeffentlichkeit übergeben;dann werden Sie sehen, was Onno Klopps Dokumentedagegen wert sind. (Heiterkeit rechts.)

Der Herr Vorredner hat damit begonnen, daß ermeine Data wegen der Sparkassen teils angezweifelthat, teils sie in Widerspruch zu bringen gesucht hat mitden finanziellen und wirtschaftlichen Beschwerden, überdie im preußischen Landtag so häufig und auch vonmeiner Seite geklagt wird. Ja, meine Herren, diese